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Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten

"Ich möchte sterben": Schauspielerin fordert Recht auf Sterbehilfe für ihre Mutter Ellen Schwiers

Von News Team - Donnerstag, 14.03.2019 - 11:42 Uhr

Für Angehörige ist es eine der schwierigsten und schmerzvollsten Entscheidungen überhaupt: Soll man alles dafür tun, um einen geliebten Menschen von seinem Leiden zu erlösen? Alles - das kann auch bedeuten, einem unheilbar Kranken Sterbehilfe zu leisten. Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.

Die Diskussion um Sterbehilfe ist jetzt wieder neu entbrannt, nachdem die 88-jährige, schwer kranke Schauspielerin Ellen Schwiers in einem Interview mit der Abendzeitung den Wunsch geäußert hatte: "Ich möchte sterben." Doch leider lehne ihre Tochter, die Schauspielerin Katerina Jacob, Sterbehilfe "vollkommen ab".

Im Video:

Sterbehilfe: Schauspielerin Ellen Schwiers hat mit dem Leben abgeschlossen


Ellen Schwiers, bekannt aus „Unser Charly“ und "Der letzte Zeuge", ist, wie sie in dem Interview sagte, bettlägerig, hat Pflegestufe 4, kann nicht mehr laufen und wird rund um die Uhr palliativ betreut. "Ich liege eigentlich den ganzen Tag nur im Bett, und ich warte in der Tat auf den Tod", sagte sie der Abendzeitung. "Ich habe ständig extreme Schmerzen."

Jetzt wehrt sich ihre Tochter

Daraufhin wurde die 61-jährige Katerina Jacob im Internet als Egoistin wüst beschimpft, wie die Bild berichtet.

Dagegen habe sich die Schauspielerin ("Der Bulle von Tölz") nun via Facebook gewehrt. In einem Video sagt sie: „Jetzt frage ich mal all diese Besserwisser, diese Klugscheißer, die jetzt im Web über mich herziehen und sagen, sie fänden es eine Unverschämtheit, dass ich mich weigere, meiner Mutter Sterbehilfe zukommen zu lassen. Ja, wie denn?“

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Sie habe mit ihrer Mutter sehr oft darüber gesprochen und ihr angeboten, mit ihr nach Holland zu fahren. "Das wollte sie nicht. Nein, sie möchte das zuhause machen."

Sie finde jedoch keinen Arzt, der dem Leiden ihrer Mutter ein Ende setze. „Soll ich ihr die Spritze setzen? Das wäre Mord. Denn wir leben ja noch in einem Gesetzesstaat. Leider Gottes ist das verboten. Ich kann mich jetzt nicht hinstellen, meiner Mutter das Kissen aufs Gesicht drücken oder ihr eine Spritze setzen.“

"Ich liege den ganzen Tag nur im Bett und warte auf den Tod", hatte Schauspielerin Ellen Schwiers in einem Interview gesagt
Glomex"Ich liege den ganzen Tag nur im Bett und warte auf den Tod", hatte Schauspielerin Ellen Schwiers in einem Interview gesagt

Ihre Mutter könnte - theoretisch - ihrem Leiden auch selbst ein Ende setzen. Sie könnte, so Jacob, Tabletten nehmen, oder auch mal Tabletten weglassen, sich einen "Cocktail mixen". "Das würde den Sterbeprozess extrem beschleunigen."

Doch das tue ihre Mutter nicht, sonst hätte, vermutet die 61-Jährige, es längst getan. "Weil sie feige ist. Sie möchte das nicht."

Forderung an die Politik

Dann wendet sie sich an die deutsche Politik: „Im Namen meiner Mutter fordere ich die Bundesregierung auf, dieses verdammte Gesetz endlich zu ändern und uns und unseren Körpern zu einer Selbstbestimmung zu helfen. Ich möchte, dass es bestimmt Ärzte gibt, die einem dabei helfen, wie es in der Schweiz und in Holland der Fall ist.“

Im Juni kommenden Jahres wird Ellen Schwiers 90 Jahre alt. Doch diesen Geburtstag möchte sie nicht mehr erleben, sagte die Schauspielerin der Abendzeitung: "Nein, 90 möchte ich auf keinen Fall werden. Ich empfinde mich ja auch als große Belastung für meine Tochter. Ich möchte keine Belastung sein. Ich möchte sterben."

38 Kommentare

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Jeder Mensch sollte für sich entscheiden dürfen, wann er das Leben als nicht mehr lebenswert erachtet.
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Für alle diejenigen, die sich (fälschlicherweise) auf ihre PATIENTENVERFÜGUNG verlassen:
Im Fall der "Ellen Schwiers" könnte ein assistierter Suizid (assistierte Sterbehilfe) mit einer Patientenverfügung NICHT geregelt werden.

Mit der Patientenverfügung können nur die PASSIVE ("sterben lassen") und INDIREKTE (das "Sterben in Kauf nehmen" unter hoher Schmerzmittel-Gabe) STERBEHILFE geregelt werden, wenn der Patient nicht mehr zustimmungsfähig ist (z.B. wegen Koma/Bewusstlosigkeit).
In dieser Situation wäre eine assistierte Sterbehilfe eine aktive Sterbehilfe ("Töten auf Verlangen"), weil der Patient nicht mehr die "Tatherrschaft" über die Sterbehilfe hat, und diese Art von Sterbehilfe ist bei uns (noch) verboten (Gefängnisstrafe).

Was der Frau Schwiers, die ja noch bei Bewusstsein ist, helfen könnte, ist eine assistierte Sterbehilfe. Dazu braucht sie aber einen Arzt, der ihr das Sterbemittel (z.B. Pentobartbital) besorgt, das Mittel in Wasser auflöst und es dann zum Trinken gibt. Diese Form der Sterbehilfe ist in Deutschland nicht verboten. Der Sterbewillige muss aber zustimmungsfähig sein und das Pentobarbital SELBSTSTÄNDIG trinken können, das heißt er muss die volle "Tatherrschaft" innehaben.

Das Problem: Pentobarbital ist ein Schlafmittel und hat keine Zulassung für einen assistierten Suizid, der Arzt macht sich also eines Verschreibungsfehlers schuldig. Dazu kommt, dass die Bundesärztekammer den Ärzten eine assistierte Sterbehilfe untersagt und mit berufsrechtlichen Konsequenzen droht. Die Ärzte befinden sich also in einer Rechtsunsicherheit, die zur Folge hat, dass viele Ärzte nicht bereit sind bei einer assistierten Sterbehilfe mitzuwirken.

Ausführliche Darstellung der assistierten Sterbehilfe in Deutschland:
wize.life/themen/politik/65975/die-gesetzlich...sterbehilfe
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Damit es uns mal nicht so geht, haben wir eine Patientenverfügung im Ordner !
Eine Patientenverfügung würde ihr aber in diesem Fall auch nichts nutzen, denn sie ist ja noch im Besitz ihrer geistigen Kräfte. Sie hilft ja nur dann, wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann.
Schönes Wochenende für Alle.
Helga, guten Morgen erst mal ! Stimmt - aber die Tochter kann ich ja dann auch nicht verstehen ! Ellen Schwiers ist ja wohl noch voll "dabei" u. hat den Wunsch ...! Aber es sind ja auch hier unsere Gesetze - man muss dann eben an Maschinen hängen, vielleicht ! Ne, möchte ich nicht !
Dir auch ein schöne WE - obwohl es leider verregnet sein wird !
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Als Christ und Mitglied der Ev. Landeskirche (EKD) möchte ich auf einige Bibelaussagen hinweisen:

Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28: "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken."

2.Mose 15,26: "...ich bin der HERR, dein Arzt."

Psalm 103,3: "Gott heilt alle deine Krankheiten."

Psalm 77,15: "Du bist der Gott, der Wunder tut."


Jesus Christus kann Wunder vollbringen, aber auch durch Ärzte, andere Therapeuten und Medikamente handeln.

Es gibt im Internet sehr gute Videos zum Thema Biblische Krankenheilung.
Und wo war er dann die letzten 2000 Jahre?
Ich verstehe den Themenbezug nicht...
wo bitte ist Gott und wo war er wenn unschuldige Kinder vergewaltigt, ermordet und dem Krieg zum Opfer fallen????????????????????????
Die Bibel hat eine klare Aussage: der Herrscher dieser Welt ist Satan (2.Korinther 4,4; Epheser 2,2). Unter "Welt" im biblischen Sinne sind all jene zu verstehen, die sich nicht der Herrschaft Gottes unterstellt haben.
Und hier ein Einblick, wie Jesus Christus auch heute noch Kranke heilt:

http://www.wunder-heute.tv/de/Linkverzeichnis

Christen erleben nahezu unglaubliche Heilungswunder - tagtäglich. Darüber wird in dieser Sendung mit Ärzten und Patienten gesprochen...:
http://www.bibeltv.de/mediathek/video/389/

https://cbndeutschland.org/tv/mediathek/

Arzt erlebt Gottes Führung, Radiobeitrag
http://www.erf.de/radio/erf-plus/med...ng/8301-160


Artikel aus der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Ich habe die Gewissheit, dass Gott uns trägt"
http://cig-online.de/cigmail/2016/02...Richter.jpg

Gott half Brandy aus Depression:
http://www.jesus.ch/magazin/kultur/m...da_bin.html


Kel Mitchell: Drogen, Depression, Scheidung - Bei Jesus fand er einen Ausweg:
http://www.jesus.ch/magazin/people/2...ausweg.html

Mitten in der Depression
Gott sagte zu ihm: "Ich bin dein Vater und rette dich":
http://www.jesus.ch/magazin/people/p...e_dich.html

Strahlefrau Mary Kate: Gott half mir aus der Depression heraus:
http://www.jesus.ch/magazin/people/p...heraus.html

Brandy Norwood: Gott begegnete mir, als ich den tiefsten Punkt erreicht hatte:
http://www.jesus.ch/magazin/people/p..._hatte.html

Geheilt von schwerster Depression:
http://www.jesus.ch/magazin/people/p...ession.html

Nach Jahren der Depression
"Ich erkannte, wie kostbar ich Jesus bin"
http://www.jesus.ch/magazin/spiritua...us_bin.html

Neurologin und Psychiaterin Dr. Angela Hartung: "Glaube kann helfen, Depressionen durchzustehen und so kann seelsorgerlicher Beistand die medizinische Behandlung hilfreich ergänzen."
https://www.come-on.de/volmetal/mein...819387.html


www.erf.de und www.bibeltv.de Suchbegriff: Krankheit
wize.life-Nutzer, man sollte bitte GOTT aus dem Spiel lassen, wenn es um die assistierte Sterbehilfe geht, denn sehr viele Menschen glauben nicht an Gott und möchten selbstbestimmt sterben können.

wize.life-Nutzer, für alle Gottgläubigen sei gesagt: sie dürfen nach ihren Glaubensregeln sterben, denn niemand zwingt Gottgläubige zu einer assistierten Sterbehilfe.

Andererseits sollten Gottgläubige aber bedenken, dass ihre moralisch-religiösen Regeln, die ihnen eine assistierte Sterbehilfe verbieten, NUR für Menschen gilt, die an Gott glauben, für alle anderen (Atheisten, Agnostiker, Pantheisten usw.) sind diese religiösen Regeln nicht verbindlich.
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Guten Abend ich bin Unheilbar an Brustkrebs erkrankt ich kann zum Glück noch alles Machen und bin auch noch immer Mobil und kann das Leben genießen das geht ja auch wenn man wie bei mir die Knochenmetastasen unter Kontrolle hat für mich bedeutet Lebensqualität wenn ich keine oder nur leichte Schmerzen ab und an habe und das ich mir selbst bevorsten kann und und das meine Chronische Krebserkrankung im Moment gut Kontrolliert werden kann aber wenn ich mal ins Endstadium meiner Unheilbaren Krebserkrankung komme und Bettlegrik bin hoffe ich auch das das dann bis zum Tod nicht lange dauern tut ich habe schon in weißer Voraussicht eine Patientenverfügung und eine Versorgungsvollmacht erstellt weil ich im Endstadium meiner Unheilbaren Krebserkrankung keine Lebensverlängerung mehr haben möchte eher eine Lebensverkürzung ich möchte wei Dan wenn man nur im Bett liegen kann und nicht mehr raus kann und zu Schwach ist ist das für mich keine Lebensqualität mehr und das man sterben muss das betrifft alles Leben auf der Erde und das sollten die Menschen endlich mal akzeptieren das man im Endstadium einer Krankheit oder Alter keine Lebensverlängerung um jeden Preis mehr machen sollte weil das nur Qalen sind für den Schwer Kranken der nicht mehr Geheilt werden kann dann soll der Mensch in Würde gehen können
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Wenn ein Mensch schwer Krank ist, und die Ärzte ihm Austerabiert haben, und er Kranke sowie die Angehörigen wissen das er bald Sterben muss, sollte man nicht nur die Angehrigen sondern der Mensch der nur och Leidet ermöglich das er in Würde mit Hilfe einer Spritz oder Medikament der Sterben Erleichtert. Ich weis wovon ich Spreche, ich habe einen Lieben Menschen verloren wo keine Hoffnung bestand.
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HOFFENTLICH ist es bald auch hier in Deutschland eine Selbstverständlichkeit, dass uns sterbende Menschen in Würde verlassen dürfen!!!
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Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn Menschen, die derart leiden und keine Kraft mehr haben weiterzuleben, die Möglichkeit der Sterbehilfe bekommen könnten.
Vielleicht so wie es in der Schweiz gehandhabt wird. Doch auch dort ist es nicht so leicht, wie hier mancher meint.
Wichtig ist es, dass die behandelnden Ärzte straffrei bleiben, wenn sie - niemals einer allein, sondern im Team! - ihren Patienten diese Möglichkeit der Erlösung geben dürften.
Und nicht - wie ich es leider in meiner Familie in einem Fall erleben musste - trotz Patientenverfügung noch teure Behandlungen ohne Heilefolgschancen aufschwatzen.
Bzw. Untersuchungen durchführten, die eine 86-jährige nicht überlebte.
Oder sollte das eine Art Sterbehilfe sein?
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Wichtig ist rechtzeitig dafür zu sorgen was die Ehefrau/-Mann, Verwandten, im Falle eine solche Situation zu tun ist. Ich habe schriftlich vorgesorgt bei Unfall, Krankheit und Alter, durch Vollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. So kann ich beruhigt eine ähnliche Situation in den nächsten Jahren vorerst weiter ohne Sorgen leben, das andere Probleme mit mir haben werden.
Ja Peter das habe meine Frau und ich auch getan, wir haben sogar eine Vorsoge Bestattung Abgeschlosse.
wie wird sich Jesus Christus gefühlt haben am Kreuz
Viele Ungeborene die nicht mehr in unsere Gesellschaft passen, werden schon abgetrieben, das werden wir dann mit unseren Alten auch noch schaffen
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