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Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Mit 50 plus  noch mal heiraten?
Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Mit 50 plus noch mal heiraten?

Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Mit 50 plus noch mal heiraten?

Von Monika Preuk - Freitag, 17.05.2013 - 21:27 Uhr

Man mag die hohen Scheidungsraten betrauern oder nicht. Fakt ist: Ab Mitte 40 gibt es, gerade in den Städten, wieder jede Menge Singles. Und die meisten suchen einen neuen Partner. Vor dem Schritt, noch mal zu heiraten, scheuen jedoch viele zurück. Warum eigentlich? Oder darf man sich mit 50 plus nicht(s) mehr trauen?

„Spätberufene“, so nennt man diejenigen, die erst nach Erreichen der statistischen Lebensmitte zum ersten Mal heiraten, „Wiederholungstäter“ solche, die mit über 50 ein zweites oder sogar ein drittes Mal den Schritt vor den Standesbeamten wagen oder, je nach Konfession, noch einmal vor den Altar treten.

Letztere bekommen viele Unkenrufe aus dem Familien- und Bekanntenkreis zu hören: „Lasst doch lieber alles wie es ist, das gibt doch nur einen riesigen Formularaufwand und wozu das alles in eurem Alter??“ „Es geht euch doch so gut miteinander, wenn ihr jetzt heiratet, könnte das schlecht für eure Partnerschaft sein.“ Und dann werden Beispiel angeführt von Bekannten von Freunden, die mit 60 noch geheiratet haben und dann war nach einem Jahr schon alles wieder vorbei. Die ganz Klugen führen Statistiken ins Felde, die besagen, dass die spät geschlossene Ehen sowieso nicht so lange halten wie die jung eingegangenen: „Jung gefreit hat nie bereut, alt gefreit hält nimmer weit.“

Dem muss der logische Menschenverstand zustimmen, denn wer mit 55 heiratet, wird vermutlich zwar noch Silberhochzeit feiern können. Doch mit weiteren runden Ehejubiläen wird es wohl schwierig – weil nicht gesagt ist, dass beide dann noch leben...

Liebe kennt keine Altersgrenze

Abgesehen von dieser biologischen Zeitbeschränkung haben Ehen, die erst spät geschlossen werden, auf keinen Fall eine schlechtere Prognose, sondern ganz im Gegenteil sogar eine bessere. Denn wer sich in diesem Alter dazu entschließt, überlegt genau: Was spricht dafür, was dagegen? Das erste dabei ist selbstverständlich die Liebe. Wie schön, auch nach der Mitte des Lebens noch einen so idealen Partner gefunden zu haben. Wie gut, dass Liebe keine Altersgrenzen kennt. Ein wichtige Rolle spielen aber auch Vernunftgründe. Gerade wenn man älter ist, setzt man sich mehr mit diesen Dingen auseinander. Da geht es beispielsweise um Absicherung. Falls der finanziell besser Bedachte von beiden früher stirbt, muss der andere wenigstens wirtschaftlich nicht leiden. „Ich möchte, dass sie abgesichert ist, falls mir was passiert“, begründete ein Freund von mir seine Eheschließung mit 51. Wichtig ist jedoch auf jeden Fall – würde ich übrigens auch jungen Paaren empfehlen – einen Ehevertrag aufsetzen zu lassen. Damit lässt sich einiges regeln, etwa wenn es ums Erben für die Kinder geht. Sie sollen auf keinen Fall befürchten müssen, durch die Eheschließung von Vater/Mutter finanziell beschnitten zu werden. Auch im Fall von Krankheit ist es einfacher, wenn das Paar verheiratet ist. Alle Entscheidungen zur Pflege und Behandlung lassen sich dann besser treffen.

In guten und in schlechten Tagen

Statistisch ist das übrigens alles recht gut untersucht. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine große Studie zum Thema „Partnerschaft und Ehe – Entscheidungen im Lebensverlauf“ veröffentlicht. Dabei wurden auch Männer und Frauen befragt, die zum zweiten, dritten oder noch öfteren Mal verheiratet waren. Es stellt sich dabei jedoch nur heraus, dass die hohen Erwartungen, die man an die Ehe hat, mit jeder Heirat abnehmen und auf ein realistisches Niveau sinken. Und vielleicht ist das ja die nüchterne Erklärung dafür, warum Ehen, die erst in reifen Jahren geschlossen werden, oft besser sind als die jungen: Beide wissen, was eine Ehe bedeutet – in guten und in schlechten Tagen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit - was ist Ihre Meinung zu - den späten Ehen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

27 Kommentare

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"Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte." Woody Allen

Schöne Grüsse aus der Ausstellung "Männer und Frauen"
http://www.freidenker-galerie.de/acr...und-frau-2/
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Heiraten ??? es muss doch nicht sein ... denk ich
Alles KANN -- aber NIX muss ...
ich sehe eigentlich keine Notwendigkeit --- sollte ich nochmal eine liebe Frau kennenlernen ...
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Warum sollte man nicht Heiraten? Das Alter ist kein Grund, wer ist gerne alleine und wenn sich 2 Herzen berühren und verstehen kann man selbst mit 100 noch heiraten. Garantie das es gut geht gibt es nicht, wenn 2 Menschen sich aber aufrichtig lieben dann sollten Sie es einfach machen und dazu stehen. Egal welches Alter.
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Mein Mann und ich empfinden es als Wunder, mit jeweils knapp 60 Jahren nochmals die ganz große Liebe gefunden haben. Dieses Mal mussten wir nicht Eltern, sondern unsere 6 erwachsenen Kinder (2 x 3 ) "fragen". Die drei "Söhne der Braut" waren bockbeiniger, als der "Vater der Braut" bei der ersten Ehe. Die Ehe wollten mein Mann und ich beide als wirklich festen Hafen. Er meinte: Entweder "Liebe ist", dann ist sie immer, und wir können sofort heiraten. Seine erste Ehe hatte 36 Jahre, meine 25 Jahre gedauert. Nun sind wir 4 1/2 Jahre in glücklicher Ehe verbunden und genießen (trotz eines jeweiligen 20- Stunden-Arbeitstages an 7 Tagen in der Woche) jeden Tag so, als wäre es der letzte. Das ist auch realistisch, wir sind beide so morbide, dass es jeden von uns täglich treffen kann. Nur durch die Liebe haben wir überlebt. Ich sitze weitgehend im Rollstuhl. Er schreibt mir noch immer Liebesgedichte; wir flittern noch immer. Es ist eine Romanze, die einen ganzen Kinosaal füllen würde.
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ich lebe seit 40Jahren in wilder Ehe. Früher wollten wir auch mal heiraten, aber das hat sich dann zerschlagen. Heute will ich auf keinen Fall mehr! Irgendwo hat man immer noch ein Hintertürchen offen. Wenn mir noch mal jemand über den Weg läuft - wer weiss.Die meisten älteren Frauen wollen doch letztendlich versorgt sein,weil sie keine eigene ausreichende Rente haben. Nicht alle - wohlgemerkt.
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Ich kann nur zustimmen, was die Ansicht betrifft, dass man in späteren Jahren viel besser überlegt, wen man als Partner haben möchte. Ich habe meinen jetzigen (zweiten) Ehemann mit 46 kennengelernt (übrigens über eine Single-Börse) und wir haben dann mit 50 beschlossen, nochmals zu heiraten. Im Gegensatz zu meinem ersten Ehemann harmoniere ich mit dem zweiten um 100 % besser. Einfach, weil ich schon beim Kennenlernen auf viele Gemeinsamkeiten geachtet habe. Es ist einfach schön, jetzt endlich einen Partner zu haben, der einen so liebt wie man ist - natürlich auch umgekehrt. Also EIN HOCH auf die "späte" Ehe !!!!
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also, ich bin seit 8 jahren witwe und habe immer gesagt - ich noch einmal eine beziehung? - nein danke. doch wenn ich dann ältere leute sehe, die wieder einen partner gefunden und ihn dann auch noch geheiratet haben, kommt doch so etwas wie der wunsch hoch, eine beziehung einzugehen. alleine ist ganz schön, aber nicht immer - deswegen finde ich es toll, wenn zwei sich finden und binden - auch lose!
Ein Mensch fühlt sich in Gemeinschaft wohl.Egal welches Alter und welche Art kontakt man für sich zuläßt.Wichtig ist,etwas Neues im Leben für sich zuzulasse was einen glücklich und zufrieden macht.
Bin seit 1 Jahr Witwe und ich finde eine Beziehung nochmals einzugehen wäre auch ganz toll. Ich bin noch Lebenslustig.
Vielleicht wäre ich nochmals glücklich.
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Für mich hat eine Ehe nichts mit dem Alter zu tun.Jeder Mensch hat das recht auf einen Menschen an seiner Seite den er liebt.Ich habe einige Jahre im Altersheim gearbeitet und erfahren,daß durchaus auch im Alter Freundschaft Zuneigung oder sogar Liebe eine Rolle spielen können.Schicksale mancher Menschen führen zusammen.Ich selber habe mit 48 Jahren noch einmal geheiratet,und bin sehr glücklich.Auch meine beiden erwachsenen Kinder fanden diesen Schritt toll.Nun sind wir eine glückliche Familie in der jeder jeden akzeptiert.
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Mit 50 + nochmals heiraten, ja, warum denn nicht. Die Perspektiven und Motive sind allerdings gänzlich unterschiedlich zur Heirat mit 20 +. Das Thema Familiengründung und eigene Kinder spielt meist keine Rolle mehr. Man will nicht gerne dauernd alleine sein- besonders wenn man keine großen Kinder hat, die für ihre Eltern gerne sorgen möchten - und eine mögliche finanzielle Verbesserung (2: 1 Wohnung, 2:1 Rente) steht auch im Raum. Trotzdem sollte man sich im Klaren sein, dass bei einer späten Partnerschaft die Wahrscheinlichkeit für mehr schlechte Zeiten als gute Zeiten größer ist. Eine wesentliche Rolle spielt auch der Altersunterschied und die gesundheitliche Verfassung.Deshalb ist eine tragfähige Partnerschaft mit 50+ oder 60 + auch viel schwieriger zu finden.
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Auch ich habe den Schritt gewagt , man muss vorher aber bedenken dass jeder schon ein eigenes Leben hinter sich hat. Die Eigenarten die sich im laufe eines Lebens entwickeln sollte man tolerieren können.
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