Teil II des Desasters -  Sarrazins Welt oder  Fehler und nicht  "(F)ererbbar ...
Teil II des Desasters - Sarrazins Welt oder Fehler und nicht "(F)ererbbare DummheitenFoto-Quelle: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?search=Jesus+Minarett&title=Special:Search&go=Go&searchToken=bqsi208y83t2kv8p98zb9v5cc#/media/File:Damaskus,_Omayadenmoschee,_Ansichten_vom_Moscheehof_mit_wei...

Teil II des Desasters - Sarrazins Welt oder Fehler und nicht "(F)ererbbare Dummheiten

Beitrag von wize.life-Nutzer

Das ist die Fortsetzung von Teil I

Inzwischen wurden ganz amtlich acht Fehler entdeckt
Es geht um das Buch: Thilo Sarrazin: Feindliche Übernahme ....

Anmerkungen zu Kapitel 2
Die islamische Staatenwelt von Arabien bis Indonesien

Als ich auf Seite 74 von den „Djimmis“ las, dachte ich an „Und Jimmy ging zum Regenbogen“, ein Roman von Johannes Mario Simmel. Nein, Sarrazin meinte die Kopfsteuer, die richtigerweise „Dhimmi“ genannt wird. Die großen christlichen Kirchen haben gelernt, andere Religionen als gleichberechtigt zu akzeptieren. In der muslimischen Welt gilt das nicht als selbstverständlich, denn Juden und Christen werden immer noch als als Dhimmi, als Schutzbefohlene angesehen. Christen und Juden werden vom Islam toleriert, aber eben nicht auf Augenhöhe gleichberechtigt nebeneinander wahrgenommen. Islamistische Fundamentalisten betrachten Christen und Juden aber als Ungläubige. Salafistische Dschihadisten (der sog. IS) verüben sogar terroristische Anschläge auf die sog. Ungläubigen. Islamisten sind nicht tolerant gegenüber gemäßigten Muslimen, die einfach nur ihre Religion ausüben wollen und mit unser demokratischen Rechtsordnung gut zurechtkommen.

Sarrazin zeichnet ein Schreckensgespenst der islamischen Sklaverei. Der sogenannte Dschihad habe sich untrennbar mit der Jagd nach Sklaven vermischt. Keine Ahnung warum Sarrazin nicht auf den Koran Bezug nimmt, der die Sklavenhaltung regelt. Auch von Buchari ist ein Hadith überliefert, in dem Mohammed zitiert wird:

„Eure Sklaven sind eure Brüder. Gott hat sie unter euren Befehl gestellt. Wer nun die Oberhand über seinen Bruder hat, der soll von dem zu essen geben, was er selbst isst, und ihm Kleidung geben, die er selbst trägt. Tragt ihnen nicht auf, was ihre Kraft übersteigt. Und wenn ihr es doch tut, so helft ihnen!“

Sure 4,36 erläutert, dass man neben den Eltern, Verwandten, den Armen u.a. auch die Sklaven gut behandeln soll. Ein Sklave soll auch verheiratet werden ( Sure 24,32). Als Sühne für die Tötiung an einen Gläubigen, soll ein Sklave freigelassen werden ( Sure 4,92) usw.

Seit dem ausgehenden Mittelalter gibt es, so Sarrazin keine Nennens werten Erfindungen im technisch -wissenschaftlichen Bereich. Abu Ali al-Hasan ibn al-Haitham erfand die Lupe leider schon um 1000 nach Chr. In neunten Jahrhundert entstand in Bagdad unser heutiges Ziffernsystem und Mohammed hat so etwas ähnliches wie eine Zahnbürste benutzt. Im 17. Jahrhundert bekamen wir endlich von ihnen den Kaffee. Unter den Nobelpreisen für Chemie und Physik und Medizin gab es keinen Preisträger aus einem Muslimischen Land. Dafür bekamen den Literaturnobelpreis Orhan Pamuk, Nagib Mahfuz. Immerhin ist Ali Ahmad Said, besser bekannt unter dem Namen Adonis, ein berühmter Lyriker und Salman Rushdie ist auch nicht gänzlich unbekannt und Feridun Zaimoglu, ein deutscher ...

Berühmt im Orient ist die Kalligraphie und 1001 Nacht. Im neunten Jahrhundert n. Chr., in Europa war es noch finsteres Mittelalter, da übersetzten Gelehrte im "Haus der Weisheit" in Bagdad griechische Philosophen. Immerhin. Diejenigen Islamhasser, die den Islam als im Mittelalter steckengeblieben für rückständig halten, sollten wissen, dass sie gerade im Mittelalter dem Westen überlegen waren, der sich mit Pest, Teufel und Cholera herumärgern musste. Vielen haben den "Medicus" von Noah Gordon. Wohin ist der Medicus gereist? Nach Isfahan (Persien), weil die dort in Medizin hochentwickelter waren als die in Westeuropa.

Anmerkungen zu Kapitel 3:
Problemzonen islamischer Gesellschaften

Der Autor mit den vielen Fehlern hat sich in seinem Erstling "Deutschland schafft sich ab" schon über Dummheit ausgelassen und hat gepredigt, Deutschland wir dümmer, weil islamische Migranten zu uns einwandern. Dass diese Dummheit auf der Dummheit des Autors beruht, gilt als erwiesen. Ethnische Gruppen sind genetisch verschieden, darum seien sie unterschiedlich intelligent, behauptete Sarrazin damals. Dass er sich damals geirrt hatte, müsste er doch innerhalb von nun acht Jahren mitbekommen. Sarrazin hat in dieser Behauptung definitiv unrecht. Der "Spiegel" schrieb 2010: "Mittlerweile haben auch Molekularbiologen herausgefunden, dass die Hautfarbe nichts mit der Intelligenz zu tun hat: Zwei Menschen gleicher Hautfarbe können sich genetisch stärker unterscheiden als zwei Menschen unterschiedlicher Hautfarbe.“ Es gibt keine biologischen Ursachen von Intelligenz. Nun gräbt er in seinem neuen Buch wieder in den Sumpf von 2010. Auf Seite 144 schreibt er den wahrscheinlich dümmsten Absatz.

„Die Fakten rund um das jetzt schon 800 Jahre währende Zurückbleiben der islamischen Welt in Wissenschaft und Technik stehen ja fest, und es gibt keine Fakten ohne Ursachen. Solange man diese Ursachen nicht im Genetischen sucht und eine »Erbdummheit der Muslime« ausschließt, bleibt nur der kulturelle Einfluss des Islam.“

Wie kann er sich solch einer Formulierung bedienen, die ein FAZ-Redakteur erfunden hat, der behauptete, solch eine »Erbdummheit« schaffe sich ab in Deutschland. Wobei der Redakteur Christian Geyer hier mehr recht behält als Sarrazin, weil es eine vererbbare Dummheit eben nicht gibt. Diese gibt es nur bei Sarrazin. Nun gut, manche Leute lernen langsam oder überhaupt nicht. Sarrazin hat sich immer noch nicht von rassistischen Ideen des 19. Jahrhunderts gelöst. Francis Galton (1822 – 1911) war Naturforscher, Schriftsteller und einer der Väter der Eugenetik. Er wandte als Erster empirische Methoden auf die Vererbung geistiger Eigenschaften, insbesondere der Hochbegabungen an. In seinem Werk "Hereditary Genius" (1869) schreibt er über Möglichkeiten, wie man eine Rasse verbessert. Die diversen Rassentheorien, einige hielten sich noch in der Zeit der Nationalsozialisten, sind aber heute veraltet und haben keine wissenschaftliche Bedeutung mehr. Kurz und gut: Niemand glaubt mehr an so was. Vielleicht ist Sarrazin einer der wenigen, die sich noch damit anfreunden können.

Verwandtenheirat (Seite 160)

Ja, sie gibt es in islamischen Ländern, obwohl der Koran das untersagt.

Hier mal die Übersetzung von Rudi Paret (hatSarrazin gelesen) Sure 4,23, die Verwandtenheirat untersagt.

„Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits oder mütterlicherseits, die Nichten, eure Nährmütter, eure Nährschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich im Schoß eurer Familie befinden (und) von (denen von) euren Frauen (stammen), zu denen ihr (bereits) eingegangen seid, – wenn ihr zu ihnen noch nicht eingegangen seid, ist es für euch keine Sünde (solche Stieftöchter zu heiraten) – und (verboten sind euch) die Ehefrauen eurer leiblichen Söhne. Auch (ist es euch verboten) zwei Schwestern zusammen (zur Frau) zu haben, abgesehen von dem, was (in dieser Hinsicht) bereits geschehen ist. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.“

Sarrazin schreibt, Sure 33, Vers 50, ermutige zur Verwandschaftsheirat:

„Prophet! Wir haben dir erlaubt: Deine Frauen, denen du ihre Morgengabe gezahlt hast, deine Sklavinnen, die dir Gott als Beute zukommen ließ; die Töchter deines Vaterbruders und deiner Vaterschwestern; die Töchter seines Mutterbruders und deeiner Mutterschwestern; die Frauen, die mit dir ausgewandert sind; eine gläubige Frau, wenn sie sich selbst dem Propheten schenkt, falls der Prophet sie zu heiraten wünscht...“

Ein beliebtes Thema, was auch in der „Feindlichen Übernahme“ zu lesen ist, ist die Angelegenheit mit der Unterdrückung der Frau, Seite 173.

Der Islamwissenschaftler Ahmad Milad Karimi meint, die Behauptung, im Koran werde zur Unterdrückung und Erniedrigung der Frauen aufgerufen, sei gar nicht so leicht zu finden. Der Prophet sagte, «Der Beste unter euch ist derjenige, der am besten zu seiner Frau ist.»

Trotzdem zählt Sarrazin Beispiele auf, in denen Frauen in muslimischen Ländern benachteiligt werfden. Das muss nun nicht wegen dem Koran sein, ist es mit Sicherheit auch nicht, sondern liegt in den patriachalische Strukturen gegründet, die in vielen muslimischen Ländern vorherrschen.

Kleine Bemerkung zwischendurch: Ich kann nicht alle Themen ansprechen, die im Buch vorkommen, es wäre einfach zu umfangreich. Aber um folgendes Thema komme ich nicht herum: Antisemitismus im Islam.

Auf Seite 229 schreibt Sarrazin, der Antizionismus sein tatsächlich ein Antisemitismus.

Seitdem im Libanonkrieg 1982 Muslime mit Nazis gleichgesetzt wurden, um die Vorgehensweise der Israelischen Armee zu legitimieren, »wird immer wieder suggeriert, dass zwischen der Judenvernichtung im „Dritten Reich“ und der arabischen Haltung gegenüber dem Staat Israel Gemeinsamkeiten bestünden.« (Fiedler). Vorwürfe wurden laut, Mohammed wäre an sich schon ein Antisemit gewesen. Hamad Abdel-Samad damönisiert in seinem Buch »Mohamed – eine Abrechnung« den Propheten als einen Vorläufer Hitlers, der zu seinem Lebenszeiten schon einen Holocaust organisiert haben soll.

Arabern einen Antisemitismus vorzuwerfen erscheint unsinnig, zumal Arabers selbst Semiten sind. Zum Ende der Reconquista nach das Osmanische Reich etwa 300000 aus Europa fliehende Muslime auf, weil den in Spanien verbliebenen Juden eine christliche Zwangstaufe bevorstand und sie bei weiterer Ausübung ihrer Religion von Christen getötet wurden. Bei den Streitereien zwischen Juden und Arabern neueren Datums geht es nur »um das Eigentumsrecht am Land der ehemaligen britischen Kolonie Palästinas.« (Fiedler).
Sarrazin weist darauf hin, das immer häufiger jüdische Schüler von muslimischen Mitschülern angegriffen werden und verweist im Anhang auf den Fall des 14 jährigen Ferdinand vom April 2017.
Dieser Fall sei aber keine Ausnahme, so Sarrazin, und verweist auf eine Stimmungsumfrage vom Juli 2017, welche das American Jewish Committe durchführen ließ.

„2017 gab es Seehofer zufolge einen leichten Anstieg antisemitischer Straftaten – um 2,5 Prozent auf 1504 Fälle. Insgesamt reduzierten sich die fremdenfeindlichen Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 28,4 Prozent.“

Was die Kriminalität angeht, ist Deutschland sicherer geworden. Die meisten antisemitischen Straftäter kommen aus der politisch rechten Ecke.

Hier geht es zum Teil III des Desasters