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Woher kommen die Oligarchen?

Von wize.life-Nutzer - Montag, 01.06.2015 - 18:50 Uhr

Von den Bäumen jedenfalls sind sie nicht gefalen, die Milliardäre - auch umgangssprachlich
Oligarchen genannt - die immer wieder bei Berichten über Russland und die Ukraine auftauchen.
Jedenfalls gab es am Ende der Sowjetunion zwar eine blühende Korruption aber keine
steinreichen Leute, nicht einmal Millionäre.

Dem Wodka sei Dank

Der praktisch stets sternhagelvolle Präsident Jelzin - umgeben von Heerscharen westlicher Berater -
ordnete an, dass die Vermögen der "volkseigenen" Betriebe, vor allem Gas und Erdölgesellschaften,
unter den Bürgern des Landes verteilt werden, in Form einer Art von Volksaktien. Fast jeder erhielt ein paar Anteilsscheine, umgerechnet auf einen Nennwert von etwa 5 Euro. Sie stellten ähnlich wie im Westen den breit gestreuten Besitz eines Unternehmens dar. Der Wert von Gazprom wurde damals auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.

Dann schlug die Stunde der eiskalten Schlauberger, im Grunde waren sie alle Betrüger, weil sie die Leute brutal angelogen haben. Da schwieg der Westen, der heute bei jedem umgefallenen Fahrrad Putin verantwortlich macht, weil er nicht nach der Pfeife von Frau Merkel tanzt.
Schlaue Leute, um einen vornehmen Begriff zu wählen, besorgten sich bei westlichen Banken Kredite, über deren geringe Höhe Fachleute nur lachen konnten. Die Summen bewegten sich in einer Größenordnung, dafür bekäme man nicht einmal einen gehobenen Mittelklassewagen.
Dann kauften die Spekulanten alle nur verfügbaren Wodkabestände auf. Heerscharen von "Gewährsleuten" zogen übers Land und erzählten den Leuten, die Anteilscheine seien nichts wert, aber aus Gutmütigkeit würden sie die "Volksaktien" mitnehmen und dafür eine oder mehrere Flaschen Wodka verschenken. Und dies in einem Land, das den Begriff Börse und ihre geheimen Techniken niemals kannte. Nebenbei: es wird wenige Abgeordnete geben, die Kanzlerin eingeschlossen, die klar die die Fundktionsweisen und Tücker der Derivate erklären können.

So sammelte eine überschaubere Zahl von Geschäftemachern, die an das westliche Geld heran kamen, ganz Güterzüge voll Wertpapieren ein. Letztlich ein Großbetrug am russischem Volk.

Der Blitzstart zum Milliardär

Nehmen wir einfach nur zur Kalkulation an: 30 000 Arbeiter und Bewohner der Region wo sich die
Förderanlagen befanden, erhielten je 10 Anteilscheine mit dem umgerechneten Nennwert von 5 Euro.- 5 Flaschen guten Wodkas kosteten schon mehr. Als die Anteilscheine , der für alle Firmen und Unternehmen galt, eingesammelt waren, schoss der Börsenwert der Papiere plötzlich raketenartig noch oben. Für die ganze Gazprom müsste man heute geschätzt 300 Miliarden Dollar bezahlen. Das bedeutet: Die zehn Anteilscheine wären heute 50 000 Euro wert - und nicht 50 Euro - eingeschlossen in diese Berechnungen sind keine Schmiergelder, Gefälligkeitenoder das Anheizen vom Bürgerkrieg in der Ukraine mit nachweislich mindestens 5 Millionen Dollar, als Lohn für die "Freiheitskämpfer", Steuerhinterziehung wurde in einem Ausmass betrieben, wie man ihn sich nicht vorstellen kann. Doch nach Russland liefert die Schweiz nicht aus. Und auf den mittelalterlichen Denunzialtionslisten fehlen natürlich die Oligarchen.

Karl Jörg Wohlhüter

1 Kommentar

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Offensichtlich waren nicht nur die heutigen Oligarchen an dem Deal beteiligt.
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