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Franz Xaver Winterhalter - Ausstellung in Freiburg

Franz Xaver Winterhalter - Portraitist der High Society

Von wize.life-Nutzer - Montag, 04.01.2016 - 21:02 Uhr

Bis zum 20. März 2016 wird im Augustinermuseum die spektakuläre Werkschau von Franz Xaver Winterhalter (1805-1873) gezeigt, die in dieser Fülle in Deutschland noch nie zu sehen war. Bedeutende Leihgaben aus London, Paris, Versailles, Wien, Warschau und Berlin zeigen insgesamt über 100 Objekte und großformatige Gemälde. Darunter auch das verloren geglaubte Gemälde von Kronprinzessin Olga von Württemberg (1822-1892) das 2006 für die stolze Summe von 1,58 Mio. Euro für das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart ersteigert werden konnte.

Das Gemälde von Franz Xaver Winterhalter entstand 1856 und zeigt Olga Nikolajewna Romanowa als junge Frau in einem weißen Ballkleid mit Rosenblüten im Schoß. Für Tilmann von Stockhausen hat Winterhalter die glamouröse Schönheit „grandios in Szene gesetzt“. Die Tochter des Zaren Nikolaus I. heiratete am 13. Juli 1846 in Sankt Petersburg den Thronfolger und späteren König Karl von Württemberg. Das Portrait hing im Arbeitszimmer von Olgas Gemahl und war für rein private Zwecke. Ganz so, wie das wohl berühmteste Bild Winterhalters, das Portrait von „Sissi“, das in der Wiener Hofburg gegenüber dem Arbeitstisch von Kaiser Franz Joseph I. auf einer Staffelei stand. Die strahlende Erscheinung Olgas, die überall Bewunderung auslöste wirkt dank „Winterhalters Inszenierungskunst“ bis ins 20. Jahrhundert.

Seine Portraits waren ätherisch. Sie faszinierten das Publikum „mit der Schönheit und Prominenz der Modelle“ sowie dem Luxus und der Eleganz der Roben. Seine Modelle, eingehüllt in schneeweißen Seidentüll, feine Lyoner Seide, europäische Spitzen oder „andere Virtuositäten der Textilveredelung“ wurden von Winterhalter gekonnt arrangiert und inszeniert.Der Schwarzwälder Bauernbub, der es geschafft hat, sich bereits im Alter von nur 29 Jahren auf höfischem Parkett zu bewegen, arbeitete über 20 Jahre lang für Queen Victoria und Prinz Albert in England. Victoria bezeichnete ihn als „interessanten, freundlichen und unkomplizierten Mann“, der ihr persönlich Zeichenunterricht erteilte und weit mehr als 100 Gemälde für das englische Königshaus fertigte. Zu Beginn des zweiten Kaiserreichs wurde in Frankreich unter Napoleon III. Kaiserin Eugénie zu seiner wichtigsten Auftraggeberin. Seine Portraits wurden auf Porzellan, als Wandbehänge, Miniaturen und Skulpturen umgesetzt und zahlreiche Kopien der gefragten Portraits machten den Namen Winterhalter zu einem Markenzeichen und Maßstab für guten Geschmack.

Die umfassend große Präsentation des Malers aus dem Schwarzwald ist vom
28. November 2015 bis 20. März 2016 im Augustinermuseum in Freiburg,
vom 17. April 2016 bis 14. August 2016 im Museum of Fine Arts in Houston/ Texas und vom 17. September 2016 bis 15. Januar 2017 im Palais de Compiègne bei Paris zu sehen.

www.freiburg.de/pb/,Lde/714132.html

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