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Die kleine Stadt Teil 2

Die kleine Stadt Teil 2

14.02.2014, 17:44 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die kleine Stadt Teil 2

Man weiß ja nie sagten meine Eltern und die Eltern meines besten Kumpels, sicher ist sicher, ihr geht in den Religionsunterricht ! Das stank uns natürlich gewaltig an, denn wertvollste Freizeit, in Feld, Wald und Flur war somit nicht nur an einem Nachmittag sondern gleich an zwei Nachmittagen der Woche im Eimer.
Deswegen an zwei Nachmittagen weil der Unterricht nach Wohn- und Kirchenbereichen sortiert war.
Ich hatte Glück im Unglück, denn in der Domgemeinde war eine junge hübsche Katechetin bemüht aus uns Naumburger Heiden Christen zu machen. Mit Keksen auf den Tisch und lockerer Gesprächsführung , und einem Mädel aus meiner Klasse in die ich heimlich verliebt war, verging die Zeit recht schnell und selbst noch heute, ins Heidentum zurückgefallen ist einiges hängen geblieben. Welch Gegensatz zur Jakobskirche, in der mein Kumpel der Bekehrung zugeordnet war. Ein Pfarrer Gottschick, der wohl echt daran glaubte geschickt wurden zu sein, führte ein barbarisches Regiment. Auswendig lernen und Schnauze halten, nur den Stock traute er sich dann doch nicht mehr auf Händen und Gesäßen zu schwingen. Wie dem so war, mein Kumpel war zum Unterricht verdonnert und ich beschloss ihn, um dem an diesen Tag bestehenden Scheißwetter zu entgehen, zu begleiten. Das ging natürlich nur mit einer Lüge, die war, ich bin ganz neu in die Fischstraße gezogen, die gehörte zur Jakobskirche, Anmeldung kommt noch.
Noch war der Pfarrer hoch erfreut ein neues Schäflein seiner demütigen Herde zuzuführen. Wie gesagt noch .Auf der Tagesordnung stand die Erschaffung der Welt Adam und Eva, Kain und Abel und das Abfragen der Schäfchen was der liebe Gott so jeden Tag vollbracht hat. Gut der Stock knallte ein paarmal wutschnaubend auf den Tisch da die Welt bei manchen schon am dritten Tag fertig war , wohl in der Hoffnung damit den Unterricht hinter sich zu haben. Aber der Mehrheit waren dann doch so 4 bis 6 Tage zu entlocken. Auch Adam und Eva waren schnell bewältigt, na und dann, o.k , der Kain schlug den Abel tot. Und dann begann die Geschichte der Menschheit, mit seitenweises Zeugen und Zeugen und Zeugen. Und der fatalen Frage von mir wo Kain denn seine Frau her hatte, gab doch nur die Eva ? So achtkantig bin ich nie wieder irgendwo rausgeschmissen wurden. Mein Kumpel berichtete dann noch das Pfarrer Gottschick natürlich vergeblich nach dem Wohnort meiner Eltern suchte und letztendlich wohl froh war dieses schwarze vom Teufel geschickte Schaf nicht behüten zu müssen.

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1 Kommentar

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Wir hatten auch so einen, der nannte sich der Spätberufene. Er war als Soldat verschüttet worden und hat gelobt, wenn er überlebt, studiert er und wir Pfarrer. Die Kirchengemeine gewann unter ihm - das ist keine Frage. Aber für Kinder hatte er kein Händchen. Ohne Güte und wer von den neu eingestellten Kaplanen ihm nicht nachfolgte in der Art und Weise, wie man unterrichtete, flog, da fand er schon einen Grund. Schade, so verlieren die Kinder den Glauben - nur weil ein "Sturschädel" sorry für den Ausdruck, denkt brechen muss man, dabei ist geleiten besser. Manchmal kamen wir uns vor wie beim Barass, wie Opa das nannte - also zu Soldaten gedrillt.
Ich hatte das Glück auf eine andere Schule gehen zukönnen und so kam ich ihm aus.....
  • 16.02.2014, 10:04 Uhr
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