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Deutscher Frauenrat schaut im Fall Edathy auf die Kinder

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
24.02.2014, 17:52 Uhr

Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Mona Küppers, stellt in einer Pressemitteilung vom 19. Februar klar:

"Der eigentliche Skandal ist, dass es erst zu dieser schmutzigen Affäre hinter der bundespolitischen Kulisse kommen musste, bevor die Einsicht reifte, dass unsere Gesetze gegen Kinderpornografie zu lasch sind. Es ist unerträglich, in "harmlose" und strafrechtlich relevante Bilder zu unterscheiden, wenn es um den kommerziellen Handel von Nacktaufnahmen von Jungen und Mädchen geht. Dieser muss generell verboten und konsequent verfolgt werden."


Und dies haben sich sicher sehr viele Menschen bei uns gedacht, dass der Fall Edathy eben nicht nur ein politischer Fall ist und der Anlass zur ersten Krise der Großen Koalition, dass es auch keinesfalls nur um den Abgeordneten persönlich geht, ob er nun legal Fotos von nackten Kindern im Ausland bestellt und man sagt wohl "konsumiert" hat oder es strafrechtlich relevant ist. Auch über die Moral ist ja schon landauf landab in allen Talksendungen geredet worden, dass Politiker Menschen wie andere Menschen auch sind auf der einen Seite, dass man aber andererseits von ihnen als Vorbilder eben ein untadeliges und moralisch vorbildliches Verhalten erwartet. Auch von Heuchelei war vereinzelt schon die Rede.

Mehr oder minder glaubwürdig, mal lahm, mal zornig aber wurde der Blick nun auch öfter auf die eigentlichen Opfer dieser man kann ja wohl schon fast sagen Industrie oder zumindest dieses Geschäftszweigs gerichtet: die Kinder.

In den Frauenverbänden lag von Anfang an der Fokus auf den missbrauchten Kindern und Jugendlichen. Daher fasst die Pressemitteilung des Deutschen Frauenrates zusammen, was alle Frauenverbandsfrauen in Deutschland denken:

"Denn die Missbrauchten sind und bleiben die Kinder. Sie wurden manipuliert und benutzt, ihnen wurde psychische und womöglich physische Gewalt angetan, damit diese Bilder überhaupt entstehen konnten. Diese furchtbare simple Wahrheit ging im Skandal um Sebastian Edathy und seinen politischen Konsequenzen bisher fast unter. Es ist höchste Zeit, an die Wurzel des Problems zurückzukehren.

Wir brauchen schärfere Gesetze, und wir brauchen vor allem eine bessere Ausstattung der Behörden und Institutionen zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Jungen. Deswegen fordern wir von der Bundesregierung weiter, das Amt des/der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Missbrauchs endlich dauerhaft zu verankern und mit entsprechenden Mitteln und Kompetenzen auszustatten."

Immer noch lesenswert ist auch ein Beschluss des Deutschen Frauenrates zum Thema, veröffentlicht 2011. Dies und die genannte Pressemitteilung sind zu finden unter
http://www.frauenrat.de/deutsch/pres...kinder.html

Hierzu können wir uns kein passendes Foto vorstellen.

3 Kommentare

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ich habe als admin und moderator die letzten jahre eine gruppe frauen geleitet, die als kinder sexuellen missbrauch erlebt haben, wir haben uns an aktionen beteiligt, die die verjährungsfrist aufheben sollen, diese aktionen sind von usern aus wer kennt wen und facebook ins leben gerufen worden, wir haben uns da zusammen gerottet um für unsere rechte zu kämpfen und das werden wir auch weiterhin, sexueller missbrauch an kindern muss bestraft werden und den überlebenden muss alle hilfe zugesichert werden, es kann nicht sein, dass die täterlobby größer als die stimmen der opfer gezeigt werden, dafür müssen unsere politiker endlich handeln, der runde tisch war schon mal ein guter anfang, aber die zahl der überlebenden besteht nicht nur aus den menschen, die durch kichenvertreter missbraucht wurden, sondern aus vielen anderen menschen aus unserer mitte, auch darf es nicht sein, dass überlebende die von ihrer geschichte berichten wollen von den tv sendern abgelehnt werden....dafür kämpfen wir
  • 25.05.2014, 15:37 Uhr
Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Danke für Ihren fundierten Kommentar und den großen Einsatz, von dem Sie berichten. Nein, das kann wirklich nicht sein, dass die Täterlobby größer ist und mehr zählen soll als die Opfer. Wir Frauenverbände sind deren Lobby, aber es ist ein gesamtgesellschaftliches Thema und geht alle was an.
  • 26.05.2014, 12:07 Uhr
gerne, es ist mir ein unbedingtes anliegen ....
wer sich zum thema sexuellen missbrauch informieren möchte...unter meinem namen gibt es bei amazon mehrere rezessionen zu büchern zum thema von frauen aus meiner gruppe ... bitte nur lesen, wer in psychisch stabiler verfassung ist ...
  • 26.05.2014, 13:39 Uhr
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