Ein Traum vom Glück
Ein Traum vom GlückFoto-Quelle: günther gumhold/www. pixelio.de

Ein Traum vom Glück

Beitrag von wize.life-Nutzer

Einige Blicke habe ich erhaschen können, die Türe war nur angelehnt, die Tür, hinter der das Glück wohnt.

Hell war es dort, sonnendurchflutet der Raum und zum ersten Mal konnte meine Seele wieder atmen. Ich habe Wärme gespürt, Geborgenheit von Kopf bis Fuß, die meinen Körper in einen wohlig warmen Kokon verwandelte. Und während hinter den schallgeschützten Fenstern dunkle Nacht zu sein schien und der Regen von den dunklen Scheiben rann, war der Innenraum hell erleuchtet und in goldene Farben getaucht. Kein Maler hätte mir dieses Bild näher bringen können, als es die Athmosphäre dieses Raumes tat.

Da waren Arme die mich hielten und Hände, die sanft und liebevoll über meine Stirn strichen, so, als wollten sie jegliche negativen Gedanken verbannen, da mein Kopf diese Präsenz des Glückes noch nicht verstehen konnte. Meine Augen wanderten staunend durch den Raum und meine Ohren konnten sich nicht satthören an dieser wunderschönen Melodie, die gleich einer Wolke durchs Zimmer zu schweben schien und deren Klang selbst mein Herz erreichte. Weich fühlte es sich an in meiner Brust und die zartenTöne schlangen sich wie Efeu um jede einzelne Narbe.

Wie gerne wäre ich geblieben, an diesem Ort, der mir Hoffnung und Heimat zugleich war, an dem ich atmen und staunen konnte, der mich so liebevoll einhüllte und Wärme mir gab, dort, wo ich fror. Doch sanft schoben mich die Hände zurück, zum Ausgang hin. Und während ich noch im Hinausgehen einen letzten, sehnsüchtigen Blick über meine Schulter warf, schloß sich ganz leise die Türe.


Foto: günther gumhold/www. pixelio.de