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Lawrence Franks gestand seine Frau mit einer Eisenstange getötet zu haben.

Mann tötet demente Ehefrau und wählt den Notruf – TV-Doku fängt erschütternden Moment ein

Von News Team - Freitag, 10.05.2019 - 18:57 Uhr

Eine TV-Dokumentation der BBC in einer Notrufleitstelle soll den stressigen Alltag der Telefonisten zeigen. Doch mit diesem Anruf hatte niemand gerechnet. Ein 84-jähriger Mann rief an und gestand, seine demente Ehefrau mit einer Eisenstange erschlagen zu haben.

"Ich habe meine Frau getötet. Sie kann nicht gehen. Sie ist inkontinent und ich komme damit nicht zurecht. Deshalb habe ich sie getötet", so die ersten Worte des Mannes.

Lawrence Franks, ein ehemaliger Rettungsschwimmer, und seine Ehefrau Patricia waren 62 Jahre glücklich verheiratet. Als es ihr gesundheitlich immer schlechter ging, kümmerte sich der 84-Jährige rührend um seine zwei Jahre ältere Frau. Doch mit der Zeit, wurde auch für den alten Mann die Anstrengung zu groß. Patricia hätte demnächst in eine Pflegeeinrichtung ziehen sollen. Es war unausweichlich. Und es war ihr allergrößter Albtraum.

Deshalb griff Franks eines Tages verzweifelt zur Eisenstange und töte sie in einem "Akt der Gnade", wie er es selbst nannte. Die Mitarbeiter der Notrufhotline bat er, dass die Polizei ohne Sirenengeheul komme, da nebenan ein kleines Mädchen seinen Geburtstag feiere. Die Party wolle er nicht ruinieren.

Verminderte Schuldfähigkeit


Franks wurde schließlich angeklagt. Er bekannte sich des Totschlags schuldig. Ärzte bestätigten dem alten Mann jedoch verminderte Schuldfähigkeit. Und auch der Richter hatte Mitleid mit dem Täter.

Ihre Frau hatte große Angst vor dem Pflegeheim. Das betonte sie immer wieder. Und das war auch Ihre ehrliche Sorge.

Es seien außergewöhnliche Umstände gewesen, die eine Strafmilderung rechtfertigen. Denn Franks sei bis dato ein unbescholtener Mann mit einem guten Charakter gewesen.

Hier geht's zum dramatischen Anruf

Die Tötung ihrer Frau war gesetzeswidrig und das Gericht muss sich daran erinnern, dass niemand das Recht auf Leben untergraben darf. Aber Sie haben einen guten Charakter und haben nicht vorsätzlich gehandelt. Es war eine spontane Tat. Und Sie waren ehrlich überzeugt, aus Gnade zu handeln.

Franks wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, bekam für den Haftantritt jedoch einen Aufschub von zwei Jahren. Der Mitarbeiter der Notrufleitstelle nahm sich eine Auszeit. Es war bereits das zweite Mal in seinem Leben, dass er einen solchen Horror-Anruf erhalten hat.

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