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Balthus, Detail des Gemäldes "Therese, träumend", 1938

Kunst verstehen: Der "umstrittene" Maler Balthus

Von wize.life-Nutzer - Samstag, 16.02.2019 - 20:00 Uhr

Balthus zählt zu den "umstrittensten" Maler 20. Jahrhunderts. Zeit seines Lebens entzog er sich dem Kubismus, dem Surrealismus und weiteren Kunstrichtungen. Er blieb seiner figurativen Malerei immer treu, trotzdem war er ein exzentrischer Aussenseiter und liebte skurrile Auftritte. Er lernte aber auch Armut, die Pariser Boheme kennen und pflegte viele Freundschaften mit "Berühmtheiten" wie z.B.: Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Pierre Bonnard, Andre Derain, Federico Fellini, Klaus und Thomas Mann, Jean Cocteau, Vladimir Nabokov usw.

Junge "unschuldige" Mädchen an der Schwelle der Pubertät, traumwandelnd zwischen Unschuld und erotischen Fantasien waren Balthus grosses Thema. Bei Balthus wurden stets kleine Brüste und das haarlose Geschlecht präsentiert. Damit zog er sich manchen heftigen Zorn von Kritikern und Moralisten zu.

In seinen ruhevollen, aber auch spannungsreichen Arbeiten begegnen sich Gegensätze wie Wirklichkeit und Traum, Erotik und Unbefangenheit, Sachlichkeit und Rätselhaftigkeit, sowie Vertrautes und Unheimliches.

Zur Künstlerbiografie

Balthus sagte einmal: "Wenn ich einen Pinsel in der Hand halte, habe ich das Gefühl, die Welt zu beherrschen".

Der polnisch-deutsch-französische Maler Balthasar Klossowski de Rola, alias Balthus (der Tipp kam von Dichter Rainer Maria Rilke) wurde am 29.(!) Februar 1908 in Paris geboren. In seiner Biografie befanden sich einige Geheimnisse - so nannte er sich auch "Le Comte de Rola". Er war der zweite Sohn des Kunsthistorikers und Malers Erich Klossowski und der deutsch-jüdischen Malerin Elizabeth Dorothea Spiro, genannt Baladine. Zusammen führten sie einen Kunstsalon in Paris und später in Berlin.

Nach ihrer Trennung - keine Scheidung - zog die Mutter mit den Söhnen Balthasar und Pierre nach Bern und später nach Beatenberg/Schweiz (1920). Hier wurde sie zur Geliebten des Dichters Rainer Maria Rilke - es wurde sogar gemunkelt er wäre Balthus Vater, aber Patenonkel wurde er und er schlug auch den Künstlernamen "Balthus" vor, der schließlich blieb. Auch erkannte er früh die künstlerische Begabung und förderte die Weiterentwicklung. Als Elfjähriger "erzählte" Balthus eine hinreissende Bildergeschichte, die von einer vergeblichen Suche nach seiner geliebten Katze "Mitsou" handelte, in 40 S/W-Federzeichnungen. (Erschienen 1921 als Buch mit einem Vorwort von Rilke).

Der junge Balthus wuchs in Paris, Berlin, Genf und Bern auf. Die illustren Freunde seiner Eltern wurden seine Mentoren. Mit 16 Jahren beschloss er, Maler zu werden. Auf Anraten von Pierre Bonnard begann er, große Meister im Louvre zu kopieren, aber auch Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter.

Im Jahre 1924 war Balthus Bruder Pierre in Paris und arbeitete auf Rilkes Vermittlung seit 1923 als Sekretär von Andre Gide. Zwei Jahre später verbrachte Balthus den Sommer in Italien und studierte als Autodidakt die Frührenaissance und erlangte eine frappierende Fertigkeit beim Kopieren alter Meister (z.B.: Fresken von Piero de la Francesco). Am 29. Dezember 1926 verstirbt Rainer Maria Rilke in der Schweiz! In Bern 1928 machte Balthus die Bekanntschaft von Antoinette de Watteville, die Schwester seines Freundes Robert. Ein Jahr später hielt er sich in Berlin auf und lernte Bertolt Brecht, George Grosz, Rudolf Schlichter und weitere Künstler und Schriftsteller kennen.

Militärdienst in Marokko

Seinen französischen Militärdienst mußte Balthus von Oktober 1930 bis Dezember 1931 in Kenitra und Fes/Marokko ableisten. Im Spätherbst 1932 lebte er dann wieder in Paris und begann mit Illustrationen zu Emily Brontes Roman "Wuthering Heights" - Im Jahre 1933 entstand sein "wichtiges" Gemälde "Die Straße" (Bildergalerie Bild 4).

Am 2. April 1937 erfolgte dann "endlich" seine Heirat mit Antoinette de Watteville in Bern. Durch den Ausbruch des II. Weltkrieges 1939 wurde Balthus eingezogen und wurde an die Front/Elsass geschickt. Nach einer Beinverwundung und einem Nervenzusammenbruch wurde er endgültig 1940 vom Militär entlassen. Es erfolgte 1942 dann die Umsiedlung in die Schweiz und die Geburt des ersten Sohnes Stanislas - 1944 die Geburt des zweiten Sohnes Thaddeus. Balthus schloss 1945 eine Freundschaft mit dem Verleger Albert Skira und begegnete Andre Malraux. Zwei Jahre später zog Balthus Frau Antoinette mit beiden Söhnen nach Genf - das Ehepaar trennte sich und ließ sich erst 1966 scheiden. Er blieb in Paris und entwarf jetzt eine große Anzahl von Theaterkostümen und Bühnenbilder.

1961 ernannte Andre Malraux Balthus zum Direktor der Academie de France in Rom (Villa Medici). Auf diesem Posten blieb er bis 1977, denn die Restaurierung der Villa begann. 1962 besuchte er Japan und lernte Setsuko Ideta (geb. 1943), eine japanische Malerin, kennen, die wenig später zu Balthus nach Rom zog. Er begann 1969 sogar nach Fotografien zu malen. Aber in Tokio wurde am 3. Oktober 1967 geheiratet und im April 1973 wurde Tochter Harumi geboren. Das imposante Grand Chalet in Rossiniere (Kanton Waadt/Schweiz) aus dem 18. Jahrhundert kaufte dann die Familie. Hier malte und empfingen sie Berühmtheiten und Künstler aus ganz Europa. Das Gebäude ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Während der Biennale in Venedig 1980 stellte Balthus 26 Gemälde aus seiner Zeit von 1933 bis 1980 aus.

Am 18. Februar 2001 starb Balthus in Rossiniere in der Schweiz (sein Bruder Pierre am 12. August). Er hinterließ ein Werk von rund 350 Gemälden und über 1600 Zeichnungen. Übrigens: Kein deutsches Museum besitzt ein Gemälde von ihm und die Kunstgeschichte hat sich nur maginal mit ihm beschäftigt - trotzdem war er 1977 Teilnehmer der documenta 6 in Kassel. 1991 erhielt er für sein Lebenswerk das Praemium Imperiale.

Ab 1934 gab es Skandale

Paris: Im April 1934 erfolgte Balthus erste Einzelausstellung in der Pariser Galerie Pierre Loeb, die zu einem "Skandalerfolg" wurde.

Essen:Eine für April 2014 geplante Ausstellung mit Fotoarbeiten von Balthus im Museum Folkwang Essen wurde abgesagt. Es drohten wegen Pädophilie-Vorwürfen juristische Probleme und die Schließung der Ausstellung.

New York: Der Hashtag #Metoo ("sexuelle Belästigung") geht derzeit um die Welt. Die Schauspielerin Alyssa Milano hatte Frauen dazu aufgerufen unter dem Hashtag #Metoo ihre Geschichte zu erzählen, wenn sie Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Und das haben Millionen Frauen gemacht.

Die #MeToo-Debatte geht weiter: Eine Online-Petition fordert, dass ein New Yorker Museum das Bild von Balthus, der auffällig häufig junge Mädchen in zweideutigen Posen malte, abhängt oder zumindest einordnet. Die Darstellung mache Kinder zum Sexobjekt.

Wirbel um ein angeblich anstössiges Werk des Malers Balthus im New Yorker Metropolitan Museum (Met): Ab Dezember 2017 haben mehr als 10 000 Menschen per Online-Petition gefordert, dass das Bild abgehängt werde. "Therese, träumend" aus dem Jahr 1938 zeigt ein junges Mädchen auf einem Stuhl sitzend, ein Knie ist angewinkelt, die Unterwäsche sichtbar. "Es ist verstörend, dass das Met so ein Bild stolz zeigt", schreibt die Organisatorin der Petition, Mia Merrill. Sie wolle nicht, dass das Bild zerstört oder zensiert wird, aber fordere eine Abhängung oder zumindest mehr Kontext, beispielsweise in der Beschreibung neben dem Werk.

Das Metropolitan Museum lehnte eine Entfernung des Bildes ab. "Momente wie dieser bieten eine Möglichkeit für Konversation und Kunst ist eines der bedeutendsten Mittel, das wir haben, um über die Geschichte und die Gegenwart nachzudenken, und die anhaltende Entwicklung unserer Kultur durch informierte Diskussion und Respekt für kreativen Ausdruck zu ermutigen", hiess es in einer Stellungnahme des Museums.

Eine wichtige Feststellung

Der Maler Balthus hat sich keinerlei Übergriffe auf seine Modelle schuldig gemacht, zumal sich die Szenen im engsten Bekanntenkreis stattfanden.

Zur Bildergalerie

Bildergalerie Bild 1/Aufmacherbild: Detail (oben) aus dem Balthus-Gemälde "Therese, träumend" von 1938. Das Bild ist in Öl auf Karton gemalt, aber dann auf Holz aufgezogen, besitzt die Maße 100 mal 81 Zentimeter und ist im Besitz des Metropolitan Museum of Art, New York.

Bildergalerie Bild 2: Gesamtbild des Balthus-Gemälde "Therese, träumend" von 1938. Trotz der Vielseitigkeit des balthusischen malerischen Schaffens war sein Markenzeichen "Junge, unschuldige Mädchen". Bei diesen Motiven faszinierten den Künstler vor allem die Selbstvergessenheit und die kindliche Unbekümmertheit vor dem Erwachsenwerden. Aber beim Betrachter eines solchen Bildes kann eine "verführerische Erotik" entstehen - dieses Bild ist dafür ein ganz prominentes Beispiel.

Es ist nicht genug, dass wir dem Mädchen, das entspannt, ein Knie aufgestützt, auf einem Stuhl sitzt, unter den Rock blicken, ihre weiße Unterhose sehen, während sie, träumend, vielleicht auch abwehrend, den Kopf abwendet – dann muss auch noch eine Katze im Bild sein, die genüßlich Milch aus einem Teller schlürft, direkt unter dem Schoß des Mädchens!

Bildergalerie Bild 3: Das Foto und das Gemälde von Balthus mit dem Titel "Therese" von 1938". Balthus' Lieblingsmodell Therese Blanchard, etwa zwölf Jahre alt, von 1936 bis 1939. Sie wirkt nachdenklich, insichgekehrt und doch abwesend, vielleicht auch gelangweilt durch die vielen Mal-Sitzungen. Trotzdem nimmt sie in dem Sessel des Balthus-Ateliers aber eine lässige ungezwungene Haltung in ihrem roten Jackett und dem schlichten dunkelgrünen Rock ein.

Bildergalerie Bild 4: Das Gemälde "Die Straße von 1933", in Öl auf Leinwand in einem Format von 195 mal 240 Zentimeter gemalt, befindet sich heute im Metropolitan Museum of Art, New York. Der Künstler bevölkerte hier mit Fantasiefiguren einen existierenden Pariser Platz (Saint-Germain-des-Pres, legendäres Kunst- und Literatenviertel, 6. Arrondissement (Luxembourg)). Hier wurden in der Tradition der "Imitatio Christi", die in der Revolution durch die Guillotine Hingerichteten gestellt. (Übrigens: die erste Guillotine wurde im Auftrag von Sanson hier von dem deutschen Klavierbauer Tobias Schmidt aus der Rue Saint-André-des-Arts konstruiert). Auch war in der Nähe die Schlosserei, in der die erste Schneide für die Guillotine hergestellt wurde.

Eine optische Dominanz erzielt im Bild der weiße "Brett-Träger", der an Kreuzigungs-Motive erinnert und auf ganz speziellem Wunsch wurde das "mit-sich-kämpfende-Liebes(?)Pärchen" (links) im Jahre 1955 von Balthus modifiziert, denn dieses Gemälde sollte ja ohne Skandal ausgestellt werden - ursprünglich befand sich hier eine obzöne Szene mit dem Männer-Griff in den Schritt des Mädchens. Nachdem damals Balthus das Gemälde fertig gestellt hatte, schrieb er in einem Brief "wohl mein erstes wichtiges Bild (...), und es ist mir gelungen genau das zu sagen was ich wollte".

Bildergalerie Bild 5: "Akt mit Katze" von 1949. Diagonal, fast über die gesamte Bildfläche reicht der sinnliche Mädchen-Körper. Als Modell diente die 19jährige Laurence Bataille und dieses Motiv "beim Spielen mit einer Katze" ist das wohl gelungenste dieser Bilder-Serie. Die Person am Fenster ist Nebensache, während aber das Sonnenlicht den "Venus-Körper" umspielt. Vom roten Schuh des linken Beines bis zum nachhintengestreckten linken Arm wird eine totale Entspannung und Gelöstheit gezeigt - mit einer "lächelnden Katze".

Bildergalerie Bild 6: Dieses Schockbild "Die Gitarrenstunde" von 1934 durfte Balthus nur dreimal ausstellen. Motiv: In einer bürgerlichen Umgebung liegt ein junge Schülerin, die Gitarren spielen lernen will, mit entblößtem Geschlecht auf dem bekleideten Schoß einer reifen Musiklehrerin. Die Mädchenaugen sind verdreht und zeigen Angst. In der Verzweiflung greift die linke Hand des Mädchens nach dem Nippel des entblösten Lehrerinnenbusens - der anderen herabhängenden Mädchenhand ist sogar die Gitarre entglitten. Die Lehrerin zerrt an den Haaren ihrer Schülerin und "spielt" an deren Geschlecht. - In diesem gewalttätigen Liebesakt schwingen Missbrauch und Bestrafung! Das Balthus-Gemälde findet bei Kunstkritikern folgende Interpretation: "In dieser lesbischen Szene zwischen einer erwachsenen Frau und einem halbwüchsigen Mädchen schlägt unübersehbar das Motiv der Pieta durch, des Leichnams Jesu auf dem Schoß der Mutter – bloß auf eine verkehrte Weise. Während das Geschlecht des gemarterten Jesus stets verhüllt bleibt, wird es bei Balthus, zu einem weiblichen Geschlecht geworden, entblößt, als Zeichen einer martyrisierten Lust".

Bildergalerie Bild 7: "Der König der Katzen" (1935). In einem seiner wenigen Selbstporträts stellte sich hier der 27jährige Balthus elegant und mit "überlangen" Beinen vor. Nach vorausgegangenen turbulenten Jahren (extrem langwieriges Werben um Antoinette de Watteville, der Schwester seines Freundes Robert -- Misserfolg seiner ersten Ausstellung -- Nervenzusammenbruch -- Selbstmordversuch) hatte er sich allmählich wieder gefangen und schlüpfte nun in eine Dandyrolle. Keine Malerattribute wie Pinsel, Palette und Farben sind zu sehen, nur eine beschriftete Leinwand an einen Hocker gelehnt mit dem Text: "Ein Portrait von S.M. (Seine Majestät) dem König der Katzen gemalt von ihm selbst, anno MCMXXXV" (1935). Und da Katzen in seinen Werken sehr oft auftreten - so auch hier. Am rechten Bein schubbert der verdrehte Kopf einer kräftigen Tigerkatze, mit einem Blick zum Bildbetrachter. Aber eine Raubtierpeitsche liegt auf dem Hocker (Ist doch nicht alles gezähmt?).

Bildergalerie Bild 8: Balthus schuf in Rom im Jahre 1965/1966 "Das türkische Zimmer". Im Februar 1961 wurde er vom französischen Kultusminister Andre Malraux zum Direktor der Academie de France mit Amtsitz in der Villa Medici in Rom berufen. Seine hier entstandenen Kaseinfarben-Arbeiten sind eine "kulturelle Abbildung" und eine Huldigung an seine japanische Frau Setsku Ideta, die er auf seiner Japanreise 1962 kennen lernte. Die Motive in den Villaräume sind der Tradition der großen Odalisken des 19. Jahrhunderts gewidmet.

Balthus' Werk

Sein Werk ist durch das intellektuelle und vielsprachige Ambiente geprägt, in dem er aufwuchs: Rainer Maria Rilke wurde sein Mentor, Sturmhöhe von Emily Bronte beschäftigte ihn genauso wie die Welt von Lewis Carrolls Alice im Wunderland. Er pflegte Freundschaften mit Antonin Artaud und Alberto Giacometti – in späten Jahren auch mit David Bowie oder Bono. Sein Bruder Pierre Klossowski, Sekretär von Andre Gide, war Übersetzer von Friedrich Hölderlin und Walter Benjamin, seine Auseinandersetzung mit De Sade äußerte sich in mehreren Schriften.

Balthus’ Werk umfaßt seine frühen Auseinandersetzungen mit dem Quattrocento über seine Arbeiten im Umkreis vom Surrealismus bis hin zur figurativen Sachlichkeit zwischen Frankreich, dem deutschsprachigen Raum und Italien bis hin zu seiner Beschäftigung mit Ostasiatischer Kunst.

Links:

(Balthus-Biografie)
https://www.fondationbeyeler.ch/file...s_final.pdf

(Balthus Stiftung (engl.))
http://www.fonds-balthus.com/en/lhistoire.php

(Grand Chalet)
https://www.swissinfo.ch/ger/balthus...weiz/613282

(Rossiniere)
https://de.wikipedia.org/wiki/Rossini%C3%A8re

(Was ist Pädophilie?)
https://www.schicksal-und-herausford...aedophilie/


Map-Data:
Metropolitan Museum of Art - Balthus - 11 W 53rd St, New York, NY 10019, USA


2 Kommentare

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Schwierig, Volker, ganz schwierig.
Ich mag realistische Kunst eigentlich mehr als abstrakte. Und da gibt es ja soviele Spielarten wie Fotorealismus und alle Arten der leichten Verfremdung. Balthus ist von der Technik her beeindruckend, aber die Sujets finde ich nicht gut. Es gab immer Akte in der Kunst, es gab schockierende Akte, aber sich auf sehr junge Frauen als Thema so festzulegen, ist um es vorsichtig zu formulieren, sehr eigen.
Ich verstehe gut, dass in sozialen Netzwerken keine Abbildungen von Kindern gezeigt werden sollen, um nicht Pädophilen Vorschub zu leisten. Denn wie und welche Wirkung da erzeugt wird, hat man nicht mehr in der Hand.
Ich denke, dass die Debatte über Sexualisierung in der Kunst und im Kunstschaffen wie der Filmbranche uns sensibilisiert hat und das war gut so. Also, Zweispalt bei mir, was Balthus angeht...
Alles Gute Dir!
Valentin
Lieber Valentin - danke für Deine Stellungsnahme! Du wirst sicherlich beim Lesen meines Beitrages gemerkt haben, dass auch ich schwanke. Aber für mich ist Balthus schon ein "seriöser" Künstler und nicht nur ein "Lustmolch" - deshalb auch mein Textabschnitt "wichtige Feststellung"! So etwas muß wize.life einfach tolerieren! - In diesem Sinne einen lieben künstlerischen Gruß von Volker
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