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Betrachtung, wie sich die Politikdiskussion im Fokus der Kampf-Kommunikation ...

Betrachtung, wie sich die Politikdiskussion im Fokus der Kampf-Kommunikation auf Wize entwickelte

05.09.2018, 18:15 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Was sich im wahren Leben und in letzter Zeit gespiegelt in vielen Kommentarsträngen hier abspielte, mutierte zumeist zu einem persönlichen „Interpersonellen“ (Ego)Konflikt, da sich die meisten Kontrahenten in der Realisierung eigener Gedanken und Gefühle verunstaltet sahen. Dabei handelte es sich meist um Zweck-, Interessen- oder Rollenkonflikte, die hierbei ein progressives Verhalten erzeugt haben und überwiegend regressiv meist von einem gruppendynamischen Hintergrund ausgingen.

Typischerweise erfolgte in der Wahrnehmung der geschrieben Worte und in der reflektierten Denkweise eine „geistige Filtrierung“. Diese beleuchtete zunehmend nur noch das, was der eigenen, meist unkonstruktiven Ego-Meinung entsprach. Die Aufmerksamkeit bezüglich undifferenzierter Antworten wurde dabei zunehmend selektiver, einzelne Faktoren wurden schärfer betrachtet, andere gar nicht mehr wahrgenommen. Es wurde in diversen Fällen sogar vorgespiegelt nichts zu verstehen oder eben die Faktoren verfälscht, um sich ja nicht mit den Inhalten der Ansichten und Meinungen anderer auseinandersetzen zu müssen, da die Ratio damit vollkommen überfordert war.

So wurden viele dieser Kommunikationsereignisse meist nur noch verzerrt wahrgenommen und es transmutierte im Denken die typisch gezielte Angriffsorientierung. Vieles davon geschah natürlich auch auf der Gegenseite, bei den angenommenen Konfliktpartnern, so dass im Laufe der Zeit zwischen den Konfliktparteien nur noch Bilder vom anderen Ego konstruiert wurden, welche ausschließlich nur noch die eigene Projektion widerspiegelte. Diese zerstörerische Verhaltungsweise verstellte den offenen Blick auf die Lebenswirklichkeit im Informationsfluss eines konstruktiven Kommunikationsprozesses. Es entstand ein ungezügelter Wettbewerb des gegenseitigen Ärgerns, wer die besseren verletzenden Argumente besaß und wer eben nicht.

Je länger aber diese Konfliktsituationen andauerten, desto mehr wurden einzelne Erlebnisse aus tiefen unbewussten Schichten der Lebenserfahrung angesprochen und umgehend reaktiviert. Triebe und Instinkte, wie Aggression und Hassgefühle wurden geweckt, vergangene Kränkungen und Verletzungen brachen wieder auf. Das eigene Einfühlungsvermögen ging verloren und es herrschte nur noch Kampf statt Kooperation. Machtgefühle wurden gespürt und die Angst, dass eine selbstgefühlte Minderwertigkeit erkannt wird, die dann in ein Gefühl von Hass und Störimpulsen strömten.
Der Mensch war gefangen in seinen eigenen Emotionen und seiner selbst erzeugten negativen Gestimmtheit, die wiederum ihn veranlasste, dass seine Gefühle ausbrachen und sein Umfeld vergifteten mit den Wortentladungen seiner weltfremden Ego-Authentizität.

Diese Konflikte zu bewältigen bedeutet deshalb auch immer, einen Beitrag zur Lockerung des eigenen Willens leisten zu müssen, um diese unterschwelligen Emotionen in sich erkennen zu können. Denn eine konfliktgesteuerte Veränderung im Denken und Fühlen führt zu einem Verlust der Vielfalt im Verstehen und Handeln. Die eigenen Handlungsoptionen werden durch die aktivierten übersteuernden Impulse immer weniger, subtiler und eingeschränkter. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie beim Gegenüber Wirkungen auslösen, die man so gar nicht gewollt hatte.

Daraus ergeben sich wiederum die bekannten Eskalationsstufen von gegenseitiger „Verhärtung“ der Verhaltensweisen über „Drohstrategien“ bis zu „begrenzten Vernichtungsschlägen“. Im schlimmsten Fall geht es zum Schluss „gemeinsam“ in den Abgrund.

Doch welche Auswege wären denn möglich, um aus diesen übertriebenen Konfliktsituationen herauszukommen?

1 Kommentar

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"Wurde - war" = "Wird - ist".... Warum Vergangenheit? Das war schon immer so und wird es auch bleiben. Oft hilft nur ein dickes Fell.
  • 05.09.2018, 19:34 Uhr
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