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Achtung, Achtung Raumschiff " GU Seniorbook"  an Mond
Achtung, Achtung Raumschiff " GU Seniorbook" an Mond

Achtung, Achtung Raumschiff " GU Seniorbook" an Mond

Beitrag von wize.life-Nutzer

[ü][/ü] Da flogen sie dahin. Es war eine sternenklare Nacht. Kalt war es, und als der Aufruf kam, hatten sie gerafft, was zu raffen war, sich in warme Mäntel , Mützen und Schals und andere Wärme versprechende Dinge , sich teils noch Wolldecken übergeworfen, und waren eilends zur Startrampe gelaufen.

Der Aufruf kam spontan und es blieb nicht viel Zeit zu überlegen. Aber alle wollten dabei sein. Es war schließlich kein leichtes Unterfangen. Ha, man wollte ja bloß mal so eben den Mond anhalten. Der hatte mal wieder solch hübsche helle Nächte auf die Erde geworfen, dass bei einigen Menschlein der Wunsch entstand ,ihn einfach ein bisselchen an zuhalten

. Wir wollen jetzt aber mal jene arme Wesen vorne vor lassen, die in jenen Vollmondnächten Fenster und Türen fest verrammelten, sich die Bettdecken über den Kopf zogen und morgens doch, nicht nur wie gerädert, sondern auch noch gevierteilt, aufstanden. Jenen Armen galt unser ganzes Mitleid und man würde später bei dieser Mission sicherlich auch dieses Thema anschneiden
.
Nun also standen da erst einmal 13 aus dem Abendgeschehen gerissene , dickvermummte Gestalten und sahen sich etwas ratlos an. Tja,ha, zum Mond wollten sie alle, Evchen helfen , den Mond an zu halten. Aber wie das gehen sollte, das wusste niemand. Gisela hatte zwar sofort den Gedanken von Eva aufgegriffen, aber über das Procedere einer Mondanhaltung schien sie sich nicht den Kopf zerbrochen zu haben. Eben so Heidi. Postete zwar umgehend , ich bin dabei, hatte aber von Tuten und Blasen keine Ahnung. Ha, alles nur Bahnhof, aber mit wollen. So ging es allen anderen.

Tja, da standen sie nun. Gerdalein begann plötzlich mit dem feinen Spürnäschen zu schnuppern. Da bemerkten es auch die anderen: ein feiner Hauch von Vanille, Zimt und Nelken lag in der Luft und aller Augen flogen zu Rosi. Sie verströmte diesen leckeren Duft, buk seit Tagen schon feine Weihnachtsplätzchen und hatte noch gerade ein fertiges Blech aus dem Backofen genommen, als sie den Aufruf vernahm. Es war der letzte Vollmond vor Weihnachten. Da hatte man schließlich zu tun. Ein Wischer Mehl hing Ihr noch quer über der Wange

. Und nun im Licht des Mondes betrachteten sie sich alle erst mal und wer denn so da wäre. Da war also Lore, hatte noch ein paar leere Blätter eingesteckt, man wußte ja nicht, ob einen unterwegs nicht irgend welche Gedanken anflogen, die es sich lohnte , auf zu schreiben, oder die man vielleicht unterwegs gaaanz anderen Zwecken zuführen musste. Wußte mans denn? Tja und da schau her, Gisela hat ja´n Fleck auf der Nase. Druckerschwärze?? Ja druckt die jetzt ihre Bücher selber??? Babsi ! Da is Babsi, hat sich in eine kuschelige Lederjacke geworfen und ist noch ganz ausser Atem . Und da schau her, bei Frauke steckt noch ein Bleistift hinterm Ohr, ist wohl auch gerade von einem neuen Gedicht weg gelaufen.

"Au claire de la lune", erklingts da plötzlich.. Heidi hat es angestimmt. Mensch , was hat die für einen schönen blitzblauen Schaulala (Schal) um, kuschelt sich so richtig rein. Verbirgt aber möglichst ihre Hände, hat wahrscheinlich wieder sämtliche Fingernägel abgebrochen beim Werkeln am Puppenhaus .

Tja , au Claire de la lune und immernoch standen sie in dem kalten Mondlicht und wußten nicht so recht weiter, hatten sich gegenseitig an den Händen gefasst , einen Kreis geschlossen und trippelten mit den Füßen gegen die Kälte an.
Da hat Heidi eine Idee. "Habt ihr doch alle schon mal von den Schwingen der Phantasie gehört, Gell? Und dass wir zusammen stark sind , das haben wir doch auch alle schon hier in der Gruppe
mehr oder weniger gespürt, nicht? Beides vereint, müsste gehen... müsst fest glauben, dass es geht... dann klappts..." sprichts, öffnet den Kreis, packt Gisela, die zuvorderst steht, fester an der Hand, rennt los, schreit: "....lauft Leute, laaaaaauuuuft....! ! ! " rennt und rennt, dröselt dabei den ganzen Kreis auf und zieht ihn hinter sich her. Hach ist das ein Gerenne, ein Gepurzel und Geschuppse, aber alsbald verfallen sie in Gleichschritt und das Tempo steigt. "....Laaaauuuuuuffft.... llaaaauuuuuuuuft."..und sie laufen. Eingemummelt , wie sie sind, ähneln sie nun den Gliedern einer überdimensionalen Raupe und die flitzt über die Rampe.
Wie inThessaloniki die Start - und Landebahn, endet diese direkt überm Meer. Heidi denkt, sie ist dort, schreit " Yeppeeeeeeeehh.....! ! ! ." und hängt in der Luft. "Straaaaampeeeeelt, straaaampeeeelt ! ! ! "

Und sie strampeln. Und wie sie strampeln, immer schneller werden sie. Als würden sie ein Schwungrad treten. Da beginnt Heidi das Märchen vom Winterabendrot zu erzählen. Meint, das wäre jetzt genau der richtige Text, wo man sich doch schon mal ganz in der Nähe des Märchens befände.

"Gerdalein , geht's noch?" ruft sie zwischen drinnen. Aber Gerdalein antwortet nicht mehr, ist längst schon entschwebt auf den Schwingen der Phantasie und genießt nur noch. Allmälig kommt Ruhe in die Raupe, die nun in sanften Wellenbewegungen dahin schwebt, bis auch diese in einen ruhigen , nichts desto Trotz rasanten Gleitflug übergehen.

Und so fliegen sie dahin, sehr zur Verwunderung der Damen und Herren der Sternkompagnie. Die hatten ja in ihrem Himmel so etwas noch nie gesehen, Sicher, die Menschen da unten bauten ja schon verrückte Dinge, wollten immer perfekter werden. Perfekter noch am liebsten, als der alte Herr selber , der doch alles so schön eingerichtet hatte

Ein Sternchen saß neben dem Mond und fragte

Fortsetzung folgt

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1 Kommentar

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Heidilein, das ist ja köstlich. Es ist ja super spannend. Ob wir es schaffen, für Gila den Mond anzuhalten? Freue mich auf die Fortsetzung. LG Eva
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