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Offener Brief an  einen Hetzer

Offener Brief an einen Hetzer

12.05.2018, 18:38 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es ist doch der Wahnsinn. Da wird in Regensburg stundenlang der Domplatz gesperrt, weil ein paar Rechtsextremisten gegen den Islam hetzen. Herr Michael Stürzenberger, Sie haben doch gemerkt, das wir Regensburger von Ihnen nichts wissen wollen. Sie hatten definitiv kein Publikum. Ihre zwölf Angestellten, die als Publikum fungierten, hätten Sie auf Ihrem Balkon einladen können oder auf eine Grillparty. Aber dass die Regensburger Polizei für ihre „Braune-Sumpf-Veranstaltung“ mit zwei Handvoll politisch Rechtsverirrten den Domplatz sperren mussten, das war nicht verhältnismäßig. Das müssten sogar Sie einsehen. Der Regensburger Domplatz gehört definitiv uns Regensburger Bürger und nicht Ihnen. Ich wurde von einigen angesprochen, was Ihre Veranstaltung überhaupt soll? Niemand verstand diese blödsinnige Aktion, dieses Islamhetzgelaber, was jeder auch zu Hause in einschlägigen braunen Blogs nachlesen kann. Sie und ihre Mitstreiter, werden niemals für das deutsche Volk stehen. Schauen Sie lieber einmal ins Grundgesetz und beschäftigen Sie sich mit unseren demokratischen Werten. Solange es Menschen gibt, die sich gegen Ihren Islamhass auflehnen, solange funktioniert der demokratische Geist in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa.

Sie bezeichnen sich als Islamkritiker und legen Wert darauf, dass sie nicht als Rassist bezeichnet werden. Leider konnten wir ihre Worte auf der Gegen-Demo hören. Sie haben wieder bewiesen, dass sie vom Islam kaum Ahnung haben. Vielleicht haben sie keine Zeit, sich mit dem Islam zu beschäftigen. Das kann man auch nicht von jedem Verlangen. Der Islam kann allerdings nur kritisiert werden, wenn man den Islam kennt, wenigstens ein bisschen. Der Koran lehrt, Allah ist näher als die Halsschlagader. Darum ist er auch näher als der Imam in der Moschee. Sie beschränken Ihre Sicht auf eine politisierte Ideologie, wie sie leider in islamistischen fundamentalistischen Kreisen gepflegt wird, und bieten den Zuhörern ein Schreckenszenario einer Terrorreligion, die im Auftrag Mohammeds Ungläubige tötet. Weil Sie solch einen Unsinn verbreiten, müssen Sie die komplette Geschichte des Osmanischen Reiches verschlafen haben, was ich außerordentlich bedauere.

Wenn Terroristen im Namen des Islam morden, heißt es noch lange nicht, dass diese Religion das Morden lehrt. Alles kann missbraucht werden, auch eine Religion. Der Marxismus wurde auch missbraucht. In den Kreuzzügen und in Inquisitionsprozessen wurde das Christentum missbraucht. Wir machen deswegen nicht Jesus verantwortlich. Mohammed ist auch nicht für den modernen Terrorismus verantwortlich.

Wir leben in einem säkularen Staat, in dem jede Religion ausgeübt werden darf. Wenn Sie das verstanden haben, betrachte ich das als Erfolg. Kommen Sie nicht wieder nach Regensburg, wenn Sie nur hetzen wollen. Das interessiert uns einfach nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Stauder

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24 Kommentare

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Danke für diese klaren Worte!
  • 14.05.2018, 13:12 Uhr
Bitteschön.
  • 14.05.2018, 13:43 Uhr
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  • 13.05.2018, 16:50 Uhr
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Einfach nur gut.
  • 12.05.2018, 22:59 Uhr
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Super Bericht...DankeMartin.
  • 12.05.2018, 22:01 Uhr
Bitteschön.
  • 13.05.2018, 12:12 Uhr
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  • 12.05.2018, 21:38 Uhr
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passt...
  • 12.05.2018, 21:01 Uhr
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Einfach gut, Martin!
  • 12.05.2018, 20:59 Uhr
Dankeschön.
  • 13.05.2018, 12:12 Uhr
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Chapeau! ... für deine klare und eindeutige Ansage gegen rechte Hetzer!
  • 12.05.2018, 20:34 Uhr
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  • 12.05.2018, 20:29 Uhr
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  • 12.05.2018, 19:43 Uhr
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