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43g Fleisch pro Tag sind genug!

43g Fleisch pro Tag sind genug!

Von wize.life-Nutzer - Montag, 21.01.2019 - 17:29 Uhr

Eine interessante Ernährungszusammenstellung habe ich hier vor mir liegen, denkbar simpel und anscheinend doch zu schwierig für uns „Erdenmenschen“...

Im Jahr 2050 rechnet man mit 10 Milliarden Menschen.
Bereits heute sind 3 Milliarden Menschen fehlernährt; 800 Millionen Menschen leiden Hunger,
2 Milliarden Menschen dagegen leiden an Übergewicht.
Eine fehlgeleitete Nahrungsmittelproduktion beutet die Ressourcen unserer Erde aus und zerstört großflächig die Umwelt.
Eine 37köpfige Forschergruppe hat diese Bausteine zusammengestellt für den Tagesbedarf zusammengestellt [zu sehen, wenn man das grün-schwarze Titelfoto anklickt.].
Die 1. Zahl sind die Kilokalorien, die zweite bedeuten Gramm.

Auf den ersten Blick erscheint es abstrus und lächerlich, 7g (Rind-)fleisch oder 0,2 Eier pro Tag zu sich nehmen zu müssen/dürfen. Aber diese Daten wären nötig, um im Zeitraum einer einzigen Generation jeden Menschen auf unserer Welt gesund zu ernähren und gleichzeitig das kippende Ökosystem unserer Erde wieder ins Gleichgewicht zu setzen:
Im Jahr 2050 rechnet man mit 10 Milliarden Menschen.
Bereits heute sind 3 Milliarden Menschen fehlernährt; geschätzt leiden über 800 Millionen Menschen Hunger, 2 Milliarden Menschen dagegen sind krank durch Übergewicht.
Eine fehlgeleitete Nahrungsmittelproduktion beutet die Ressourcen unserer Erde aus und zerstört großflächig die Umwelt.
Die oben dargestellte Tabelle ergibt pro Tag einen Wert von 2.500 kcal; ein Wert, den ein Hungernder nie erreicht, der für einen schwer Arbeitenden jedoch viel zu gering ist.
Alles ist also nur eine Richtschnur, eine Empfehlung, deren einzelne Bausteine man beliebig umbauen kann.
Aber den Durchschnittswert kann man einhalten: Wenn ich z. B. Schweinefett und Zucker ganz streiche und beim Käse üppiger zugreife, bleibt mein Speiseplan immer noch ausgewogen.
Deshalb spricht die Kommission auch nicht von 7g Fleisch, sondern empfiehlt eine Spanne von 0 bis 15 g. Und Obst reicht von 100 – 300g. Auch bei anderen Nahrungsmitteln gibt es ein von – bis.

Eine Milchmädchenrechnung? Ich glaube, nicht:
In Nordamerika verzehren die Menschen durchschnittlich täglich die 6 ½fache Menge Fleisch, in Asien nur (!) die Hälfte. Bei den Kartoffeln ist es ähnlich: Wir alle essen zuviel Stärkehaltiges, wie z. B. Kartoffeln, in manchen Ländern das 7 ½fache der vorgeschlagenen Menge.

Was mich allerdings wenig überzeugt:
Wie sollen wir Menschen soweit gebracht werden, bewusst und gesund zu essen?
Wie können wir in den Überflussländern unseren Produzenten klarmachen, mehr auf Qualität statt auf Quantität zu schauen?
Wie erreichen dann die Lebensmittel, die gesund sind, vor allem die Menschen in ärmeren Ländern?
Und wer erzieht uns, die wir im Überfluss leben, zu bewussterem und nachhaltigem Umgang mit den gekauften Gütern?
Wann endlich begreifen wir, dass unnötig Gekauftes nicht nur Geldverschwendung ist, sondern auchVerschwendung von Ressourcen bedeutet?

Aber eine anschauliche Darstellung ist es doch.
Unsere Ernährung hier zu Hause kommt der Tabelle bis auf einige Ausrutscher schon sehr nahe!

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/gesundhe...h-1.4291259
https://www.nzz.ch/panorama/so-falsc...-ld.1451949
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...248387.html

3 Kommentare

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Fakt ist, das wir uns auf die Dauer überlegen müssen, unsere Lebensweise nachhaltig zu ändern. Das betrifft sicher zum großen Teil unsere Ernährung, hört da aber noch lange nicht auf.

Unsere ganze Lebensweise muss sich ändern, genauso wie unser Wertesystem. Alte Jobs werden nach und nach wegbrechen, und die nachkommenden werden den Arbeitsplatzverlust nicht ausgleichen, Vollbeschäftigung wird es in mittlerer Zukunft nicht mehr geben. Unser Konsumverhalten muss sich ändern, es ist unfassbar, wie viel Verpackungsmüll wir produzieren.

Ich hab eine Studie gelesen, in der erforscht wurden wieviel Plastik sich in dem in den asiatischen Ländern produzierten salz befindet. Und wenn man weiterdenkt, kommt man zu dem Schluss, das auch viele Meeresbewohner von diesem Problem betroffen sind, die Bilder von den Vögeln, die unter dieser Dauerverschmutzung leiden, kennt man ja eigentlich.

Das Problem ist, das wir immer nur in unserem kleinen Kreis denken, ob das Ernährung betrifft oder die anderen Probleme. Hier müssen wir deutlich mehr aufklären. Deshalb ist es wichtig, das solche Themen häufiger offen diskutiert werden.
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Sehr interessant. Viele Stimmen heute sagen schon, dass die allgegenwärtige Massentierhaltung in der Form, wie sie heute kennen, so nicht weitergeführt werden kann. Die Menschen werden immer mehr und wollen ernährt werden.

Wenn nichts passiert, werden Armutsflüchtlinge mehr werden
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