Ein wonniger Septembertag
Ein wonniger Septembertag

Ein wonniger Septembertag

Beitrag von wize.life-Nutzer

[f][/f][k][/k][ü][/ü] Sie verabschiedete sich hier bei ihren Freunden:" Ich verabschiede mich für eine Zeit, begleite meine Freundin zur Kur in den Schwarzwald"

Wir hatten uns hier gerade kennen und mögen gelernt und spontan textete ich: "wohin im Schwarzwald?" und ich dachte an Sönne und unsere Exkursionen, vielleicht ergab sich ein nettes Fernziel für unsre Wander -, Reise - und Unternehmungslust.

Dann kam die Mail mit dem Ortsnamen und siehe da, er lag nebenan, wo ich zur Schule gegangen war. Ein kurzer Abgleich mit Sönne ( dieses Mal sie "Piggeldy" !!, lach ) , darauf
spontane Nachfrage an Brigitte: " Lust auf Treffen , wenn ja , wann" Dann Freude auf beiden Seiten.

Dann saßen Sönne und ich in der Bahn, fuhren in einen herrlichen Morgen, in einen herrlichenTag, waren offen für alles und voller Freude auf Brigitte, die uns schon erwaten würde.

Und das tat sie denn auch . Bei einem leckeren Essen in netter Athmosphäre und gegenseitiger spontaner Sympathie , überlegten wir, wie wir den weiteren Tag gestalten wollten. Brigitte hatte einen Prospekt von einem etwas ominösen Vehikel, das man ordern konnte, wie ein Taxi und das einen fahren würde, wohin man wollte. Das kam meiner Vorstellung sehr entgegen, denn ich hätte Brigitte und Sönne gerne das Schwenninger Moos, woraus der Neckar entspringt, und das ich schon damals als Kind liebte, gezeigt, wußte aber nicht, wie wir den Zugang erreichen sollten.
Sicherlich würden wir dieses Tuk Tuk gar nicht so schnell ordern können, sowas war sicherlich lang ausgebucht. Aber ein Versuch war es wert.

Also, Anruf, und : "Yippeeehh !!! Kinder , wir bekommen es. In 1o Minuten ist der da!!!"

Was dann vorfuhr, spottete jeder Beschreibung, stachelte aber unsere inzwischen hochkochende Abenteuerlust nur noch mehr an. Ein blitzblaues Etwas auf drei Rädern, bestehend aus Bügeln, Planen und Plastik, behangen mit Blumengirlanden, Glöckchen, Tuten und allerhand Firlefanz. Eine Art Motor - Rikscha. Dann saßen wir drinnen und tuckerten über die Landstrasse. kicherten laut und leise und schauten unseren beiden Chauffeuren, einem baumlangen fröhlichen Kerl und einem freundlichen kleinen Hund zuversichtlich über die Schultern. Der Hund schien sich aufmerksam um die Vorfahrten zu kümmern, während sein Herrchen das Gefährt bravourös durch den Verkehr lenkte. Tuk Tuk, Tuk, lache di lache di lächer di lich. Was für ein unmögliches Gefährt, was für ein unbeschreibliches Gefühl! Mein Bauch schlug vor Lachen Purzelbaum.

Wir wurden liebenswerterweise direkt zum mittleren Zugang gebracht, sodass wir gleich den schönsten Teil des Moores vor uns hatten. Davor aber gab es noch viel Spass mit Hund , Herrchen und Tuk Tuk. Und natürlich Fotoshooting.

Dann gings ins Moor. Eine Traumlandschaft ! Wunderschön die Natur, und trügerisch der Grund, gespenstisch die Baumleichen, silbrig in den Himmel starrend. Gefährlich, die Wege zu verlassen. Was Brigitte und ich dennoch taten, wo es trockenen Fußes ging. Sönne, auf dem sicheren Weg rief und bat uns vergebens zurück--- uns hatte das Pilzfiber gepackt. Immerhin 4 Steinpilze ! Und immer wieder neue Eindrücke und Anblicke

Endlich der hintere Weiher, eine Bank. Erst langes bewunderndes Schauen, fröhliches Grüßen mit anderen Moorbesuchern, nette Worte hin und her. Eine Frau stürzt auf mich zu , nimmt meine Hände, bewundert lachend meine bunten Nägel. Unser kleiner Tiefpunkt ist vorbei. Ich erzähle eine Storry, wir lachen uns schief. Brigitte rezitiert ein Gedicht, wir biegen uns vor Lachen. Sönne lacht nur noch. Spaziergänger, die vorüber gehen, lachen mit. Rund um Heiterkeit in einer heiteren, herbstlichen Landschaft an einem heiteren , so schönen Nachmittag mit Kaiserwetter im September.

Dann wird es Zeit, den Heimweg an zu treten. Nochmal diese hübschen Wege, von Wassertümpeln und weißen Birken gesäumt, nochmal dieser gespenstische Ausblick zu den sterbenden Bäumen jenseits des Wassers, nochmal fröhliches Wortgeplänkel mit einem Ehepaar um eine sonnenbeschienene Bank, dann wartet schon das Tuk Tuk wieder auf uns und freundlicher Weise erklärt sich unser Tuk Tuk- Mann, Sönne und mich gleich an Ort und Stelle in Schwenningen zum Bahnhof zu bringen. Dann heißt es Abschied nehmen. Tschüß, Brigittel, war soo schön mit Dir. Tschüß Tuk Tuk, Tschüß baumlanger Kerl , Tschüß Wauwau .Tschüß , du wunderschöner Nachmittag.

Dann sitzen wir, Sönne und ich, wieder im Zug und fahren am Rande des Schwarzwaldes hinab in einen bezaubernden Abend,,nach einem verzauberten Tag mit Brigitte.

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