Trauerratgeber – Kerzen und Licht
Trauerratgeber – Kerzen und LichtFoto-Quelle: Gudellaphoto - Fotolia

Trauerratgeber – Kerzen und Licht

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Einen geliebten Menschen zu verlieren ist nicht einfach. In Zeiten der Trauer können Rituale dabei helfen, mit dem Schmerz besser umzugehen. An dieser Stelle beginnt daher unsere Reihe über hilfreiche Trauerrituale. Lassen Sie sich von unseren Ideen anregen und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Menschen.

Kerzen und Licht

Kerzen spielen weltweit eine große Rolle in der Trauerkultur. Kerzenlicht vermittelt das Gefühl von Geborgenheit und Wärme, Trost und Hoffnung, aber auch von Feierlichkeit und Andächtigkeit.

Bedeutung des Kerzenlichts

Je nach Kultur kann die Kerze auch verschiedene Bedeutungen haben. Im christlichen Glauben steht das Kerzenlicht für die ewige Existenz Gottes, sowie das ewige Leben und die Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Im Buddhismus stehen die Kerzenlichter für die verschiedenen Energiezentren des Menschen, die durch Meditation und ein gerechtes Leben nacheinander geöffnet werden und ebenso leuchten wie die Flamme der Kerze.

Kerzenrituale bei der Trauerfeier

Kerzen können an vielen Stellen zum Einsatz kommen. Während der Trauerfeier, als Grablicht oder im Alltag als Form des stillen Gedenkens. Bei der Trauerfeier kann zum Beispiel für jedes Lebensjahr ein Licht angezündet werden. Oder jeder hinzukommende Gast entzündet eine neue Kerze. Ein griechischer Brauch ist das Totenlicht: dabei wird Öl und Wein in ein Glas gefüllt, entzündet und brennt während der gesamten Trauerfeier.

Kerzenrituale am Grab

Am Grab erinnert das Grablicht daran, dass der Verstorbene nicht vergessen ist, sondern sein Licht in unserem Leben immer noch weiterleuchtet. Ist der Tod unerwartet und plötzlich eingetreten so können am Grab sinnbildlich für das abrupte Ende Wunderkerzen angezündet und abgebrannt werden.

Kerzenrituale im Alltag

Im Alltag kann man, auch außerhalb von Gedenktagen, einen kurzen Moment innehalten und sich beim Entzünden einer Kerze an seinen Liebsten oder seine Liebste erinnern. Diesen Moment muss man nicht alleine erleben, sondern kann ihn zum Beispiel zusammen mit Freunden oder mit seiner Familie teilen. Oder man veranstaltet in Gedenken an den Verstorbenen in enger Runde ein festliches Essen mit Kerzen und kann des Verstorbenen gedenken.

Gedenktage

An bestimmten Gedenktagen, etwa an Allerheilligen (1. November des Jahres), Allerseeligen (2. November des Jahres). Ewigkeitssonntag (letzter Sonntag vor dem ersten Advent) oder an einem eigens gesetzten Tag, werden auf den Gräbern und anderorts die Grablichter entzündet und symbolisieren, dass man jetzt gerade sehr intensiv der Verstorbenen gedenkt.

Virtuelles Licht

Es gibt viele Internetseiten, auf denen man die Erinnerung an den Verstorbenen wachhalten und zusammen mit anderen Menschen virtuell eine Trauerkerze entzünden kann. Gleichzeitig ist es möglich einen kurzen Text zum Verstorbenen zu erstellen.
Wer von dieser Form der Trauer Gebrauch machen möchte sollte sich vorab über mögliche Kosten informieren. In der Regel sind die Angebote jedoch meist kostenfrei.

Welche Erfahrung haben Sie mit dieser Form des Trauerrituals gemacht?