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Wieviel kann ein Mensch ertragen? teil 2

08.04.2014, 00:01 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich sitz hier im Bett, es ist kurz vor Mitternacht und wieder eine Nacht ohne Schlaf...
Im 1.Teil hab ich ja schon einiges aus meinem Leben aufgeschrieben und nach Gerechtigkeit gefragt..
Nun, was ist denn schon gerecht?
Hab mir vor über 4 Wochen mein rechtes Knie durch eine Prothese ersetzen lassen. Nach ewigen Zeiten von Schmerzen, die immer stärker wurden habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Es war meine 42.Knieop. Ich ging in eine renommierte Klinik, mit gutem Ruf und "überall nur gutes gehört".
Schon beim Schmerzkatheder legen bei der OP Vorbereitung kam es zu den ersten Problemen. Nach 4 mal stechen war der Schlauch endlich in meinem Oberschenkel. Das Legen in der Leiste klappte schon beim 1.mal.
Beim Aufwachen war ich "überwach" und wurde ca. 10 mal nach dem Gefühl in meinem Oberschenkel gefragt. Ich hatte keins. Und ich habe bis heute keins. Nicht nur im Oberschenkel, sondern das Bein ist an der Außenseite in großen Teilen taub. Dadurch erreiche ich keine Stabilität im Bein und kann nicht laufen. Mein Knie ist Fußballgroß, mein Bein elefantengleich und die Schmerzen nehmen kein Ende. Auch meine vorbestehende starke RLS Erkrankung haben die Ärzte einfach unterschätzt. Dadurch musste ich einen sehr schweren Anfall dieser RLS Erkrankung aushalten und hatte stellenweise Todesangst. Durch die Krämpfe am ganzen Körper hatte ich zeitweise große Schwierigkeiten mit der Atmung. Panik breitete sich aus und ich musste über eine Stunde warten, bis sich Narkoseärzte mit der Behandlung einig waren.Alles in allem dauerte der Anfall ca. 4 Stunden und ich erhielt ein Medikament, das 10 mal stärker ist, als das bisherige gegen diese Nervenerkrankung. 2 Tage nach diesem Anfall wurde ich entlassen. Kein Neurologe hat mich in der Klinik gesehen oder mit mir die weitere Vorgehensweise besprochen. Von den zu früh gezogenen Schmerzkathedern mal ganz abgesehen... es sind einfach Fehler an Fehler passiert. Klar, das mal ein Fehler unterlaufen kann... Ärzte sind auch nur Menschen. Doch das diese Fehler immer und immer wieder gemacht werden... ich während einer Woche Aufenthalt mind. 3 Vorkommnisse aufzählen kann... Nein, das sprengt wohl den Rahmen. Und nun? Ich kann nur mit Mühe schlafen, kann nicht laufen, schleiche mit dem Gehwagen wenigstens bis ins Bad und kurz ins Wohnzimmer und bin danach so kaputt, das ich Stunden schlafe... was für ein Leben. Was für eine Lebensqualität. Ohne meine Familie kann ich nicht mal auf die Toilette gehen. Unglaublich und würdelos.
Morgen muss ich zum Neurologen. Weiter weg, damit ich sicher bin, nicht auf einen Klinikarzt zu treffen. Denn die Klinik mauert. Man tut so, als wäre alles ok und völlig normal. Nicht nur eine Frechheit, sondern richtiggehend menschenverachtend nenne ich so ein Verhalten. Es geht doch eigentlich um den Patienten und nicht alleine um den Geldbeutel des Arztes oder der Klinik, oder?

6 Kommentare

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HALLO GUTEN MORGEN! Meine Situation ist leider unverändert! Habe nun meinen Rollstuhl und bin wenigstens ein wenig "mobiler".. nun haben wir einen Pflegeantrag gestellt. Die ganze Lage dauert nun schon 7 Wochen und wir alle sind ziemlich am Ende. Es ist anstrengend... für jeden Beteiligten. Meine Tochter möchte nur das Beste für mich, hat aber auch noch ihr eigenes Leben! Mein Männe zerreißt sich schier vor lauter Hilfe, doch seine Selbstständigkeit leidet. Und ich selbst? Möchte niemanden zur Last fallen und brauche doch immer und immer wieder Hilfe.. mal abgesehen von den Dauerschmerzen... es ist unglaublich mühsam und kräfteraubend... wie wird es nur weitergehen? Wieso muss ich das alles nur ertragen?
  • 17.04.2014, 08:05 Uhr
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Ein liebes Hallo an euch alle! Hatte gerade ein Arztgespräch... ein Phlepologe. Er stellte massive Probleme in den inneren Venen fest und auch der Nerv spricht überhaupt nicht an. Somit brauche ich nun dringend einen guten Neurologen,der mich medizinisch untersucht und keinen Psychater (wie ja die Tage erlebt). Außerdem gibt es da so eine richtig gut wirkende Kur, die ich aber aus eigener Tasche bezahlen müsste, da die Kasse nur auf die "Hammer" Tabletten zur Blutverdünnung setzt. Diese können dann aber den Erguß im Knie noch massiv vergrößern und somit drückt der dann wieder auf den Nerv, der eh schon nicht mehr reagiert... Teufelskreis pur. Nachdem ich aber mit meiner EU Rente nun wirklich haushalten muss, wovon sollte ich denn diese "gute" Kur bezahlen? Na ja, wieder ein Problem mehr.... Liebe Grüsse
  • 11.04.2014, 16:00 Uhr
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HALLO AN EUCH ALLE! Vielen lieben Dank für euren Zuspruch und euren lieben Worte! Leider geht es mir nicht besser und ich weiß momentan nicht weiter. Die KK prüft und ich warte auf ein Wunder. Zu Ärzten hab ich keinerlei Vertrauen mehr und mein Neurologen Termin - auf den ich so sehr gehofft hatte - ging völlig in die Hose. Der gute Mann war ein Psychater und nachdem er mich nach Selbstmordabsichten gefragt hatte... war mich alles klar. Dies alles ist ihm zu kompliziert und er möchte mich gerne in die Klinik überweisen. Hallo, ich bin körperlich krank... doch ich habe in einer psychatrischen Klinik absolut nichts verloren. Natürlich bin ich auch seelisch angegriffen, doch wer wäre das nicht ? Also bin ich nun auf der Suche nach einem Neurologen,der mich einfach medizinisch untersucht und mich informiert inwieweit mein Nerv noch zu retten ist. So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Ich bin mit allen Dingen auf meine Familie angewiesen... leider. Liebe Grüsse
  • 11.04.2014, 08:56 Uhr
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HALLO IHR LIEBEN! Vielen herzlichen Dank für eure Anteilnahme. Die verganegene Nacht war wieder mal Horror und mein Bein kommt mir vor wie ein Fremdkörper. Ich werde ja heute den Neurologentermin wahrnehmen und dann mal sehen wie es weitergeht. Nachdem ich nun die AOK eingeschaltet habe und einen (oder mehrere) Behandlungsfehler vermute, wird in der Klinik unheimlich gemauert. Ich kann nicht verstehen, das Ärzte nicht so viel Mumm aufbringen Fehler zuzugeben und vor allem dafür zu sorgen, das die richtige Behandlung eingeleitet wird. Stellt euch mal vor, ihr holt euer Auto aus der Werkstatt und die Bremsen wurden falsch eingebaut?! Sofort nach dem Unfall beginnt die Haftungsklage für die Werkstatt, oder? Wozu, verdammt nochmal, gibt es denn die Versicherung der Ärzte, wenn ein Patient, der sich durch die Fehler sowieso schon unglaublich quält, auch dann noch völlig unnötige Barrieren überwinden muss um zu seinem Recht zu kommen?! Liebe Grüsse
  • 08.04.2014, 10:26 Uhr
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Liebe Heidi
ich wünsche dir viel Kraft und das du heute einen Schritt weiter kommst.
Liebe Grüße Renate
  • 08.04.2014, 08:13 Uhr
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liebe Heidi,
da ist wohl alles schief gelaufen, was nur schief laufen kann.
Geh in eine andere Klinik und lass Dich dort nochmal untersuchen und Deinen
Zustand bestätigen. Dann geh zum Anwalt und hör nicht auf zu kämpfen. Auch wenn es aussichtslos erscheint. Gib nicht auf.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke und die Unterstützung Deiner Familie.
  • 08.04.2014, 07:24 Uhr
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