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Familienbande Eltern und Kinder

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 09.07.2015 - 10:03 Uhr

Blut ist dicker als Wasser

oder:

Kinder lieben ihre Eltern immer


Frau Kammerer hat mir mit Ihrem Beitrag einen Impuls gegeben. Viel Freude beim Lesen und meinen Dank an Frau Kammerer.

ZumThema: Das Gegenteil von gut gemeint


Familie ist immer eine starke Bande. Familie liefert alles, was das Menschsein ausmacht - auf allen Ebenen.

Für die Eltern: Sie sollten sich klar darüber sein, dass Eltern dem Kind das Leben schenken. Das größte Geschenk überhaupt. Damit kommt das Kind in eine Bringschuld, die es quasi nie wird ausgleichen können. Unter anderem aus diesem Grund liebt ein Kind seine Eltern bedingungslos, manchmal bis zur Selbstzerstörung. Diese Liebe ist da - auch wenn der Verstand, Trauer, Wut, vielleicht auch Haß, alles vergräbt. Kurzum, der evtl. Schmerz in Verbindung mit den Eltern, lässt diese tiefe Verbundenheit und Liebe nicht zu.

Für das Kind gilt: Eltern geben immer nur ihr Bestes und handeln im rechten Glauben. Und das Beste ist das, was sie selbst gelernt und erfahren haben. Ob das nun nützt oder dem Kind schadet ist hier erst mal völlig unwesentlich. Es geschieht einfach so. Das klingt hart, ich weiß es und ist schwer anzunehmen. Dies mit der Zeit zu können, ist ein Prozess.

Zum Thema Kontaktabbruch


Schauen wir in die Natur, ist das nicht ungewöhnlich. Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die mit allen Bewusstseinsebenen enge emotionale und soziale Bindungen auf lange Zeit eingehen (können). Doch wir sollten immer reflektieren, was diese Bindung mit uns tun. Manchmal braucht es einen Cut für das Kind, um sich selbst zu strukturieren und sich selbst zu "sortieren" und zu lösen. Denn ist das Kind erwachsen, hat es definitiv sein eigenes Leben. Eine Auszeit kann klären und eine neue stabile Ebene schaffen, um auf die eigenen Eltern dann mit einer guten Kraft zu gehen zu können. Natürlich gilt das auch anders herum: Es braucht eine gute und stabile Kraft, wenn die Eltern auf einen zukommen.

Zum Thema Ohnmacht und Schuldgefühle


Dies sind Emotionen, die nur wir Menschen kennen. Es sind Gefühle, die uns Eltern immer wieder vor Augen geführt werden und vielleicht eine Zeitlang sogar begleiten. Es gilt anzuerkennen, dass wir unserem Kind(ern) das Leben geschenkt haben, in das sie irgendwann auch selbst gehen werden. Es gilt anzuerkennen, dass wir in unserem möglichen Rahmen das Beste getan haben. Diese Schuldgefühle kommen aus dem Gefühl "nicht gut genug zu sein und nicht gut genug gehandelt zu haben". Doch hier sollten wir Eltern auf uns schauen, ob wir das nicht selbst schon so erfahren haben. Wir sollten diese Gefühle anerkennen. Doch wir ändern nichts damit, in dem wir uns im falschen Aktionismus verbeißen. Tiefe Gräben in der Familie sind oft schon früher aufgetreten und wiederholen sich gerne. Darum gilt es hinzuschauen für uns Eltern, ob und wo es so etwas schon mal in der Familienhistorie gab.

Zum Thema Die Bindung und die Lösung


Wir Eltern sind auch die Kinder unserer Eltern und unserer Vorfahren. Als Kinder können wir dies nicht canceln. Wir können nur als Erwachsene hinschauen und es bei uns integrieren und unsere Eltern nehmen, wie sie sind. Die Bindung wird immer bestehen und wirken - in beide Richtungen. Und auch ein Kontaktabbruch wirkt, auch über die kommenden Generationen hinaus.

Eine Zwangspause sollte von beiden Seiten genutzt werden, um Gutes daraus zu machen. Vielleicht ist es notwendig, um sich hier eine passende Begleitung zu suchen. Heil werden geschieht immer in tiefer Anerkennung allem, was mich mit meiner Herkunftsfamilie verbindet. Und natürlich in Dankbarkeit, Vergebung (Gabe, nehmen und geben, usw.) und in Liebe.

Caroline Anne Hagel ©

6 Kommentare

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Ein wunderbarer Beitrag, für den ich sehr sehr danken möchte! Ich habe ihn mir ausgedruckt, um ihn wieder und wieder zu lesen. Ich habe bereits einige Male erleben müssen, wie sich Kind und Eltern "entzweien" und nicht mehr zueinander finden. Wenn ich Gelegenheit habe, dieses schwierige Thema mit den Betroffenen zu besprechen, sage ich stets: geht auf einander zu und nehmt Euch in den Arm, sagt bei Zeiten, was zu sagen ist und findet Euch wieder, denn eines Tages ist es zu spät! Dann am Grab zu sagen: Warum haben wir nicht mehr den Weg zu einander gefunden, ist zu spät, es gibt keine Chance mehr!
Hasko Winter
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Guten Abend Caroline Anne Hagel,
Dein Beitrag gefällt mir sehr gut.
Ich bin aber entsetzt darüber wie viele Beiträge unter Familie & Partnerschaft über Horoskope eingebracht werden und den Sinn von Familie und Partnerschaft überrollen. Normal sollte dieses Thema Horoskop ein eigenes Themen-Teil erhalten, aber das Feingefühl der Leute da oben...! Es zeugt von keiner guten Führung im SB.
Nach zwei Jahren, wo ich wieder mal reinschaue ist das Extreme weiter fortgeschritten, Christen werden hier schwer angegriffen und in die Ecke gestellt als welche aus dem Mittelalter usw. Wer kein reales Verständnis für Homoehen etc. hat, da rasten einige richtig aus. Satan ist hier im SB in, und wer ihm nicht dient - die schlimmsten Sachen wurden mir gesendet - wird ebenfalls außerordentlich angegriffen: Bringst du noch den Glauben mit ein, schreiben die entsetzliche Satansverehrung und die wirklich Gotteslästerlichsten Ausführungen die ich als Erwachsener überhaupt gelesen habe.
Der Beitrag über Satire zum Thema Seniorbook hat mir zwar gezeigt es sind viele hier auch gegen die Art und Weise hier, bis hin zur unglücklichen Führung des SB.
Aber insgesamt fühlen sich ja eine Menge nicht mehr so wohl aus welchen Gründen auch immer.
Mir geht es nicht anders, diese Anfeindungen und schreiben "mach dich vom Acker gez. Joachim R." etc. sind bezeichnend für die Atmosphäre hier.

Ich habe einen Beitrag über Kinder geschrieben und auf die Vermittlung des Heimatgefühles hingewiesen. Nur ein liebvoller Umgang mit Kindern kann dieses Heimatgefühl stärken und es zur Heimat werden lassen.
Schon im Leib der Mutter fängt diese Heimatgefühl an und wird sich weiter entwickeln bis später unter Umständen dieses Heimatgefühl sich fortbilden kann, wenn es nicht zu sehr gestört wird, sogar bis ins hohe Alter.
Da meine Beiträge im Internet öfters gelesen werden als hier - ich bin erst ca. 10 Tage hier und erkenne für Zusammenhänge z.B. Umweltbewusstsein etc. bin hier nicht angekommen! Seniorbook in dieser Form kann ich nicht empfehlen. Du bist hier die gute Ausnahme von nicht so vielen Leuten.
Mit freundlichem Gruß
Eric Hoyer
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Der Beitrag berichtet,wie es sein sollte, doch wenn man seine Kinder in guten und schwierigen Zeiten immer begleitet hat,ist es plötzlich sehr schwer los zu lassen. Es braucht Zeit und nochmal Zeit und eine Portion Selbstbewusstsein, sich nicht über die Kinder zu definieren.
Der Beitrag berichtet, wie es ist, schaut man auf die Seelenbewegung.

Ich kann dich sehr gut verstehen. Doch du solltest unterscheiden zwischen
"für die Kinder da sein, solange sie Kind sind" und
"sich dadurch definieren".
Denn deine Kinder sind nicht du und du bist nicht deine Kinder.

Es braucht kein Selbstbewusstsein, sondern ganz viel Mut auf sich selbst zu schauen und um sich selbst zu kümmern. Und diesen Mut wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Ich hoffe, ich habe mich nicht missverständlich ausgedrückt.
bei 72 Jahren habe ich das alles hinter mir-4 Enkelkinder auf zwei Kontinenten, in drei Länder und alles ist gut
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Christine Kammerer
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