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Feuerwehrmänner Thomas (r.) und Ralph riskieren täglich ihr Leben für andere ...

"43 Tote, 1123 verletzte Feuerwehrkräfte" - Thomas erklärt, warum er täglich sein Leben riskiert

Von News Team - Dienstag, 30.04.2019 - 13:48 Uhr

Jeden Tag riskieren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr ihr Leben. Sie laufen in brennende Häuser, pumpen Keller leer und retten Menschen und Tiere. Doch warum das Ganze? Feuerwehrmann Thomas musste genau diese Frage seiner Ehefrau beantworten.

Sie wollte wissen: „Warum? Warum machst Du das überhaupt? Mit 50. Nach knapp 30 Jahren bei der Feuerwehr. Nach hunderten Einsätzen?“ Die emotionale Antwort hält er auf Facebook fest. Dort schreibt er:

"Eigentlich eine gute Frage. Wir kriegen dafür keinen Cent, im Gegenteil: Wir kaufen uns manchmal sogar Ausrüstungsgegenstände wie Handschuhe selbst, um uns noch besser schützen zu können. Wir bekommen in den allerwenigsten Fällen Anerkennung oder ein Dankeschön."

Feuerwehr wird alarmiert, weil Anwohner zu faul sind

Thomas und sein Partner Ralph sind schon seit Jahren Atemschutz-Ausbilder im bayerischen Landkreis Cham und gehören zur Feuerwehr der Stadt Furth im Wald. Er erzählt, dass er oft genervte Blicke zugeworfen bekommt, wenn er wegen eines Einsatzes vom Arbeitsplatz verschwinden müsse.

Die Einsatzkräfte werden oft wegen Kleinigkeiten alarmiert. In vielen Fällen, weil die betroffenen Anwohner zu faul sind, das Problem selbst zu lösen. Dafür hat Thomas ein paar Beispiele parat:

"Einen kleineren Ast von der Straße entfernen, morgens um 2 Uhr eine umgefallene Biotonne aufheben (Alarmmeldung: Maden-Invasion, ehrlich) oder der gefühlt tausendste Brandmeldeanlagen-Fehlalarm, weil irgendwann mal wieder jemand nicht aufgepasst hat. Schuldgefühl beim Verursacher: natürlich meistens Fehlanzeige. Und wenn es nach ein paar Jahrzehnten ganz dumm läuft, bekommen wir vom Brandrauch auch noch Krebs… Also: Warum machen wir das?"

„Ohne uns wäre die Welt viel beschissener“

Wie es in dem Post heißt, sind alleine in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt 43 Feuerwehrmänner bei einem Einsatz ums Leben gekommen, mindestens 1123 haben sich verletzt. Thomas schreibt weiter:

"Ich weiß nur, wenn wir es nicht machen, würde die Welt ganz viel beschissener sein. Freiwillige Feuerwehrleute sind - auch wenn es pathetisch klingen mag - etwa wie die Schutzengel des Alltags. In einem Notfall sind wir halt da. Dafür riskieren wir, trotz der fortschreitenden Technik und Ausrüstung, viel. Nicht nur unsere Gesundheit, oftmals unser Familienleben, weil wir halt wieder weg müssen, auch wenn mit der Frau ein Abendessen ausgemacht war, wir mit unseren Kindern eigentlich ins Schwimmbad wollten, mit Freunden verabredet waren."

Eine Einsatzperson muss nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes löschen, retten, bergen und schützen können. Im Jahr 2016 gab es demnach 41.894 Feuerwehren in der Bundesrepublik. Den größten Teil machen dabei die Freiwilligen Feuerwehren aus.

"Wir machen es, weil es einfach ein gutes Gefühl ist, Gutes zu tun. Gemeinsam.
Wir machen es, weil wir gute Menschen sein wollen. So wie es uns früher in unserer Erziehung beigebracht wurde. In einer Zeit, in der das "wir" noch im Vordergrund stand, nicht das "ich", das heute immer mehr unsere Gesellschaft prägt. Und wir machen das auch, weil wir ein wenig auf uns selbst stolz sein wollen."

Feuerwehrkräfte haben Bitte an alle

Thomas und sein Kollege Ralph haben einen Wunsch:

"Verständnis, dass wir nicht unbedingt zu jeder Minimini-Kleinigkeit gerufen werden wollen. Wir wünschen uns Verständnis, wenn halt mal eine Straße abgesperrt werden muss und wir würden uns wünschen, wenn vielleicht mancher mal ausprobieren würde, wie schön das gute Gefühl des Helfens ist. Denn wir sind um jeden froh, der sich uns anschließt, um anderen in Notsituationen beizustehen. Zumindest weiß jetzt jeder, warum ich/wir das tun, was wir tun."

Da hat Thomas recht: Feuerwehrkräfte leisten tolle Arbeit. Wir sollten ihren mutigen und teilweise lebensgefährlichen Einsatz mehr schätzen.

31 Kommentare

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Politikversagen !!!
Warum fällt der Bundesregierung = GROKO = nicht ein, Flüchtlingen und Asylanten,
denen Schutz und Herberge wie auch Taschengeld hier im Lande zur Verfügung steht,
zum Gemeinwohl auf ehrenamtlicher Basis mindestens so 20 Stunden im Monat
Tätigkeiten ableisten zu lassen, z. B. bei der Feuerwehr, in den Kommunen für Park-
anlagen oder Friedhöfe etc. pp. **
das muss ja betreut und angeleitet werden - wer soll das machen?
Es heißt doch immer "es fehlt der Nachwuchs" ??? Für Parkanlagen- und Friedhofs-Wegesäuberungen braucht man nicht viel Betreuung + Anleitung.
Aber mit der Zeit lernen sie doch über Kurse und die Kollegen sogar
schneller unsere deutsche Sprache, um sich mehr noch zu qualifizieren **
Wenn wir Bürger ehrenamtlich und umsonst arbeiten können, verlange ich
das von unseren Gästen im Lande auch, so einfach sehe ich das **
die haben doch null ahnung von parkanlagen und friedhöfen - natürlich braucht es da anleitung - und bezügl. feuerwehr sowieso!!

das mit der sprache stimmt, wenn das alles so easy wäre .....
SIE nicht zu beschäftigen, finde ich äußerst fatal, so fühlen SIE sich auch nicht wohl, nicht gebraucht und nicht integriert. Diese falsche Rücksichtnahme,
liebe Snow-White, produziert nur weitere Wut- und Protestwähler im Lande **
da geb ich dir vollkommen recht - aber wie schon gesagt, wer beaufsichtigt das?? vllt. ehrenamt, ok - machst du es?
Die Kollegen untereinander in der Kommune machen das sicherlich,
weil sie dadurch vielleicht ein wenig mehr Luft bekommen, wenn sie
einfachere Dienste abgenommen bekommen würden.

Stell Dir vor ja, ich arbeite tatsächlich ehrenamtlich auf unserem vor der Schließung bedrohten Dorffriedhof mit weiteren 3 Allroundern, um ihn
bzw. unsere Familiengräber für die Zukunft aufrecht zu erhalten **
Gute Nacht - Morgen ist ein neuer Tag **
werner, wer hetzt hier?
NIEMAND!
also nerv woanders rum!!
Ich hetze nicht, ich spreche nur vielen deutschen Bürgern aus der Seele,
besonders unsere flaschensammelnden Rentner mit einer Winz-Rente,
trotz 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt als Maler oder Anstreicher.

Wenn denen nach Abzug ihrer Miete z. B. die Waschmaschine kaputtgeht,
bekommen sie keine Neue auf Staatskosten und noch aufgestellt wie
auch montiert, sie müssen sich die Anschaffung einer neuen Wasch-
maschine vom Munde absparen und solche Fälle gibt es zu hauf, Werner **
Nur mal erwähnenswert! Die Rente meines Nachbarn wurde um 1,26 Euro erhöht, dieser Betrag wurde umgehend an die Aufstokung der Grundsicherung angerechnet.
logisch!
Die Kleinen müssen immer bluten und die Großen
dürfen weiterhin ihre Panama-Oasen anfüttern **
Die Grossen haben ihr echtes Geldeingangskonto oder auch sog. Schwarzkonto nicht in DE, sondern in Oasen. Das macht den Unterschied.
Interessant! Ein Zugang aus " aus Alt mach Neu" im Drehtüreffekt.
Schon in der Bibel steht;
"An ihren Worten werdet ihr sie erkennen"
Irgendwie bleibt mir bei diesem Strang der Mund offen von Verständnislosigkeit! Geht's noch? Feuerwehrleute sind hochqualifizierte Menschen mit einer hohen Verantwortung, die ständig ihr Leben riskieren. Und: Was wird draus gemacht: Eine Hetze gegen Flüchtlinge, die nach Meinung einiger User nur zu faul sind, diesen Job zu machen.
Ich wünschte, jede, die nicht wissen, was von Feuerwehrleuten alles verlangt wird, sollten sich mal nur ein paar Stunden dort umsehen.
Von mir: Herzlichen Dank, ihr Feuerwehrleute, von denen die meisten das ehrenamtlich machen, für euren Einsatz. Ohne euch würden wir ganz schön alt aussehen.
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.. und heute haben sie vielerorts wieder den maibaum aufgestellt!
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War einige Jahre aktiver freiwilliger, und habe einiges gesehen auf das ich gerne verzichtet hätte. Aber auch dankende Blicke Verletzter, die nicht im stande waren etwas zu sagen.
Abe bei allem, störte eines tierisch, die dummen Bemerkungen unbeteiligter Schaulustiger! Das letzte Erlebnis müsste jetzt ca 5 Jahre her sein, nicht mehr Aktiv, aber als Ersthelfer bei einem VU als einer der ersten vor Ort. Man half so gut man konnte, auch wenn die junge Frau zwar geborgen aber letztendlich nicht zu retten war.
Ich kann nicht sagen, ob meine persönliche Rekonstruktion zutreffend war. Hate aber einige Zeit später die Chance diese mit ihrem Vater, übrigens ein Berufsfeuewehrmann, z bereden. Er kannte nur Einsatzfotos, aber mit meinen Gedanken egab alles ein Erklärbares Bild.
Schlimm waren für mich die vielen Gerüchte die ihm und seine Familie zugetragen worden waren, die vor nix wissen und teilweise Frechheiten nur so strotzten. Besserwisserei höchster stufe, kombiniert mit egoismus, "mir wäre das nicht passiert/frau am Steuer usw."
Das Wissen eines Menschen ist begrenzt. Das Besserwissen von Klugscheissern ist Grenzenlos
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Die Feuerwehr, der rettende Engel, wenn Lebensgefahr droht. Sie sind die stillen Helden des Alltags.
Ob Feuerwehr oder Polizei, ohne diese beiden Helden geht garnichts. Beide müssten in jedem Jahr dafür ausgezeichnet werden. Das wäre mal echte Gerechtigkeit mit gutem Gefühl den Oden übergeben!
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Was wäre die Welt ohne Feuerwehrleute? Sie sind einfach notwendig im Leben.
Ich habe großen Respekt für Euren Einsatz in Not und bedanke mich für die ehrenamtliche Hilfe.
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Ein grosses Dankeschön an die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute...ich hab sie bisher nicht in Anspruch nehmen müssen,,
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Ich habe absolute Hochachtung vor der freiwilligen Feuerwehr. Ich kannte früher einige die diese ehrenamtliche Aufgabe mit viel sozialem und persönlichem Engagement für selbstverständlich hielten.
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