Veränderungen...warum Neues, Unbekanntes so oft Angst macht
Veränderungen...warum Neues, Unbekanntes so oft Angst machtFoto-Quelle: Rainer Sturm/www.pixelio.de

Veränderungen...warum Neues, Unbekanntes so oft Angst macht

Beitrag von wize.life-Nutzer

Alles verändert sich und das stetig. Dem Frühling folgt der Sommer, dem Sommer der Herbst usw. Im Leben eines Menschen ist es nicht anders. Warum nun haben Menschen so große Angst vor Veränderungen? Bequemlichkeit ist es wohl weniger, viel eher ängstigt das Unbekannte, Neue. Oft ist es beeindruckend, wieviel Energie Menschen aufbringen, um diesen Ist-Zustand aufrecht zu erhalten, unter dem sie leiden. Man sträubt sich mit Händen und Füssen, ignoriert die feine Stimme im Ohr, die uns zuflüstert: "Es ist an der Zeit, etwas zu verändern!" Man stellt sich taub, will es nicht hören, nicht wahrhaben, hält vehement am alten Zustand fest, ist er auch noch so belastend, denn eines ist er zumindest, uns vertraut.

Haben wir verlernt die Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, die uns der Weg in die Veränderung aufzeigt? Eigentlich ist doch alles bestens, reden wir uns ein, wäre da nicht diese leise Unzufriedenheit, die sich längst bei uns eingeschlichen hat. Die Beziehung zum Partner scheint stabil, wenn auch nicht sonderlich aufregend. Starr ist das Korsett unseres Alltags, der Ablauf Routine. Vielleicht auch geht der Partner längst neue Wege, die wir zwar billigen, aber Zufriedenheit in unserem Herzen will sich nicht einstellen. Nur unsere Seele spürt, dass es Zeit ist für eine Korrektur.

Wie wir es auch drehen und wenden, Veränderungen machen uns Angst. Wir haben Angst davor, unsere alten, ausgetretenen Wege zu verlassen, um aufzubrechen in ein unbekanntes Terrain. Bedeutet ein Aufbruch doch fast auch immer eine gewaltige Änderung, ein neues Zuhause, einen neuen Job und vielleicht auch eine neue Stadt. Veränderung kann aber auch viel mehr sein, denn auch wenn ich nun etwas aufgebe, werde ich an anderer Stelle etwas Neues gewinnen. Anfangs tun Veränderungen noch mächtig weh, denn sie bedeuten automatisch auch Abschied. Wir verabschieden uns von einer Zeit, die hinter uns liegt, von Menschen, mit denen wir zusammen lebten, von einer Routine, an die man sich gewöhnt hatte. Haben wir aber diesen großen Schritt erst einmal getan, dann erfüllt er uns auch mit neuer, innerer Zufriedenheit. Es ist die Zeit, wo man sich endlich wieder spürt, die Zeit, in der man mit Gewissheit feststellt, in diesem Augenblick war es das einzig Richtige, gerade jetzt einen Kurswechsel meines Lebens vorzunehmen.

Wann diese Zeit gekommen ist, muss jeder für sich entscheiden. Verkehrt wäre nur Stillstand, denn dies bedeutete immer auch Rückschritt. Leben ist Veränderung, stetig, sei es morgen oder in fünf Jahren, denn alles fliesst, von Anfang an!


Foto: Rainer Sturm/www.pixelio.de