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Sollen oder dürfen Eltern bei Hausaufgaben helfen müssen?

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 17.12.2015 - 18:41 Uhr

Immer wieder liest man von Eltern, die sich beschweren, dass ihre Kinder nicht mehr mit den Hausaufgaben alleine zurecht kommen - Überlastung! - und dass sie deswegen die Kinder bei den Hausaufgaben begleiten müssen - Doppelbelastung! Da frag ich mich: Ist der Stoff so schwierig und viel geworden? Haben die Kinder zu wenig Zeit oder sind sie gar dümmer geworden? Oder sind die Eltern einfach nur kontrollwütig oder übergeizig? Alles muss ja ständig tipptopp und makellos sein. Fehler sind nicht mehr zulässig. Ein Verweis? Oh Gott. Ein Hinweis wegen Meckerns oder Vergessens von Hausaufgaben? Der sich ankündigende Sozialfall!

Hartz IV wegen schlampiger Hausaufgaben?

Elternabend sind die neuen Stammtische. Dort treffen sie sich alle, um die Leiden der jungen Schüler durch zu diskutieren, bis die Mundhöhlen trocken sind. Früher waren Elternabend den richtigen Problemfällen vorbehalten, aber heute ist ja alles ein Problem: Zu viel Stoff, zu wenig Stoff, zu viele Migrationshintergründler, zu wenig Internationalität, zu viele Hausaufgaben, zu wenig Erfolgsdruck... Warum kann man die Schüler nicht einfach machen lassen und am Ende des Jahres aufs Zeugnis schauen und dazwischen nur, wenn man vorgeladen wird. Das wäre doch für alle viel entspannter und würde das Ergebnis kein Deut schlechter machen. Das Ergebnis am Schluss, meine ich. Quali, Abitur etc. Vorher muss sich doch da kein Elternteil groß einmischen.

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33 Kommentare

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Hallo Till Kilany, dein Beitrag zu den erwachsenen Kindern finde ich sehr gut!
Du schreibst: "Manchmal muss man sie daran erinnern, dass sie nicht mehr Mutter als Rolle ist, sondern nur noch Mutter als Person."
Darf ich mal fragen, was du dir von einer "Mutter als Person" wünschst?
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Da tippt der Jupp wohl aus eigener Erfahrung.....
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In dieser Frage gibt es keine Meinung, die auf alles passt. Was für den einen gut war, muss es für einen anderen keineswegs sein. Die Aufgabe der Pädagogik ist es, ein individuelle Lösung für jedes Kind zu finden, nicht alle über denselben Kamm zu scheren.
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Ich habe früher gefragt ob ich helfen kann, doch ich habe früh gemerkt das Thorsten selbstständig seine Hausaufgaben machte und ich wollte mich auch nicht einmischen.
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wenn ich gebraucht wurde ,habe ich geholfen, egal ob Hausaufgaben, kinder zum Sport , aber mich nicht aufgedrängt ,hat prima geklappt.
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Wenn ich diese beiden obigen Beiträge lese, wird es mir regelrecht übel.
Wo ist der Schreiber derer eigentlich zur Schule gegangen ???
Hat er selbst Kinder, die zur Schule gehen ?
Mehr kann man ja als Elternteil eigentlich nicht falsch machen, und so einen beschriebenen "Eltern-Stammtisch" möchte ich einmal erleben...
Mehr werde ich dazu nicht sagen...Arme Kinder....
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Ichverstehe die Frage nicht ganz... Meinst du dich als Mutter/Vater deiner erwachsenen Kinder oder Eltern von Teenies, von kleinen und von Kleinkindern?

Eltern von erwachsenen Kindern können, wenn sie vergessen, dass ihre erwachsenen Kinder ebenerwachsen sind, schon unnötige Konflikte initiieren, indem sie sich einmischen.

Wenn meine Mutter zu mir zu Besuch kommt, habe ich immer eine "rote Karte" in der Hosentasche, auf der "STOP" steht. Die kommt häufig zur Anwendung, da meine Mutter gerne mal fragt:" Soll ich dir bei ... helfen?" oder "Hast du schon ... gemacht?"

Manchmal muss man sie daran erinnern, dass sie nicht mehr Mutter als Rolle ist, sondern nur noch Mutter als Person.
Für den Moment ja. Eigentlich könnte für meine Mutter auch alle fünf Meter ein großes STOP-Schild von der Decke baumeln... Sie lernt es in diesem Leben wohl nicht mehr.
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das "einmischen" von Sb. hier , ist nicht weniger nervig!
Wir sind doch keine Kinder mehr.. (nun ja manche brauchen das, SIE leben in der 2. Kindheit, auch in der 2.Pupertät)
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Die wesentliche Frage ist doch, in welcher Form Eltern helfen sollten

Wichtig ist ja vor allem, dass Kinder das Lernen lernen. Dazu gehört Zeitmanagement, Problemlösungsstrategien, etc.

Das können Eltern (wenn sie es je konnten) auch dann noch, wenn sie den Stoff selbst nicht mehr beherrschen.

Mit dieser Methode könnte ich (glaube ich), mein Kind/Enkel anleiten, auch wenn ich keine Ahnung habe, worum es geht.
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Ich finde, dass es wenig Zweck hat, dass gerade Eltern den Schülern bei den Hausaufgaben helfen sollten.
Heutzutage wird ganz anders unterrichtet, als es zu Zeiten der Eltern üblich war. Das Kind bzw. die Eltern wären vollkommen überfordert, sich jeweils an dem gegenteiligen Erlernten zu orientieren.

Hausaufgaben hatten zu meinen Zeiten immer den Sinn, mich an selbstständiges Lernen heranzuführen und mir die Sache so einzuteilen, dass auch auch ohne den Lehrer und ohne zeitlichen Druck alles erarbeiten konnte. Wenn dies mit Hilfe der Eltern vollzogen wird, kann dieses nicht dem Sinn zugeführt werden. Ggf. rief man mal einen Mitschüler an, wenn es irgendwo stockte.

Auch die Zeit war wichtig. Ich machte diese meistens nach dem Mittagessen, da mir der Stoff noch präsent war. Je weiter ich das rausschob, umso schwieriger wurde es und man hat am anderen Morgen von einem Mitschüler abgeschrieben.

Meine Mutter schaute auch mal gelegentlich drüber, lobte aber meistens nur meine sehr gute Handschrift, die ich nach ihrem Bekunden von ihr wohl geerbt habe. Die Blöße, nichts zu verstehen, gab sie sich nicht..

Ein anderes Modell ist die Ganztagsschule - dort wird immer geholfen. Aber einen Abschluss eines solchen Abiturs wird doch sehr oft belächelt...
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