Herr Anselm und die netten Menschen

Beitrag von wize.life-Nutzer

Nach einer sechswöchigen Krebstherapie, lebt Herr Anselm wieder zu Hause, die Ärzte haben ihm angeraten, für drei Monate einen Mundschutz zu tragen.
An einem sonnigen Herbstvormittag, sagt Herr Anselm zu seiner Frau- "Schatz, heute versuche ich es mal allein, in die Stadt!"

Vor dem Haus, trifft Herr Anselm, auf die zehnjährige Nachbarstochter Klara.
"Hallo Herr Anselm-ruft Klara, mit einem fröhlichen Lächeln, sind sie wieder gesund?"
"Es geht schon viel besser, antwortet Herr Anselm!"
"Prima, dann komme ich bald Lukas besuchen, erwidert Klara!"

Ein paar Straßen weiter, trifft Herr Anselm auf Frau Schick.
"Oh Gott, Herr Anselm, man sieht ihnen die Krankheit immer noch an, sagt Frau Schick!"
Herr Anselm nickt freundlich, hebt die linke Hand zum Gruß, und geht weiter.

Nach wenigen Minuten, betritt Herr Anselm ein Geldinstitut.
"Guten Tag Herr Anselm, begrüßt ihn der freundliche Kassierer!"
"Der verdammte Krebs, sagte er- meine Mutter hatte das auch!"
Herr Anselm, bittet um Verständnis, für seine knappe Zeit, er müsse noch zu einem Optiker.

Um die Ecke, betritt Herr Anselm das Ladengeschäft, einer "Brille gut alles Gut" Filiale.
Ein freundlicher Verkäufer, verweist Herrn Anselm an einen Tisch.
"Bitte, nehmen sie dort platz, es wird sich sofort jemand um sie kümmern!"
Herr Anselm wartet nun schon seit 45 Minuten, er beobachtet das emsige Treiben, an den Nebentischen.
Einige Wortfetzen, kann er verstehen- Die Verkäufer beraten, wer ihn denn bedienen sollte.
"Machst du den, wieso ich, wer weiß, was der uns hier reinschleppt!" Der hat einen Mundschutz, hörte er eine Verkäuferin sagen.

Nach 90 Minuten, erscheint ein freundlicher Verkäufer, noch bevor, der freundliche Verkäufer Herrn Anselm anspricht, sagt Herr Anselm "Junger Mann, ich habe keine ansteckende Erkrankung, auch kein Ebola!"
Der freundliche Verkäufer, lächelt verlegen, nimmt die Brille von Herrn Anselm, und verschwindet für 20 Minuten in einem Nebenraum.
Er übergibt Herrn Anselm seine reparierte Brille, und sagt "Das ist natürlich kostenlos, sie sind schliesslich seit 1990 Kunde unseres Hauses!"

Nach mehr als 3 Stunden, kommt Herr Anselm nach Hause, seine Frau begrüßt ihn liebevoll.
"Na, Schatz-hast du nette Menschen getroffen?"
"Ja, sehr nette, erwidert Herr Anselm, auf dem Weg zur Couch."
Bevor er vor Müdigkeit einschläft, sagt er "Du Schatz, der Weg in die Stadt, ist doch noch etwas weit für mich."

Peter Böttcher

Anmerkung:
Die Namen, sämtlicher Personen sind fiktiv......ob die Geschichte wahr ist?

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