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Vom Dosenpfand zum Doofenpfand

Peter Leopold
Beitrag von Peter Leopold

Ja, Deutschland hat schon seine Kuriositäten. Und Manche sind für normal Denkende kaum nachvollziehbar. Bisher erschließt sich mir die Sinnhaftigkeit des Dosenpfands von Jürgen Tritt hin nicht so ganz. Vielleicht fehlt mir auch nur das Verständnis für die Kosten-Nutzen Rechnung von solchen Dingen. Oder gibt es die gar nicht ?

Immerhin wird gesammelt was nur geht, obwohl ich da Goldmünzen oder Briefmarken bevorzugen würde. Es klingt schließlich besser, wenn man sagt "ich will Dir meine Briefmarkensammlung zeigen" als wenn man trötet "Hey Babe..ich zeig´Dir meine Dosensammlung." Aber wenn ich schon beim Thema "Briefmarken" bin, fällt mir gleich die gute deutsche Post ein. Auch da gibt es Einiges, was man als Doofenpfand ansehen könnte.

Offenbar ist der Begriff "Eilpost" oder "Express" für die Bediensteten der deutschen Post ein völlig fremdes Gebiet, wenn der Kassiervorgang für die weit überhöhten Gebühren abgeschlossen ist. Der "doofe Kunde" wird quasi als Pfand kassiert bis der "schnelle Transport" der Eilsendung abgeschlossen ist, denn erst nach 10 Tagen kann man reklamieren und eine Nachforschung für einen Brief, der eigentlich nach 24 Stunden angekommen sein sollte, beantragen.
Zum Vergleich: Neun Pakete von den Kanaren nach Österreich haben fünf Tage gedauert. Ein Umschlag per Express von Deutschland nach Österreich dauert mindestens sechs Tage.

Und die Erklärung ? Das muss an den Österreichern liegen. Bei und läuft alles Korrekt. Unnötig zu erwähnen, dass eine Sendungsverfolgung ergeben hat, dass dieser Umschlag inzwischen 5 Tage lang in Frankfurt liegt. Dabei ist es unerheblich. was die Sendung enthält. Ob es nun Bauklötzchen oder medizinische Hilfsmittel betrifft- Alles wird gleich (schlecht) behndelt. Und es ist nur EIN Beispiel von Vielen, bei dem deutlich zu sehen ist, welchen Wert ein Kunde hat und bestenfalls als Doofenpfand taugt.