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Alt und Jung.
Alt und Jung.Foto-Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Wir sind klein und ihr seid alt VOX-Sendung bringt Kinder und einsame Senioren zusammen

Von News Team - Donnerstag, 14.02.2019 - 10:30 Uhr

Mit "Wir sind klein und ihr seid alt" startet VOX ein einzigartiges und sehr berührendes Generationenprojekt: In der neuen Doku-Reihe treffen zehn aufgeweckte Vierjährige auf einsame Senioren, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben.

Neue Sendung bei VOX

In insgesamt drei Folgen dokumentiert der Kölner Sender das Projekt, bei dem die völlig unterschiedlichen Altersgruppen sechs Wochen lang Zeit miteinander verbringen und das für die Senioren vor allem eins bereithält: ganz viel kindliche Leichtigkeit und Lebensfreude. Die erste von drei Folgen der Dokumentation "Wir sind klein und ihr seid alt" zeigt VOX am 18.02.2019 um 20:15 Uhr.

Sybille (l.) und Ewelina beim Spielen.
Sybille (l.) und Ewelina beim Spielen.Foto-Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Senioren sind einsam

Nach dem Tod ihres Mannes leidet die 85-jährige Helga unter Einsamkeit und der Monotonie des Alltags. "Früher war ich ausgefüllt und meine Familie war mir nah", erzählt sie und gesteht ein, sich trotz regelmäßiger Besuche nicht mehr gebraucht und als Teil der Familie zu fühlen.

Auch an Babette (80) nagt das Alleinsein, das sie mit vielen Senioren in Deutschland teilt. "Am Anfang habe ich gedacht, du bist hierhergekommen, um zu sterben", so die Rentnerin, die sich durch die Kinder neuen Lebensinhalt erhofft.

Der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer begleitet das Generationenprojekt gemeinsam mit anderen Experten aus Medizin und Altersforschung und weiß:

Einsamkeit ist das Schlimmste, das einem passieren kann. Sogar Krankheiten werden dadurch schlimmer.

Projekt sorgt bei den Rentnern für Aufregung

Bevor das Generationenprojekt starten kann, werden alle Senioren medizinisch und psychologisch untersucht, um am Ende die Auswirkungen des Zusammenseins mit den Kindern auf den seelischen und körperlichen Zustand beurteilen zu können. Im Vorfeld sind die Erwartungen der Rentner gemischt. "Ich denke, dass ich für die Kinder vielleicht zu langweilig bin", sorgt sich Rita (79) trotz aller Vorfreude. Ähnlich geht es Helga:

Wenn die Kinder mich nicht mögen, wäre ich sehr traurig.

Dann ist es soweit: Die Kinder kommen zu ihrem ersten Besuch vorbei. Beim Aufeinandertreffen im Activity Room, der sechs Wochen lang Treffpunkt für Jung und Alt sein wird, herrscht auf beiden Seiten erst einmal Unsicherheit - bis die 84-jährige Marlene die Initiative ergreift und als Erste auf die Kinder zugeht.

Kinder morgens auf dem Weg zu den Senioren.
Kinder morgens auf dem Weg zu den Senioren.Foto-Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Ihr Mut wirkt ansteckend: Nach und nach trauen sich auch die anderen Senioren und die Offenheit der Vierjährigen hilft ihnen, mit den Kleinen in Kontakt zu kommen. "Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt", urteilt Helga nach einer kurzen Zeit mit den Kindern und erzählt begeistert:

Ein kleines Mädchen hat mich von Herzen angestrahlt. Man ist so froh, wenn man wieder als Mensch wahrgenommen wird.

Die Generationen profitieren voneinander

Schnell gewöhnen sich die beiden Generationen aneinander. Dabei müssen sich die Senioren auch auf teils indiskrete Fragen der Kinder einstellen. "Warum hast du so Kreuze an deinen Backen", fragt Christian die 84-jährige Marguerite beim Anblick ihrer Falten im Gesicht. "Weil ich so alt bin", antwortet ihm die Rentnerin, die mit der kindlichen Neugier der Kleinen umzugehen weiß.

Am Ende des ersten Tages ist die Vorfreude auf die weiteren Wochen des Projekts bei den Kindern nicht zu bändigen. So geht es auch den Senioren - eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts. "Ziel ist, dabei zu bleiben", erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer.

Ausgelassene Stimmung bei Helga und Christian.
Ausgelassene Stimmung bei Helga und Christian.Foto-Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Nach wenigen Wochen trägt das Generationenprojekt erste Früchte: Franz, der mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer ist, blüht dank der Kindergartenkinder richtig auf. Zu dem kleinen Christian findet er einen besonders guten Draht. "Der Franz ist mein Freund", urteilt der Vierjährige, der Zuhause nur noch von dem rüstigen Rentner spricht.

Wie gut Franz der Kontakt zu seinem kleinen Freund tut, kann er bisher nur erahnen. Der Senior zeigt sich skeptisch und glaubt nicht daran, dass sich neben der emotionalen Bindung auch an seiner körperlichen Fitness etwas verbessern könnte. Dass er zu diesem Zeitpunkt bereits enorme Fortschritte gemacht hat, ist Franz allerdings noch nicht klar.

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