Der Schmetterlingsstrauch-oder ruhe in mir

Beitrag von wize.life-Nutzer

"Wir schützen und beschützen dich"sagten die violetten Blütendolden zu den kleinen Schmetterling.Der kleine Flügel,der so dünn und durchsichtig war,war verwundet."Wir werden mit den Tautropfen,die jeden Morgen an unseren Blüten sind,deine Wunden benetzen",sagten die Rispen und wiegten sich im Winde."Ich liebe euch und danke euch für die Salbung meines kleinen Flügels"hauchte der Schmetterling.Der zarte dünne Körper zitterte.Mit leiser Stimme fing der Schmetterling zu erzählen an.
Wie schön war es damals,der Himmel so blau,wie ich nie gesehen habe.Die Wellen des Meeres und das rauschen,das von irgendwoher kam,betörten meine Sinne.War es ein Stein oder eine grosse Muschel,ich wusste es nicht .Wo ich saß war hart und groß,ich wusste es nicht."Was machst du hier auf meinen Rücken"?,hörte ich eine etwas rauhe aber sanfte Stimme."Oh,verzeih,aber wer bist du"?Nein so etwas ist mir noch nie passiert.So viele Jahre lebe ich hier.Tag aus Tag ein schwimme ich von einem Meer ins andere,von einem Ozean in den anderen.Alle Tiefen des Meeres habe ich gesehen.Vorüber an Korallenriffen,vorüber an Seesternen vorüber an Seeigeln und vorüber an vielen Schiffen ,die am Meeresgrund liegen,bin ich gekommen.Und du kleines Wesen kennst mich nicht."ich bin nicht von hier"hauchte der Schmettrling.Mein zu Hause ist weit weg.Ein grosser wunderschöner Strauch mit grossen violettenBlütenrispen,die auf langenStengeln sich im Winde wiegen,da bin ich zu Hause.Jeden Morgen trank ich aus diesen kleinen Kelchen einen guten Nektar,der nur für mich bestimmt war."Was hast du hier auf deinen vorderen Fuß"?Wiegroß die Narbe ist! Hat es sehr weh getan,damals,alses passierte?"Ja es war ,als ob ich sterben müsste"sagte die rauhe Stimme."Du kannst nicht sterben."dein Panzer schützt dich.Er ist hart und deinem Körper kann niemand etwas antun"."So ist es nicht".Draußen im weiten Meer da strecke ich meine Arme und Beine aus.Und weißt du,die sind nicht hart und verwundbar.Wenn das Meer tobt kann es schrecklich sein."Deine Narbe werde ich mit meinen Fühlern benetzen.Deine Arme werde ich streicheln,deinen Kopf werde ich liebkosen.Bleib doch hier bei mir.Zusammen werden wir stark sein,zusammen werden wir lachen,zusammen werden wir weinen.....nur zusammen"."Was sagst du da,du kleines Ding,du mit deinen durchsichtigen Flügeln.Das Meer wird dich töten.Schon eine kleine Woge ,und du bist nicht mehr da.Wie töricht und unerfahren du bist.Du kennst nicht die Härte,in der ich lebe und in der ich zu bestehen habe.Du kennst nicht mein Leben.Da ist kein Platz für Zärtlichkeit,kein Platz für Empfindsamkeit,kein Platz für Liebkosungen-nur Platz für das Bestehen,nur Widerstand zu leisten den stürmenden,aufgewühlten,tosenden Weiten des Meeres.Sei nicht traurig,ich werde an dich denken,wenn mir diese Wunde schmerzt.Niemand hat mich so sanft benetzt,wie du das tatest.Eine Schildkröte und ein Schmetterling gehören nicht zusammen.
Das meine liebenBlüten ist meine Geschichte,die mir die linke Seite des Flügels gebrochen hat.Deckt mich zu und schließt eure violetten Blütenrispen über mir.

Untergreuth28, 9582 Latschach auf der Karte anzeigen:
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