wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Homosexualität - warum Männer schwul sind

Homosexualität - warum Männer schwul sind

Monika Preuk
14.02.2014, 16:41 Uhr
Beitrag von Monika Preuk

Beispiele für Homosexuelle muss ich gar nicht nennen. Es gibt genügend und fast jeder in seinem Bekanntenkreis kennt einen Schwulen. Ein Tabuthema ist Homosexualität in Westeuropa schon lange nicht mehr. Spätestens als öffentlich wurde, dass Sympathieträger wie Walter Sedlmayr oder Modezar Rudolph Mosshammer junge Männer liebten.

Sedlmayr - ein "Umdrahda"

Für die Älteren damals war das schon noch eine Sensation. Als ich die Meldung über Sedlmayr der 90-jährigen Mutter einer Freundin vorlas, sagte die auf Münchnerisch: "Mei, der a no, ist der a so a Umdrahda." Der "Umgedrehte", das war ein Synonym für schwul. In ihrer Generation etwas Schlimmes, Verbotenes, das seinen schrecklichen Höhepunkt wohl in der Verfolgung der Homosexuellen unter Hitler fand. Doch auch in der Gegenwart, denken Sie nur an manche russischen Länder, wird Homosexualität nicht geduldet.

Freudsche These zur Homosexualität

Was noch in der Antike ganz normal war - viele griechische und römische Intellektuelle pflegten die Liebe unter Männer - wurde später zum Abnormalen. Freud versuchte, Homosexualität durch die angeborene Bisexualität jedes Kindes zu erklären, die sich erst später durch das Umfeld ändere. Fehlt der Vater, so die Freudsche Interpreation, würde der Junge später homosexuell, um im Partner den Vater zu finden.

Das vermeintliche "Schwulen-Gen"

In den 80er Jahren des letzten Jahrhundert meinten amerikanische Forscher, ein Gen entdeckt zu haben, das Homosexualität auslöst. Weitere Studien widerlegten diese These, zeigten jedoch, dass einzelne Genabschnitte mit der Veranlagung, das gleiche Geschlecht zu lieben, in Verbindung stehen. Außerdem sollen Hormone während der Schwangerschaft der Mutter eine Rolle spielen.

Zwei Faktoren bei Homosexualität

Damit die Neigung jedoch tatsächlich ausgelöst wird, spielt das soziale Umfeld - da kommen wir wieder zu Freud - ebenfalls eine Rolle. Schlechte Erfahrungen mit Frauen, eine übermächtige Mutter könnne dabei zum Tragen kommen. Biologischer Faktor plus sozialer Faktor lautet demnach die Formel für Homosexualität.

Doch wie gehen Sie mit diesem Thema um? Und wie haben Sie das früher erlebt? War das ein Thema, über das in ihrem Elternhaus nur getuschelt wurde? Was für Vorurteile gegenüber Homosexualität gab es denn da?

53 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
ein wirklich unglaublich gutes buch zu dem thema:" in einer person" von john irving. in typischer irving-manier erfrischend pointiert, etwas skuril und alles, was man zu dem thema wissen sollte, um mal im kopf umzudenken.
  • 17.04.2014, 19:38 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich finde, dass ein Forum wie Seniorbook (oder gar facebook) denkbar ungeeignet ist, ein Problem zu erörtern, dem gegenüber auch die Wissenschaft keine eindeutige gültige Antwort weiß, nämlich "wie entsteht Homophilie". Jede der bisherigen Antwortversuche hat etwas für sich, ist aber keineswegs allgemeingültig. Eine "Laune der Natur", vielleicht, aber sicher nicht nur. In einem aufgeklärten Zeitalter sollte man in einer zivilisierten Welt Minderheiten als solche respektieren und kein großes Aufhebens davon machen.
  • 06.04.2014, 18:33 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
eine derartige thematik mit ein paar wenigen worten zu schildern ist sehr mutig und trifft nicht den kern.
  • 04.04.2014, 21:41 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Vor 1967 war alles unter der Gürtelline bäh. Gott sei Dank habe ich sehr aufgeschlossene Eltern gehabt und konnte mit allen Fragen auch mit denen der Sexualität zu ihnen kommen. Was mich immer aufregt war und ist diese Tuschelei hinter dem Rücken der Lesben und Schwulen. Habe noch nie Probleme mit ihnen gehabt. Schwule können die besten Freunde von Frauen sein.
Diese Veranlagung ist einfach eine Laune der Natur.
Was ist normal? Wer bestimmt was normal ist? Normalität hat mit der Kultur zu tun. Kulturen haben immer andere Auffassungen vom "normal sein".
Zum Beispiel sind Hermaphroditen in alten Indianerkulturen sehr angesehene Menschen und Niemand würde dort auf die Idee kommen sie umzuoperieren.
Darum sollten wir alle Eigenheiten der Menschen anerkennen. Vorausgesetzt es werden dadurch andere Personen nicht gefährdet.
  • 22.03.2014, 01:16 Uhr
Wäre Homophilie die Regel, d.h. normal oder die Norm, wäre die Menschheit wohl schon ausgestorben oder unser Planet zumindest nicht von Menschen überbevölkert.
  • 06.04.2014, 18:37 Uhr
Ja, unserem blauen Planeten würde es ohne den Menschen viel, viel besser gehen.
Der Mensch ist doch eine Fehlplanung der Natur
  • 06.04.2014, 20:50 Uhr
Fühlen Sie sich fehlgeplant?
  • 07.04.2014, 10:05 Uhr
Ja, irgendwie schon. Welche Vorteile bringt der Mensch denn der Natur?
  • 07.04.2014, 23:46 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hätte er damals ein schnurloses Telefon gehabt, würde er heute vielleicht noch leben. Geiz an der falschen Stelle.
  • 21.02.2014, 18:51 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
was nennt sich normal und was abnormal?in meinen ist alles normal wenn mann mich nicht mit einem mann verkoppelt.für mich ist nun eine lady ein grosser tupfen auf dem i kurz einfach ich führe mich angezogen zu einer lady..........-
  • 21.02.2014, 18:33 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Nie in meinem Leben bin ich nach meinen (Vor-) Lieben und sexuellen Praktiken gefragt worden. Es war nie Thema, weil das niemand zu interessieren hat. Warum müssen sich Schwule auch heute noch "outen" und rechtfertigen, vielleicht sogar entschuldigen? Solange Homosexualität ein Thema bleibt, sind wir von Toleranz, auch christlicher, noch weit entfernt.
  • 21.02.2014, 13:26 Uhr
Ganz genau so sehe ich es auch. Sie haben das Thema sehr gut auf den Punkt gebracht. Niemand sollte so "mutig" sein müssen, sich zu outen.
  • 22.02.2014, 10:29 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hallo, habe zwei Söhne, der eine ist schon einige Jahre verheiratet und sehr glücklich. Der zweite jüngere Sohn lebt in einer festen Beziehung mit seinem Freund. Mein Mann und ich haben damit überhaupt kein Problem. Wir haben beide gleich erzogen und so ist es nun mal. Wir freuen uns immer, wenn alle 4 Kinder zu uns kommen. Wir haben alle 4 gleich lieb.

liebe Grüße Christine
  • 20.02.2014, 16:25 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich bin Anfang der 60igern zur Schule gegangen und da wurde über solche Dinge nicht gesprochen. Immer noch nicht. Es wurde getuschelt. Und zwar über meinen Vater. Ich weiß bis heute nicht, ob er Männer oder Frauen geliebt hat. Er war ein guter Vater, aber ob er auch ein guter Ehemann war, weiß ich natürlich nicht so genau. Für meinen Bruder war die Erkenntnis glaube ich schlimmer als für mich. Mir ist es eigentlich egal. Ich denke oft an meinen Vater und wünschte mir er würde noch leben und bräuchte heute nicht mehr gegen seine Natur angehen. Ich kenne Schwule und Lesben und ich finde sie entweder sympatisch oder eben nicht. Das hat aber nichts mit deren Gesinnung zu tun.
  • 19.02.2014, 21:24 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wenn zwei Männer sich auf den Mund küssen, bekomme " ich "
Gänsehaut.
  • 19.02.2014, 17:35 Uhr
Herr Thiele, sie müssen da ja nicht zu schauen.
  • 20.02.2014, 22:11 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren