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Warum Halbwissen noch gefährlicher ist, seit jegliches "Wissen" online abruf ...

Warum Halbwissen noch gefährlicher ist, seit jegliches "Wissen" online abrufbar ist

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 31.05.2015 - 09:13 Uhr

Es war schon immer gefährlich, Bremsen selber zu reparieren, wenn man es nicht richtig gelernt hat. Man beherrscht nur einen Teil der Kunst. Kann gut gehen, muss aber nicht. Die Versuchung, Halbwissen anzuwenden oder rauszuposaunen ist größer geworden, seitdem alles jederzeit online abrufbar ist. Das fördert das gefährliche Gefühl, alles zu wissen.

Ist Leberwurst gesund?

Wenn ich bei Google "Leberwurst gesund" eingebe, bekomm ich 110.000 Suchergebnisse. Wenn ich "Leberwurst ungesund" eingebe, sind es nur noch 14.000 Ergebnisse aber immer noch zu viele, um mich durchzupflügen und die Wahrheit zu ergründen. Wie kann ich trotzdem Wissen über Leberwurst erlangen, um die Gefahr, die von der Leberwurst ausgeht, in den Griff zu bekommen?
So oder so: "Leberwurst" ist nur ein Teil meines Lebens. Wie ist es mit den vielen anderen Fragen, zu denen sich nur Halbwissen angestaut hat?

Hilflosigkeit online

Das Smartphone in der Hand verleiht das Gefühl ständigen Zugriffs auf die Weltbibliothek. Es gibt nichts, was ich nicht sofort wissen könnte. Google&Co finden für jede noch so absurde Meinung ein Suchergebnis. Und wenn sich etwas findet, ist auch was vorhanden und dann ist das auch so. Und damit kann ich das schon mal raus hauen und anderen um die Ohren.
Wer aber sagt mir, dass die Info aus den Suchergebnissen stimmt? Ich selber kann es nicht, weil ich nicht ausreichend Bescheid weiß. Und sonst ist ja keiner da. Zumindest keine verläßliche Quelle. Die Herren Brockhaus, Duden oder Adam Riese haben ihren Status längst aufgeben müssen gegen Wikipedia oder Gute Frage.
Ist aber halb so schlimm, weil: dem Gegenüber geht es genauso. Ob eine Aussage stimmt oder nicht, ist doch nicht mehr die Frage heutzutage. Wichtig ist, dass ein Suchergebnis dazu im Internet zu finden ist. Dann kann ich immer hinterher schicken: "Schau halt auf Google".
So kommt es, dass immer mehr Leute bei Sachen mitreden, von denen sie immer weniger wissen (müssen).

3 Kommentare

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stimmt
stelle immer wieder fest, dass es Leuten, die recherchieren, es vollkommen egal ist, welche Seiten sie dann lesen. Sie denken nicht drüber nach, ob eine Quelle seriös ist oder ob sie fundiertes Wissen bietet und wer es geschrieben hat?
So nach dem Motto, wenn etwas geschrieben steht, ist es auch wahr.

Dabei ist das Internet wirklich eine gute Quelle des Wissens und schnell. Man muss nur wissen wie und halt kritisch sein.
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Das Zauberwort heißt Gegenprobe, Nachprüfen oder auf Neudeutsch crosscheck!
bei manchen wäre eine Gegenprobe schon angebracht, bevor sie den ersten Schritt machen. Aber da würdet ihnen wahrscheinlich selber Fragezeichen aufwerfen nach dem Motto: "das wollt ich eigentlich gleich schreiben? so´n Schwachsinn?"
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