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Step 7

Step by Step / Dana - Ein Katzenportrait mit Airbrush

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 24.04.2015 - 14:57 Uhr

Entstehung eines Katzenportraits auf Leinwand mit Airbrush

Allgemeines:
Hier mal ein kleiner Step, wie man ein Tierportrait Freihand auf Leinwand bringt. Gleichzeitig
eine Demonstration, dass man auch auf Leinwand radieren und kratzen kann.

Material:
Untergrund: Leinwand, mittlere Struktur, 30x30 cm
Airbrush: Evolution 2in1 Harder & Steenbeck
Farbe: Aerocolor Schmincke, Federschwarz, Gelb, Indischgelb, Saturnrot, Sepiabraun
Sonstiges: Radierstift, Glasfaserradierer und Cutter, Isopropylalkohol

Die gesamte Fellstruktur wird mit Schwarz angelegt. Dazu habe ich ein Filmdöschen ca. 3/4 mit
Alkohol gefüllt und darin 4 - 5 Tropfen Aerocolor Federschwarz aufgelöst.
Mit dieser Farbverdünnung habe ich die Katze gesprüht. Durch diese extreme Verdünnung
gelangt die Farbe gut durch die Düse, ohne dass die Farbintensität verloren geht.
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Step 1:
Die Vorzeichnung wird mit Bleistift auf die Leinwand übertragen. Bei der Ausarbeitung beginne ich mit den dunkelsten Stellen. Das sind die Augenlieder, die Pupillen, die Nase sowie der Hals-, Kinn und Brustbereich.
Um das Overspray in Grenzen halten, halte ich die Pistole sehr nah am Untergrund und in einem leichten Winkel von den Stellen weg, die hell bleiben sollen. Der Druck am Kompressor ist auf ca. 1 Bar eingestellt. Durch die Nähe zum Untergrund erreiche ich auch gleichzeitig scharfe Kanten. Die
Schnurrhaare werden beim Brushen ausgespart!
Den dunklen Bereich unter dem Kinn habe ich mit der verdünnten Farbe ziemlich flächig und hell angelegt und die Fellstruktur mit einem normalen Radierstift vorsichtig wieder hervorgeholt. Durch wiederholtes übersprühen und radieren ergeben sich die ersten sichtbaren Strukturen.

Step 2:
Schrittweise werden Farbe, Form und Struktur angelegt. Hier kann man gut den Farbwert erkennen, den die erste Schicht hat. Es ist ein sehr helles Grau, das sich durch leichtes Übersprühen aus einem Abstand von ca. 3 - 5 cm Abstand zum Untergrund ergibt.
Man muss nur aufpassen, dass die Augen und der helle Bereich darunter kein Farbnebel abbekommen. Die ersten Haare werden werden Strich für Strich in Wuchsrichtung gesetzt. Das ist für ein überzeugendes Ergebnis sehr wichtig. Dazu wird wieder sehr nah am Untergrund gearbeitet. Die Struktur auf der Nase, welche die ganz kurzen Haare dort simuliert, ist mit der Pistole aufgesprenkelt.

Step 3:
Ca. 37592354 Haare später....
Abwechselnd wird Schicht für Schicht die Farbe, Form und Struktur vertieft.

  • Farbe flächig im größeren Abstand aufsprühen
  • Haare nahe am Untergrund Strich für Strich setzen
  • auf die Wuchsrichtung achten!
  • Lichter mit dem Cutter heraus holen

Step 3 - Detail:
Hier sieht man sehr gut die gekratzten Lichter und die einzeln gesprühten Haare. Ebenfalls gut zu erkennen sind die Schatten unter den Ansätzen der dicken Schnurrhaare.

Step 4:
Weiter geht es mit dem Vertiefen der Schatten, hinzu fügen von Details und unzähligen weiteren Haaren.....
Die weicheren Haare über dem linken Auge und rechts unten an der Brust sind mit dem Glasfaserradierer entstanden. Je nachdem wie weit man die Mine heraus dreht, kann man den Härtegrad des Radierers einstellen und erreicht damit eine gute Kontrolle über das Ergebnis.
Je nachdem wie detailliert oder flächig man radieren möchte.

Step 5:
Hier ist das Fell nun nach Sprühen vieler Schichten, Kratzen und Radieren der Struktur endlich fertig gestellt!

Step 6:
WOW!!! Was für ein Blick!
Was ist hier passiert?

  • die Augen wurden flächig mit Indischgelb gesprüht
  • danach wurde mit Saturnrot die Farbe verfeinert und Struktur sowie mehr Tiefe in die Augen gebracht

Das Ganze auch wieder in mehreren Schichten, damit die Lichtreflexe zuerst durch Auslassen und später radieren richtig integriert werden können.

Step 7:
Die Augen haben noch mehr Farbe, Struktur und Tiefe durch vorsichtiges hinzufügen von Sepiabraun erhalten. Die Lichtreflexe sind ein letztes Mal mit dem Cutter und dem Glasfaserradierer hervor gehoben worden. Und das war es dann auch. FERTIG!!

5 Kommentare

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Heike,sehr interesant, so habe ich noch nicht gearbeitet aber alles ist möglich!
Danke Dana ... Ich werde demnächst noch einen ähnlichen Beitrag mit einem Anfängermotiv einstellen. Wenn du Fragen zu der Technik hast, kannst du sie mir gerne stellen. Ich arbeite schon über 20 Jahre mit der Airbrush. Wenn du einmal damit angefangen hast, lässt es dich nicht mehr los
Danke Heike,ich male auch Tierportrets mit Acryl und Akuarel.Etwas neues kann ich prubieren.
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Heike , das ist sehr beeindruckend ... ein super toller Beitrag von dir !!!!
Ich arbeitete noch nie mit Airbruhs , es sieht schwer aus
Danke Anne Ich arbeite nun seit über 25 Jahren mit der Airbrush, so dass ich sie mittlerweile genauso selbstverständlich einsetze, wie jedes andere Werkzeug. Dafür tue ich mich mit Aquarell und Aquarellstiften schwer. Das ist einfach nicht meins
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