Plötzlich Großeltern - wie habt Ihr Euch gefühlt?
Plötzlich Großeltern - wie habt Ihr Euch gefühlt?Foto-Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=q2sM7tzILeE

Plötzlich Großeltern - wie habt Ihr Euch gefühlt?

News Team
Beitrag von News Team

Ein werdender Großvater bekommt von seiner Tochter ein Päckchen mit einem Schnuller. Er weiß noch nichts von seinem Glück und versteht die Andeutung nicht: „Sieht aus wie der von dir früher“, sagt er lachend. Als die Tochter ihm den Hinweis gibt den Zettel zu lesen, der an dem Schnuller hängt, fällt der Groschen. Die Reaktion ist absolut rührend.




Plötzlich Großeltern zu werden, kann auch konfliktreich sein

Was täten wir ohne Oma und Opa! Großeltern im Alter zwischen 55 bis 69 Jahren kümmern sich im Durchschnitt 47 Stunden monatlich um ihrer Enkel. Vor allem in Familien, in denen beide Eltern berufstätig oder die Mütter alleinerziehend sind. Aber nicht alle sind von Beginn an von ihrer neuen Rolle so begeistert, wie in dem Video "Das Geständnis an Opa" ("The Reveal to Grandpa"), das über 17 Millionen Mal gesehen wurde. Manche müssen erst in die Rolle der Großeltern hineinwachsen. Manchmal ist ein „Generationskonflikt“ unumgänglich. Dieser kann in unterschiedlichen Formen auftreten.

  • 1. Eltern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als Großeltern zu werden

Die Kinder machen eine Ausbildung oder studieren, dann arbeiten sie, ziehen ein paar Mal um und schließlich mit dem Partner zusammen. Die schönste der Neuigkeiten, dass die eigenen Kinder Nachwuchs erwarten, will nicht kommen. Manche Eltern treibt diese „Trödelei“ schier in den Wahnsinn. Im eigenen Freundeskreis gibt es schon die ein oder anderen Omas und Opas, die stolz von ihren Enkeln berichten können. Selbst kann man bei dem Thema nicht mitreden. Mittlerweile traut man sich nur noch vorsichtig und indirekt nach Nachwuchs zu fragen, mit der Anekdote vom süßen Nachbarskind zum Beispiel. Sonst drohen die eigenen Kinder einem wieder mit Kontaktabbruch. Und was wäre, wenn der sehnliche Wunsch nach Enkeln nicht erfüllt wird? Der Generationskonflikt ist hier vorprogrammiert.

  • 2. Großeltern, die sich auf einmal alt fühlen

Am Anfang ist die Freude über den Nachwuchs bei allen groß. Aber dann schleichen sich doch manchmal Gefühle ein wie „Bin ich jetzt tatsächlich alt?“, „Kann ich leisten, was von mir jetzt erwartet wird?", „Wie weit darf ich mich einmischen?“.
aus dem Video the reveal to grandpa
Nicht wenige tun sich schwer damit, plötzlich "Oma" oder "Opa" genannt zu werden und brauchen Zeit um in ihre neue Rolle zu finden. Aber, keine Bange, Oma und Opa zu sein, bedeutet keineswegs, zum alten Eisen zu gehören! Im Gegenteil, die neuen Herausforderungen und vor allem das Gefühl, gebraucht zu werden, halten jung.

  • 3. Kinder, welche den frisch gebackenen Großeltern zu viele Aufgaben übertragen

Mit den neuen Familienmitgliedern kommen neue Pflichten und Aufgaben auf einen zu. Entweder es ist schwer mit den temperamentvollen Kindern zurecht zu kommen oder die eigenen Kinder übertragen einem mehr und mehr Aufgaben. Die Großeltern werden quasi zu Dauerbabysittern abbestellt und fühlen sich überfordert. Vielen fällt es schwer das anzusprechen und so trübt sich die Beziehung zu den eigenen Kindern zunehmend. Auch hier kommt es zu einer Form des Generationskonflikts, miteinander richtig zu kommunizieren kann hier viele Probleme lösen.

  • 4. Wenn die Großeltern Ihre Enkel nicht sehen dürfen


Es gibt eigene Foren für sie, wie zum Beispiel das „Forum der verstoßenen Großeltern“. Hier schreibt eine Großmutter: „Eigentlich habe ich immer einen sehr guten und sehr engen Draht zu meinen Enkeln gehabt. Heute darf ich sie nicht mehr sehen, nicht mehr mit ihnen telefonieren und ihnen keine Briefe schreiben.“ Gesetzlich haben Großmutter und Großvater ein „Umgangsrecht“ mit ihren Enkeln. Das bedeutet, dass sie die Kinder regelmäßig sehen dürfen. Oft führen Konflikte zwischen den Eltern und ihre Eltern aber hier zu Problemen. Laut der Bundesinitiative Großeltern (BIGE) können geschätzte 150.000 Enkel in Deutschland ihre Omas und Opas nicht sehen. Häufig vermitteln in solchen Fällen nur noch Mediatoren zwischen den beiden sich in Konflikt befindenden Seiten.

  • 5. Erziehungskonflikte

Tatsächlich ist es so, dass Großeltern in der Regel wesentlich entspannter sind als Eltern. Aus ihrer stressfreien Distanz können sie sehr viel lockerer mit den Kindern umgehen.
Oma und Opa haben Zeit und Lebenserfahrung und dürfen ruhig auch mal die Kleinen verwöhnen. Natürlich immer in Absprache mit den Eltern. Es ist ganz wichtig, die Grenzen der Verwöhnung gemeinsam festlegen. Dann steht einer glücklichen Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln, von der alle Seiten profitieren, nichts mehr im Wege. Denn Kinder halten die ältere Generation agil und fit, wie man in dem Werbevideo der norwegischen Airlinie "Widerøe" sehen kann.


Wie habt Ihr Euch gefühlt, als Ihr erfahren habt, dass Ihr Oma oder Opa werdet?