Die Last mit der Zeitumstellung
Die Last mit der Zeitumstellung

Die Last mit der Zeitumstellung

Beitrag von wize.life-Nutzer

In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend in die Zeitumstellung gequält. Bis zwei Uhr wach zu bleiben, um dann alle Uhren umzustellen, geht im Alter zunehmend an die Substanz.
Früher hab‘ ich die Zeitumstellung zelebriert und mich gemütlich auf die Couch gesetzt, ein Fläschchen Whisky in Reichweite, und als es zwei schlug, war ich stets der Lustigste. Jetzt bin ich nur noch müde …
Allein schon das Bild, in dem ich den Tisch vor mir sehe, auf dem ich alle Uhren des Haushalts bereit gelegt habe. Unglaublich, wa da zusammen kommt: Armbanduhren, Küchen- Kuckucks- und Eieruhr, die alte Taschenuhr von Opa, die Digitaluhr in der Körperfettwaage, die Computeruhr im C64 – sogar eine Badezimmeruhr haben wir! Viel Arbeit also, immer wieder.
Aber diesmal will ich’s ruhiger angehen lassen. Vorher schon mal schlafen, damit ich ausgeruht bin. Nur weiß ich noch nicht, auf wann ich den Wecker stellen muss. Nicht, dass ich eine Stunde zu spät oder zu früh aufwache. Ich muss mich da nochmal genau informieren.
Lediglich das Problem mit der Autouhr ist dauerhaft gelöst. Früher hab‘ ich sie ja immer einen Tag vorher in stundenlanger Arbeit ausgebaut, und dann ging sie überhaupt nicht mehr. Heute fahre ich in die Werkstatt und tu so, als wäre sie von allein kaputt gegangen. Das läuft dann prima alles über „Kulanz“.
Und auch die Wanduhr im Wohnzimmer ist schon intelligent erledigt: Sie ist rund und hängt an einem Haken. Je nach Jahreszeit wird sie nach der einen oder anderen Seite „geschieft“. Das wirkt zwar nicht sehr ordentlich, ist aber praktisch, und die Zeit stimmt recht schnell. Außerdem erinnert sie mich stets, dass da noch was ist …