Intuition – wir wissen viel mehr, als wir denken
Intuition – wir wissen viel mehr, als wir denken

Intuition – wir wissen viel mehr, als wir denken

Christine Kammerer
Beitrag von Christine Kammerer

Manchmal, meistens wenn wir uns mit ganz anderen Dingen beschäftigen, scheint im Geist spontan eine Lösung auf. Ein Gedankenblitz, ein kleiner Funke, und wir wissen:



Heureka, das ist es!

Meist überrascht uns die Einfachheit der Lösung. Sie war so naheliegend, als hätte uns nur ein hauchdünnes Blatt von der Antwort getrennt. Meist ist es der Verstand, der uns den Weg zur Intuition verstellt.

Wir sind überhaupt allzu oft mit dem Kopf bei der Sache, haben verlernt auf unser Gefühl zu lauschen, auf die innere Stimme , die uns immer wieder und mit erstaunlicher Treffsicherheit den Weg weist. Wir schenken unserer Intuition selten wirklich Vertrauen, beachten sie normalerweise gar nicht so recht. Und übersehen durch diese Unachtsamkeit die vielen, kleinen, bedeutsamen Dinge des Alltags. Die überraschenden Begegnungen, die merkwürdige Zufälle und Eingebungen.

Das sichere Gefühl für das Richtige
Wir haben mitunter das sichere Gefühl, dass wir vom gewohnten Weg abweichen sollten. Zum Beispiel im Straßenverkehr. Oder es treffen sich unsere Blicke mit denen eines Fremden für den Bruchteil von Sekunden und wir spüren: dieser Mensch hat uns etwas zu sagen. Oft wagen wir nicht, Kontakt aufzunehmen, weil uns eine anerzogene Zurückhaltung bremst. Wenn wir dann über unseren Schatten springen und auf den anderen zu gehen, stellt sich mitunter unmittelbar ein Gefühl der gegenseitigen Verbundenheit ein, eine seelische Schwingung auf gleicher Frequenz.

Die innere Stimme flüstert unentwegt
Diese Schwingung ist die Frequenz der Intuition. Die leise Stimme, tief in unserem Inneren und oft verschüttet, flüstert unentwegt. Doch niemand lehrt uns, auf das Bauchgefühl zu lauschen oder unsere natürlichen Instinkte und Empfindungen überhaupt wahr zu nehmen. Wir vertrauen lieber auf unsere rationalen Gaben. Schon, weil wir von klein auf darin bestärkt werden. In unseren Wahrnehmungen oftmals gar nicht ernst genommen werden von anderen, die uns glauben machen wollen, dass uns unsere Sinne trügen. Weil sie selbst nicht mit ihrer Intuition verbunden sind oder aber, weil sie gute Gründe haben, uns ein X für ein O vorzumachen.

Auch Intuition kann irren…
Alte Glaubenssätze und Verhaltensmuster, Abhängigkeiten und Illusionen, von denen wir nicht lassen wollen oder können, sind dafür verantwortlich, dass wir gerne glauben, was uns wortreich versichert wird und uns dafür in unseren Wahrnehmungen verunsichern lassen. Und auch künftig nicht mehr darauf vertrauen. Doch wir tun gut daran, unsere innere Stimme Ernst zu nehmen.

Natürlich kann auch die Intuition uns in die Irre führen. Dann ist unser Kopf ein guter Ausgleich. Sollen wir den Einflüsterungen nachgehen? Wir finden es nur heraus, indem wir es tun. Indem wir in uns hinein lauschen und unsere Intuition erforschen, uns immer wieder fragen, ob die Stimme wirklich aus dem Bauch kommt oder wir nur einem Trugbild aus Vorurteilen oder Wunschdenken aufgesessen sind.

Buchtipp: Matthias Bartels: Der intuitive Blick