Prinz Charles feiert am 14. November seinen 70. Geburtstag
Prinz Charles feiert am 14. November seinen 70. GeburtstagFoto-Quelle: princeofwales.gov.uk

Der Mann mit den gebügelten Schnürsenkeln - und andere Fakten über Prinz Charles zum 70. Geburtstag

News Team
Beitrag von News Team

Prinz Charles feiert heute seinen 70. Geburtstag. Wann und ob er jemals seiner 92-jährigen Mutter, Königin Elizabeth II, auf den Thron folgen wird, ist unklar. Fest steht aber: Prinz Charles, den sie in England "quirky" nennen und damit auf eine liebenswerte Verschrobenheit anspielen, ist immer für ein kurioses Gerücht gut. Nicht jedes stimmt. Einige aber schon. Wussten Sie zum Beispiel, dass...

… Prinz Charles jeden Tag mit frisch gebügelten Schnürsenkeln unterwegs ist?


Für den Prinzen werden jeden Morgen die Schnürsenkel gebügelt, verriet Dianas ehemaliger Butler Paul Burrell in der Dokumentation „Serving the Royals: Inside the Firm“. Auch der Schlafanzug des Prinzen wird demnach allmorgendlich gedämpft.

Das offizielle Jubliäumsfoto: Prinz Charles mit seiner Familie im Garten von Clarence House
princeofwales.gov.uk/Chris JacksonDas offizielle Jubliäumsfoto: Prinz Charles mit seiner Familie im Garten von Clarence House

… und auch sonst bei der Morgentoilette ziemlich eigen ist?


In eben diesem Film sprach Butler Paul Burrell auch darüber, dass Prinz Charles morgens ein paar Eigenheiten pflege: So müsse der Stöpsel der Badewanne stets auf eine ganz bestimmte Weise eingedreht sein. Bevor der (vermutlich) nächste König Englands zur Zahnbürste greife, haben demnach seine Butler die Menge an Zahncreme darauf schon exakt dosiert: Genau einen Inch müsse der Zahnpastastreifen lang sein, das sind etwa 2,5 Zentimeter.

... Sie ein Original des Künstlers Charles kaufen können - für ein paar Euro?


Zwei Jahre vor der Geburt seines ältesten Sohnes William veröffentlichte Prinz Charles 1980 ein Kinderbuch: „The Old Man of Lochnager“. In der kurzen Geschichte geht es um einen alten Mann, der in einer Höhle am Berg Lochnager in Schottland lebt. Das Buch erschien auch auf Deutsch. Der Verlag sprach von einer „wundervoll skurrilen und phantasievollen Geschichte“. Ausgedacht haben soll Prinz Charles sie sich für seine jüngeren Brüder Andrew und Edward, denen er sie während einer Schiffsreise auf der königlichen Yacht „Britannica“ erzählt haben soll. Das Kinderbuch ist übrigens bei Online-Buchhändlern noch immer erhältlich - für ein paar Euro gibt es ein Original aus der Feder des Autors HRH The Prince of Wales, der daneben auch zahlreiche andere Bücher über seine Lieblingsthemen geschrieben hat - über Gärten, Architektur und Ökologie.

... Sie ihn auf ein ziemlich schräges Gerücht nie, nie, nie ansprechen sollten?

Sollten Sie dem Prinzen jemals persönlich begegnen, sprechen Sie ihn bloß nicht auf ein Gerücht an, das sich seit Jahren hartnäckig hält. Es lautet: Auf allen Reisen habe der britische Thronfolger stets einen ganz bestimmten Gegenstand dabei - seinen eigenen Toilettensitz. Klingt ziemlich schräg. Ist aber: nicht wahr. Stellte Prinz Charles erst im Frühjahr in einem Radiointerview klar. Darauf angesprochen, reagierte der 70-Jährige auf royale Weise verschnupft, um nicht zu sagen: sauer. Das sei "Crap", sagte er, zu Deutsch: völliger Blödsinn. Man solle nicht alles glauben, was man so über ihn höre, sagte er in dem Interview.

Prinz Charles bei einer Windsurf-Regatta im Jahr 1978
princeofwales.gov.ukPrinz Charles bei einer Windsurf-Regatta im Jahr 1978

… er ein notorischer Lichtaus-Knipser ist?


Umweltschutz ist für Prinz Charles ein Herzensanliegen. Seit über 40 Jahren arbeite er mit Regierungen, Unternehmen und Wohlfahrtsorganisationen zusammen, um seinen Beitrag für eine nachhaltige Lebensweise zu leisten, heißt es auf seiner Homepage. Dort listet er auf, was er persönlich dafür tut, um die Emissionen durch Treibhausgase zu reduzieren. Und den Energieverbrauch in seinen Residenzen Highgrove, Birkhall und Llwynywermod zu senken. Dazu gehöre auch, sicherzustellen, dass die Angestellten stets das Licht ausschalteten, wenn es nicht mehr gebraucht werde. Dazu passt die Anekdote, dass Charles selbst durch das Anwesen läuft, in dem er sich gerade aufhält, um das Licht auszuknipsen.

… Sie beim Prinzen wohnen können?

Llwynywermod ist eines der Anwesen, das Prinz Charles mit seiner Ehefrau Camilla bewohnt. Das aufwändig renovierte einstige Kutscherhaus aus dem 13. Jahrhundert liegt in Wales, nahe des Nationalparks Brecon Bacon und gehörte einst zu einem inzwischen verfallenen Herrenhaus. Llwynywermod hat drei Schlafzimmer und ist umgeben von einem üppigen Garten. Wenn Charles und Camila nicht gerade dort sind, können es Touristen als Ferienhaus anmieten. Eine Woche kostet etwa 700 Pfund (knapp 800 Euro).

Prinz Charles und Diana mit ihrem ältesten Sohn William
princeofwales.gov.ukPrinz Charles und Diana mit ihrem ältesten Sohn William

… sein Name so lang und kompliziert ist, dass sich selbst Diana bei der Trauung 1981 verhaspelt hat?

Der vollständige Name von Charles ist ein Zungenbrecher und lautet: His Royal Highness Prince Charles Philip Arthur George, Prince of Wales, KG, KT, GCB, OM, AK, QSO, PC, ADC, Earl of Chester, Duke of Cornwall, Duke of Rothesay, Earl of Carrick, Baron of Renfrew, Lord of the Isles and Prince and Great Steward of Scotland.
Imposant. Ob es die Länge des Namens war, oder einfach nur Aufregung - auf jeden Fall verhaspelte sich Diana bei der Trauung am 29. Juli 1981. In der St. Pauls Kathedrale sprach sie von „Philip Charles“ statt korrekterweise von „Charles Philipp“.

... er eine Mahlzeit komplett auslässt?

Auf seiner Homepage heißt es lapidar: "The Prince does not eat lunch", der Prinz isst nichts zu Mittag. Warum er diese Mahlzeit auslässt, wird jedoch nicht verraten.

... dass er einen elektrischen Luxus-E-Schlitten nutzt?

Zu Terminen in London lässt sich Prinz Charles per Elektroauto fahren. Wobei: Auto. Das trifft es nicht ganz: Der Prinz nutzt vielmehr einen elektrischen Jaguar.

... und ziemlichen Käse in seinen Aston Martin pumpt?

Seinen Aston Martin ließ der Thronfolger umrüsten, so dass er mit E85 Bioethanol betankt werden kann. Der Sprit stammt nach Angaben von Prinz Charles aus Nebenprodukten, die bei der Wein- und Käseherstellung anfallen.