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Trampen in den 70ern und 80ern

Trampen in den 70er und 80er Jahren

Von Quintessenz Manufaktur für Chroniken - Freitag, 31.07.2015 - 11:49 Uhr

Wenn das meine Tochter machen würde ...

Auf unserem Blog der 1. Teil der Serie "Wenn das meine Tochter machen würde ...!"
Hand hoch, wer war jung in den 70ern und 80ern? Wer ist getrampt? Auch als Mädel?
Wenn meine Tochter trampen würde, ich könnte nicht eine Minute ruhig schlafen, gerade weil ich es selbst getan habe und einiges erlebte. Ehrlich, ich würde ihr die Ohren lang gezogen haben. Kennen Sie das auch?
In jeder Familie gibt es meist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geheimnissen der Kinder und denen der Eltern. So haben die Kinder und Jugendliche beispielsweise Geheimnisse oft rund um die Themen“ nicht gemachte Hausaufgaben“, später als Puber-Tier „wer mit wem“, aber auch „ wir sind dann bei XY“ – um rauschende Feste woanders zu feiern, das erste Mal total betrunken zu sein, und vom „ersten Mal“ sprechen wir schon gar nicht mehr.
Aber auch die Eltern sind da immer auf Ausgewogenheit bedacht, denn wenn man mal die witzigen Anekdoten aus der eigenen Jugend zum Besten gibt, dann, ja dann, glaube ich, dass viele die unangenehmen Aspekte verschweigen. Vielleicht weil es peinlich ist, vielleicht weil man heute weiß: Wenn das meine Tochter machen würde, ich hätte Ihr die Ohren lang gezogen. Nehmen wir das Beispiel ‚Trampen‘.
In Zeiten wo es kein RyanAir gab, man mit kleinen Schülerjobs noch auf eine kleine Freiheit als Urlaub von zu Hause und Schule sparte, war das Trampen eine billige und weit verbreitete Art rund um in Europa oder noch weiter herum zu kommen. Nicht jeder konnte sich damals das Interrailticket für circa 300 DM leisten, womit man für einen bestimmten Zeitraum mit dem Zug durch ganz Europa fahren konnte. Das Trampen in den 70er und 80ern war auch so fest im Alltag verankert, dass es völlig normal war so von A nach B zu kommen nachdem man den letzten Bus verpasst hatte, weil man zu einem Freund wollte, vom Land in die Stadt. Immer, ja immer, wurde davor von Älteren gewarnt und wir haben diese Warnung wirklich in den Wind geschlagen, auch in Ermangelung einer Alternative. So sollten Mädels immer zu zweit trampen, oder mit dem Freund, was aber dazu führte, dass man mit dem Freund an der Seite auch schon mal viele Stunden am Straßenrand stand.
Die, die anhielten waren mehrheitlich gutmütige Familienväter oder motorisierte Studenten, aber ich bin damals auch mit einigen Verrückten unterwegs gewesen, wo mir die Angst langsam kribbelnd den Rücken runterkroch und ich heftig dagegen ankämpfte, nicht die Kontrolle zu verlieren und mein ganzes schauspielerisches Talent zusammenkratzte, um cool und überlegen zu wirken. .... weiter mit "Der Typ saß in Nylons da" auf: http://www.quintessenz-manufaktur.de...achen-würde

Ich werde insgesamt 4 Geschichten zum Trampen in den nächsten Wochen posten und würde mich sehr Ihr Feedback und eigene Geschichten freuen, die Sie hier erzählen.

10 Kommentare

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Das war eine sehr schöne Zeit. Grillen Essen u. ..............
Quintessenz Manufaktur für Chroniken
Beim Trampen? Holla ...
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Oh, es gibt so manche Dinge, die man als Jugendlicher gemacht hat, für die man den eigenen Kindern "die Ohren lang ziehen" würde, es ihnen verbieten, krank vor Sorge würde.

So schließt sich der Kreis
Quintessenz Manufaktur für Chroniken
Ja, manchmal glaube ich fast, dass ist die späte Strafe
Unsere Eltern machten sich Sorgen und durften nicht alles wissen.
Wir machen/machten uns Sorgen und wussten auch, dass wir nicht alles erfahren werden/würden, was natürlich das Gedankenkarrussel in Erinnerung an unsere eigene Jugend los laufen lässt.

Aber es wird auch unseren Kindern so gehen, später mit ihren Kindern
Es ist das Los jeder Generation dies erleben und "überleben" zu müssen.
Wohl wissend, dass ja doch hin und wieder genau das Schlimme passiert, wovor wir unsere Kinder bewahren wollen und unsere Eltern uns
Quintessenz Manufaktur für Chroniken
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Thomas Bily
Ich bin früher oft von der Schule heimgetrampt, weil mir die Bahn zu lange dauerte. Und während meiner beiden Interrailreisen habe ich mich in Bahn-freie Regionen hinein getrampt wie zum Beispiel in Südfrankreich - geht also beides: Trampen + Interrail Ich würde es keinem empfehlen heute, schon gar nicht Frauen. Laufen zu viele Geiferer rum. Und der Durchschnittswert hilft nicht viel. 1000 Mal probiert. 1000 Mal ist nichts passiert. Und dann...
Quintessenz Manufaktur für Chroniken
Oh Sie waren einer der von unserer Clique stark beneideten. Ein Interrailticket, ein Traum! Haben Sie eine sehr nette Großmutter gehabt, oder einen Superschülerjob? Froh ist man auf alle Fälle um die Erfahrung, aber ich würde mich heute Ihrer Meinung anschließen, nein, heute bitte nicht mehr!
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Die neuralgischen Stellen in D. - das Frankfurter Kreuz, die Auffahrt auf die A8 München-Ost
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Quintessenz Manufaktur für Chroniken
Danke Herr Reul - und würden Sie das jungen Leuten noch empfehlen ? )
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