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Weil er zwei Minuten zu spät am Gate war, verpasste Antonis Mavropoulos den  ...

Flugzeugabsturz in Äthiopien: Zwei Minuten Verspätung retteten Antonis Mavropoulos das Leben

Von News Team - Montag, 11.03.2019 - 17:17 Uhr

Beim Absturz der Boeing 737 wenige Minuten nach dem Start am Sonntag nahe Addis Abeba in Äthiopien starben alle Menschen an Bord. 149 Passagiere, acht Besatzungsmitglieder. Unter den Opfern sind fünf Deutsche. Eigentlich hätte auch Antonis Mavropoulos in der Maschine sitzen sollen, der Grieche war wie viele der Passagiere unterwegs zur Jahresversammlung des UNO-Umweltprogramms in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Doch Antonis Mavropoulos war zu spät dran.

Ich habe getobt

Er verpasste Flug ET 302, weil er zwei Minuten zu spät am Gate war. Das Boarding war da schon abgeschlossen, die Mitarbeiter von Ethiopian Airlines ließen ihn nicht mehr in die Maschine. "Ich habe noch gesehen, wie die letzten Passagiere im Tunnel verschwunden sind", schreibt Antonis Mavropoulos auf Facebook.

"Ich habe getobt." Aber es hat nichts genützt. Das war sein Glück: Antonis Mavropoulos war nicht in der Unglücksmaschine, er lebt.

"10 März 2019 - Mein Glückstag" hat er über seinen Post auf Facebook geschrieben. Darin veröffentlicht er ein Foto seiner Bordkarte und schreibt: "Ich bin dankbar zu leben und dafür, so viele Freunde zu haben, die mich ihre Liebe spüren lassen."

Antonis Mavropoulos, der sich als Wissenschaftler seit Jahren mit Abfallmanagement beschäftigt und Vorsitzender der "International Solid Waste Association" ist, wollte so schnell wie möglich nach Nairobi.

Er saß bereits in der nächsten Maschine, die um 11.20 Uhr abheben sollte, als ihn plötzlich Sicherheitsleute baten, wieder auszusteigen. Aus Gründen, die sie ihm nicht nennen könnten, müsse er sie zur Polizeiwache im Flughafen begleiten.

Ich spürte, wie ich den Boden unter meinen Füßen verlor

Der Grieche war außer sich - bis ihn ein Polizist aufklärte: Statt zu protestieren solle er lieber Gott danken. Er sei der einzige Passagier, der nicht in der Maschine saß, die kurz nach dem Start abgestürzt war. Von dem Absturz hatte Antonis Mavropoulos noch nichts mitbekommen.

"Ich spürte, wie ich den Boden unter meinen Füßen verlor", schreibt er auf Facebook. Sofort informierte er seine Angehörigen, dass er nicht in der Maschine gewesen ist. Reiner Zufall.

Lesen Sie hier:

"Keine Überlebenden" - Passagierflugzeug mit 157 Menschen an Bord abgestürzt - Auch deutsche Opfer


"Es gibt Millionen von kleinen Fäden, die wir fast nie wahrnehmen - aber wenn einer reißt, reicht es, um das gesamte Gewebe zu zerstören", schreibt er am Sonntag von Nairobi aus. Stunden später war er dann doch noch in der kenianischen Hauptstadt gelandet.

"Vielleicht", schreibt Antonis Mavropoulos zum Schluss, "bin ich zu alt, um Rock'n Roll zu rocken - aber sicher zu jung zum Sterben..."

3 Kommentare

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wahnsinn, er hatte wirklich Glück gehabt. RIP den Verunglückten.
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So etwas habe ich vor 20 Jahren auch mal erlebt. Ein Passagier kam zu spät ( Manager) und brüllte uns am Gate an, dass wir den Flieger zu "halten" hätten.

Bei Mühlheim stürzte die ATR ab und alle waren tot.

Zwei Wochen später kam er mit einem Blumenstrauß zum Airport und bedankte sich unter Tränen, dass wir ihn nicht mehr eingecheckt haben...
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Auch ich habe ein Flugzeugunfall überlebt. Es war nicht vorgesehen.....
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