Die Netflix-Serie "Spuk in Hill House" begünstigt Angststörungen.
Die Netflix-Serie "Spuk in Hill House" begünstigt Angststörungen.Foto-Quelle: Netflix

Alle reden über "Spuk in Hill House": Diese Netflix-Serie kann zu Angststörungen führen

News Team
Beitrag von News Team

Die Netflix-Serie "Spuk in Hill House" ist momentan in aller Munde. Die Produktion wird von den Kritikern hoch gelobt und verleitet dadurch auch Horror-Neulinge hineinzuschauen. Mit fatalen Folgen: Die Serie verleitet zu Angststörungen.

Die Serie "Spuk in Hill House" wird schon jetzt als eine der besten Netflix-Serien überhaupt gehandelt. Selbst der Horror-Guru Stephen King nennt die Produktion laut "Welt" einen Geniestreich. Seit 12. Oktober kann man sich die Serie auf dem Streaming-Portal Netflix anschauen.

Serie begünstigt Angststörungen

Wie der Titel schon vermuten lässt: Es wird gruselig! Im Zentrum der Handlung steht die Familie Crain, die Anfang der 1990er Jahre in ein altes, leerstehendes Haus einzieht. Nachts wird die Familie von Untoten terrorisiert. Auch dass sie das Haus verlassen, kann den Horror nicht stoppen. Im Jahr 2018 werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.


Diese Serie ist nichts für Schwache nerven! Vielen Zuschauer geht die Serie zu nah, auch körperlich. Das führt zu drastischen Reaktionen. Nicht wenige berichten von Schlafstörungen und Übelkeit nach dem Serienkonsum. Angsttherapeut Klaus Bernhardt bestätigt gegenüber der "Welt": "Wer die Serie zu intensiv schaut, kann sich unter Umständen eine Angststörung einhandeln."

Die Struktur von Serien ist Schuld

Das liegt am Phänomen "Binge Watching". Dabei werden innerhalb kürzester Zeit alle Folgen einer Serie konsumiert, wobei eine regelrechte Sucht entwickelt wird. Netflix setzt schon lange auf dieses Konzept. Selbst seine neu erscheinenden Eigenproduktionen veröffentlicht das Portal am Stück. Auch bei "Spuk in Hill House" wurden alle zehn Folgen der ersten Staffel gleichzeitig online gestellt.

Eine Angststörung wird auch durch Cliffhanger innerhalb der Serie gefördert. Dabei werden bestimmte Handlungsstränge nicht aufgelöst, sodass der Zuschauer diese selbst zu Ende denken muss. Deshalb beschäftigt sich das Gehirn auch noch nach dem Anschauen mit der Materie und wird dadurch überlastet. Es beschäftigt sich nur noch mit solchen erschreckenden Dingen und blendet das Schöne aus.

"Wir trainieren unser Gehirn über Stunden auf Wachsamkeit vor bösen Überraschungen", sagt Bernhardt gegenüber der "Welt". "So entwickeln wir dann neue neuronale Pfade, die nur eine Aufgabe haben. 'Pass auf. Und kontrolliere alles was kommt auf mögliche Gefahren.' Auf die Dauer macht das krank."

Wie kann man die Angststörung überwinden?

Eine Angststörung, die durch "Spuk in Hill House" ausgelöst wurde, muss von alleine wieder vergehen. Erst wenn man aufhört die Serie zu schauen, kann das Gehirn wieder zur Ruhe kommen. Sobald man sich nicht mehr mit der traumatisierenden Thematik beschäftigt, werden die Symptome der Angststörung wieder weniger. Wer aktiv etwas dagegen tun möchte, kann versuchen mit einer besonders lustigen Serie entgegen zu steuern.