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Die coole Wutz - Ein Schwein auf Abwegen
Die coole Wutz - Ein Schwein auf AbwegenFoto-Quelle: Uschi Dreiucker/www,.pixelio.de

Die coole Wutz - Ein Schwein auf Abwegen

Von wize.life-Nutzer - Montag, 22.09.2014 - 19:31 Uhr

Ich erinnere mich noch oft an unsere feucht-fröhlichen Abende, die wir in unserer Freizeit so gerne mit Freunden abends am See verbrachten. Dazu gehörte traditionsgemäß ein Spanferkel, leckere, hausgemachte Salate und jede Menge Gerstensaft. Die Sau lieferte jedes Mal ein Freund, der ein ortsbekannter Biobauer und Schweinezüchter war. Doch bevor das köstliche Mahl beginnen konnte, musste erst einmal die Sau geschlachtet werden.

Die Prozedur spielte sich, wie immer, im Hof des Biobauern ab. Das Ferkel wurde aus dem Stall gebracht und sollte mittels eines Schußapparates zur Strecke gebracht werden. Irgendwie standen an diesem Nachmittag die Zeichen nicht gut! Sowohl der Vollstrecker, der Biobauer, als auch die Sau waren extrem nervös. Als das Schwein quiekend den Stall verliess und der Bauer zum Schuß ansetzte, passierte etwas, was bis dato noch nie passiert war: Der Bauer schoß daneben und die Sau hetzte im Höllentempo quer über den Hof und gleich danach durchs Hoftor, dass man unvorsichtiger Weise vergass zu schließen. Unser köstlicher "Braten" stob ums Häusereck und rannte in Richtung Dorfmitte.

Nun erst begann die Hatz! Drei kräftige Männer, nebst Bauer mit Schußapparat, wild gestikulierend dem rosigen Tierchen hinterher. Bis dahin hatte ich keine Ahnung, wie flink solch ein Schweinchen sein kann! Fast in der Dorfmitte angekommen, muss es den Männern dann doch gelungen sein, das Ferkelchen mit großer Mühe einzufangen und ihm den Gnadenschuß zu verpassen. Die Aufregung war jedenfalls riesengroß und als Mann und erlegte Sau zurückkamen, war eine Runde Schnaps unumgänglich, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen.

Am Abend dann, als das Spanferkel am Spiess, über dem lodernden Feuer hing, erzählten wir noch lange lachend von dem nachmittäglichen Trubel. Kross, saftig und lecker duftend lag wenig später der heiß erkämpfte Braten auf unseren Tellern und ich muss sagen:" Es schmeckte wirklich SAUGUT!!!"


Foto:Uschi Dreiucker/www. pixelio.de

1 Kommentar

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...och, leider gehöre ich zu den Menschen, die zwar gern Fleisch essen, aber es sollte kein Tier dafür sterben ! Wie soll man nur aus diesem ewigen Zwiespalt herauskommen...darum tut mir auch das kleine Ferkel leid, ich sehe es so vor mir..rosig und klein, hilflos um sein Leben quiekend, in höchster Not flüchtend..leider umsonst Ach, wär doch das Ende der Geschichte so gewesen: " ...nach einiger Zeit wurde das kleine Schweinchen eingefangen. Die ganze Gesellschaft war aber nun nicht mehr hungrig, der Tisch bog sich ja unter delikaten Köstlichkeiten und satt und zufrieden war es ein Leichtes, dem kleinen Tierchen das Leben zu schenken. Fröhlich grunzend durchpflügte es die sattgrüne Wiese, während wir uns bei Kaffee und köstlichstem Kuchen, sehr wohl fühlten..." Das Ende? .."und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute "
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