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Raus aus dem muffigen Seniorenresidenz-Image hin zur tanzenden Rentner-Gemeinschaft

Von News Team - Freitag, 12.06.2015 - 07:14 Uhr

Die Rentner-Gruppe „80 ungewöhnlich glückliche Jahre“ (80-odd years of happy) zeigt mit ihrer Choreographie zu „Happy“ von Pharrell Williams beispielshaft, dass man in Altenheimen mehr kann, als nur herumsitzen.

Bei den Worten „Ruhestand Gemeinschaft“ denkt man entweder an eine gemeinnützige Organisation, die für mehr Rechte von Menschen im Ruhestand eintritt oder an verschlafene Altenheime.

Hinter diesen Worten verbirgt sich im Neuseeländischen Christchurch jedoch ein Seniorenstift, der aus tanzenden und singenden Mitbewohnern besteht.

Die 60 Bewohner und das Personal der “retirement community“ (zu Deutsch: Ruhestand Gemeinschaft) der Seniorenresidenz “Diana Isaac Retirement Village“ zeigten im Sommer 2014 was es bedeutet im Rentenalter noch den richtigen Schwung in der Hüfte zu haben.

fitte Rentnerin tanzt zur Musik von Pharrell Williams
Sie entwarfen ihre eigene Choreographie zum Lied „Happy“ von Pharrell Williams und filmten sich dabei. Das Video ging um die Welt und wurde in knapp einem Jahr über sieben Millionen Mal angeschaut. Die tanzenden Ruheständler nennen sich „80-odd years of happy“, was mit „80 ungewöhnlich glückliche Jahre“ übersetzen werden kann. Ihr Gruppenname soll gleichzeitig Motto für viele ältere Menschen sein: Seid nicht deprimiert, dass ihr älter seid. Blickt nach vorne und macht das Beste aus dem was ist – wir machen es euch vor. Dem Alter sind dabei keine Grenzen gesetzt, der älteste Leinwandstar ist 98 Jahre alt.

Und tatsächlich, wer das Musikvideo schaut, bekommt gute Laune und den Eindruck, dass man auch im Alter seinen Spaß haben kann. Der Clip ist voller Senioren, die jugendlich und stilvoll trainieren, schwimmen, Gymnastik machen und singen.

froehliche BestAger im Schwimmbad der Seniorenresidenz

„Ich habe so viel aufregendere Dinge im letzten Jahr gemacht, als in den 70 Jahren zuvor!“ schreibt Alister Leckie, der Hauptakteur des Videos, begeistert.
Alister Leckie - Hauptakteur des Videos

Die BestAger machen nicht nur Musikvideos, sondern organisierten auch einen Flashmob. In einem Flashmob trifft sich eine Menschenmenge scheinbar spontan auf öffentlichen Plätzen und macht ungewöhnliche Dinge. „80-odd years of happy“ traf sich hier in einem Einkaufszentrum. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer war 79 Jahre. Die ältesten Tänzer waren 92 Jahre alt. Was man den Teilnehmern vor allem ansieht ist: Sie hatten Spaß und lachten viel und das ist ansteckend, denn das Publikum ist stets begeistert.



Mit Blick auf Neuseeland wäre ein solches Konzept für Deutschland wünschenswert. Vielleicht kann „80-odd years of happy“ hier irgendwann einmal Vorbild für eine deutsche Ruhestand Gemeinschaft sein, die zu einem deutschen Musik-Hit tanzt. Was man dazu braucht sind:

  • Die Mitarbeit einer Seniorenresidenz
  • Motivierte Bewohner
  • enthusiastische Mitarbeiter, die sich um Choreographie, Einstudieren und Kostüme kümmern
  • Jemand technisch versierten, vielleicht unter den Kindern oder Enkeln der Bewohner, für das Video und die Online-Verbreitung, damit wir alle daran teilhaben und unsere Ruheständler unterstützen können

An euphorischem Publikum würde es nicht mangeln.

8 Kommentare

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In Deutschland leider nicht möglich. Dagegen ist schon der medizienische Dienst. Da DARF man sowas gar nicht tun, weil man dann keine Pflegestufe erhält. Die wollen möglichst Leute, die gar nicht mehr können. Es ist ein ganz trauriges Dasein hier und Menschen unwürdig, Alte Leute sollten gar nichts mehr machen. schon allein einen Laptop noch zu bedienen ist nicht gut. Ich musiziere auch sehr gerne und brauche das, aber vom medizienischen Dienst wird sowas nicht akzeptiert. Trotz Körper-und Gehbehinderung und Hilfe, welche ich täglich benötige bekam ich die Pflegestufe 1 abgelehnt. Ich weiß nicht wie das weiter geht.
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wenn man ältere oder alte Menschen ausreichend motiviert, würde ein solches durchaus auch hier in Deutschland umsetzbar sein.
Lediglich hapert es z.B. in Altenheimen oder ähnlichem oftmals an der
Zeit, welche dem Personal zur Verfügung steht!
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Ich find es großartig !!
NUR --- auch was Helga schon schrieb -- dem schließe ich mich an
die Deutschen Senioren --- haben eben eine ganz andere Mentalität !
Da fehlts am "" Aufraffen und mitmachen ""
Ich weiß wovon ich rede ....
Hier z.b. in Bad Dürkheim hat man jahrelang von der Stadtverwalltung einen Tanznachmittag organiisert ... einmal im Monat
Es wurde alles dafür geboten ... auch die Preise waren sehr moderat
und für jeden erschwinglich
Leider wurden es immer weniger Teilnehmer -- welche der Einladung gefolgt sind ( Lt. Auskunft vom Senioren Büro )
Nun seit ca. 2 Jahren ---- gibts gar nix mehr ... in unserer Stadt
wie gesagt .... es liegt einfach nur am "" Wollen ""

2) Auch in unsererm Kurparkhotel ... ( ehemals Kurhaus ) hat man seit 2 Jahren das Angebot für Seniorentanz ----- auch eingestellt ..
Begründung : " Man will eben ein jüngers Publikum im Haus haben "
In Bad Dürkheim gibt es noch oft Weinfeste, z. B. in den Almen, wo man noch tanzen kann, natürlich ein anderes Ambiente.
@ Elena --- weiß ich alles ----- ich wohn doch hier ...
hat doch mit dem Thema --- gar nix zu tun ... sorry
Sorry, dass ich ins Fettnäpfchen getreten bin. Ich meinte nur: wer sucht der findet! Wo ein Wille ist - ist auch ein Weg.....
Nicht fettnäpchen sondern -- ziemlich am Thema vorbei ..
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