Jan Ullrich spricht im Entzug über Drogenkonsum: "Ich nahm Kokain zum Runter ...
Jan Ullrich spricht im Entzug über Drogenkonsum: "Ich nahm Kokain zum Runterkommen"

Jan Ullrich spricht im Entzug über Drogenkonsum: "Ich nahm Kokain zum Runterkommen"

News Team
Beitrag von News Team

Die deutsche Radsport-Legende Jan Ullrich befindet sich seit rund zwei Wochen in einer Entzugsklinik. Dort erholt er sich von einer Reihe von Abstürzen, die zuletzt auch öffentlich geworden waren.

„Mir geht es schon viel besser”, sagte der 44-Jährige zu “Bild”. Die Zeitung traf den Ex-Sportler in einem Hotel nahe der Klinik. Ullrich darf die Reha-Anlage für mehrer Stunden am Tag verlassen, wird aber durchgängig auf Alkohol und Drogen getestet. Ich fühle mich hier sehr sicher, kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren.“

Ullrich verriet dem Blatt, dass er nach dem Aufenthalt in der deutschen Betty-Ford-Klinik ein Angebot seinen langjährigen Rivalen Lance Armstrong annehmen will. Armstrong hatte Ullrich Hilfe angeboten und ihn zuletzt auch im Entzug besucht. Ullrich zu “Bild”: “Im Anschluss an meine Therapie hier in Deutschland fliege ich zu ihm in die USA nach Colorado.” Dort will er eine Klinik besuchen, um noch intensiver zu regenerieren. Um, wie er sagt, “letzten Giftstoffe aus dem Körper” zu holen. Das wird gut.“

Video: "Man muss gut auf Ullrich aufpassen"

Derzeit ist Ullrich nach eigenen Angaben clean. Das einzige Laster, das ihm blieb, sei das Rauchen. Auch die Zahl der Zigaretten wolle er bald senken.

Der “Bild” verriet Ullrich auch, wie er in den Drogensumpf geriet. Als “hochgradiger ADHSler” (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung; dieRed.) habe er ein Amphetamin erhalten. “Wenn ich das nehme, geht mein Energie-Level runter, dann kann ich nicht mehr explodieren. Das ist, als wenn ihr eine Schlaftablette nehmt, so fühlt sich das an.” ADHS ist für Ullrich Fluch und Segen zugleich: Nur durch die große Energie und Unruhe in seinem Körper habe er damals die Tour de France gewinnen können.

Als die Ehe zu kriseln began und sein Kontakt zu den Kindern sporadischer geworden sei, sei er mehrfach ausgerastet. “Da ist dann auch der ein oder andere Fernseher kaputt gegangen oder der Box-Sack aus der Decke gerissen worden. “ Um wieder runterzukommen, habe er Kokain und Amphetamin genommen. “Aber das muss ich jetzt nicht mehr – wenn ich die Kinder habe, brauche ich keine Drogen.“