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Der Tag, an dem Christus ging

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 10.05.2019 - 10:13 Uhr

Der Tag, an dem Christus ging

Nein, an einem Tag wohl kaum. Der Generation der Kriegs- und Nachkriegszeit ist Christus zwar großen Bevölkerungsteilen ‚enteilt‘ von seinerzeit über 90 % Registrierter in den Kirchen Deutschlands bis auf heute etwa 60 %. Für den Einzelnen war dies in der Regel ein langjähriger Prozess. Wie könnte er in dieser Zeit verlaufen sein? Meine Recherchen, mein Wissen und meine Vorstellungen dazu sind keine ‚Phantasie in Sphären‘. Das ist wohl wirklich oder so ähnlich durchaus geschehen, teils selbst erlebt und beobachtet..

Wundersam: In den ersten drei Lebensjahren griff man nach allem und begriff, lernte die Sprache ganz von selbst, ich wurde ICH - ohne Lehrer, einfach so.

"Und dann kamen andere ..." Die Eltern meinten es gut, aber man wurde zum Objekt! In erster Linie ganz fies behandelt durch die Lehrenden der Institution Kirche.
Ein unverantwortlicher Unsinn, zu behaupten, die ganze Menschheit sei und auch ‚ich‘ bin mit der Erbsünde behaftet und kann nur durch die Taufe der Hölle entkommen. Hinzu kam die Pflicht zur Beichte, die Unfehlbarkeit des Papstes, der Index (inzwischen abgeschafft) und damit war die geistige und politische Macht der Kirche über ‚mich‘, d.h. über einen sehr großen Teil der Bevölkerung zunächst gesichert.
Eltern mussten ihr Kind taufen lassen, um nicht in seelische Not zu geraten. Dadurch wurde man zwangsläufig Katholik oder Protestant und war der Indoktrination ausgeliefert.

Im Religionsunterricht erfuhr man, dass es einen Gott gibt, der die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt, der weiß und sieht, was ‚ich’ als Kind mache - dass ‚ich‘ in den Himmel, in das Fegefeuer oder gar in die Hölle kommen kann.
Was doch die lehrenden ‚Kirchenleute‘ für eine Peitsche schwangen!
Bis zum nächsten 'Beichstuhltermin' geriet man oft auch in seelische Not.
Die Kindheit, ohne die allgegenwärtige Furcht vor dem strafenden Gott, wäre unbeschwerter gewesen!

Weder Mutter, noch Vater hatten kaum Grund ihre Kinder zu prügeln, denn sie ‚duckten’ ihre Köpfe ohn' Unterlass unter der bedrohlich schwirrenden Priester- oder Pastorenpeitsche, die unsichtbar und doch so schrecklich wirksam war. Aus Furcht vor Gott verhielten Kinder sich 'erzogen', anstatt mit humanistischer Moral und Ethik 'unverbogen' und allen Dingen gegenüber unvoreingenommen und aufgeschlossen heranzuwachsen. Und wenn doch geprügelt wurde, war dies mitunter ein Ventil zur Entlastung der eigene Lebensmisere des Erwachsenen.

Etwa 15-jährig fiel man als "Rebell" im Religionsunterricht auf. Man zweifelte. Es ging wohl um Aussagen in der Bibel und die Evolution, von der man in der staatlichen Schule erfuhr. Der Gemeindepriester oder Pastor, sie missbrauchten Einstein: "Gott würfelt nicht." Fortan blieb man Jahre lang weiterhin tief gläubig, ohne weiter zu hinterfragen, denn wenn der größte lebende Physiker der Gegenwart ... !
Nicht wissend, welcher Schwindel aufgetischt wurde, verschwendete man weiterhin kostbare Zeit für unsinnige Rituale - allsonntäglicher Gottesdienst und unzählige Andachten etc., anstatt bildungsmässig mehr für sich zu tun. Das war dringlich, denn die junge Generation wuchs nach dem Kriege großenteils ohne Vater auf, konnte kaum erwarten, etwas zu erben. Man musste sich selbst gewaltig anstrengen, um ‚auf die Strümpfe zu kommen‘.

Einem einzubläuen, dass ein Gott existiert, der sich mit dem Schicksal des Einzelnen und den Handlungen der Menschen abgibt, grenzt an Strafbarkeit.

Dem Heranwachsenden wird die unantastbare Würde genommen.
Fast erwachsen, wurde man erstmals gedemütigt. Eingebettet in der Gemeinde, erzogen zum Glauben, indoktriniert zu glauben, hielt man einen "Zauberer" mit seinen Tricks für einen Menschen mit übernatürlichen Kräften, schämte sich für seine Einfalt und begann wieder Religionsansichten kritisch zu hinterfragen.

Man ahnte, wegen seines Glaubens hinterwäldlerisch zu sein und wühlte sich jahrelang mühselig in die Gedankenwelt der bedeutendsten Philosophen des Altertums bis zur Gegenwart.
Als schließlich rational aufgeklärter Mensch konnte man den anerzogenen Glauben nicht bewahren.
In einem viel zu langen - manchmal jahrzehntelangem Prozess - vollzog sich die autodidaktische Abnabelung aus der Gemeinde. Mit dem Makel des 'schwarzen Schafes' vollzog ‚ich‘ meine Befreiung aus sektenhafter Gläubigkeit hin zum Agnostiker und schließlich zum Atheisten.
Wenn dann der Ehepartner nicht mitzog und gar unerschütterlich päpstlicher als der Papst zu leben bestrebt war, stand man in der Blüte seines Lebens auf dem Scherbenhaufen seiner Ehe. Die Scheidungsraten schnellten in die Höhe, besonders diesseits der Mauer.

Welche Unwürde, als Mensch im 2. und dritten Jahrzehnt seines Daseins an die Vorgaben des Katechismus' aus dem 16. Jh. zu glauben und danach zu leben! Und das im 20. Jh.! An
⁃ die Trinitätslehre
⁃ die Jungfrau Maria
⁃ die Heiligenverehrung
- die Auferstehung Christie
⁃ aufgefahren in den Himmel
⁃ wird kommen und richten
⁃ Vergebung der Sünden
⁃ ewiges Leben.
Hinweis: Katechismus wurde überarbeitet
---
Zu glauben, dass Gott
⁃ Himmel und Erde
⁃ Adam und Eva erschuf, an ihren
⁃ Sündenfall mit Folgen: Erbsünde und Taufpflicht,
⁃ an Sintflut
⁃ die Arche Noah etc.
Was für Märchen!

Der Polytheismus ist so gut wie überwunden (Nur Hinduisten verehren noch viele Götter. Aber wohl nicht mehr in der primitiven Auffassung des Altertums).
Dafür gibt es viele Religionen. Schwer zu sagen, wie viele es gibt, denn unklar ist, ob eine Glaubensrichtung auch eine 'richtige' Religion ist.
Allgemein werden 5 große Weltreligionen unterschieden: Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Judentum und Islam. 
Jede hat noch verschiedene Strömungen.
Die Liste von Religionen und Weltanschauungen ist erstaunlich lang.

Durch kritisches Hinterfragen und die Verfolgung der Entwicklung, der Wissensanreicherung kann es im gegenwärtigen Entwicklungsprozess der Menschheit nur diesen Schluss geben:
Im Lichte der Evolutionstheorie und des evolutionären Humanismus findet man den rechten Weg in seinem Dasein.

39 Kommentare

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Ich hab schon so mit 6 Jahren erkannt, dass das ganze Geschwätz über einen Bibel-Gott nur Unsinn ist.
Ich vermute, dass jedermann (wenn er das Denken gelernt hat) schnell auf die Widersprüche aufmerksam wird, die die kirchlichen Märchen in sich tragen. Die Frage ist aber: wie erklärt sich der zweifelnde Heranwachsende, dass sein Umfeld (fast) gänzlich diese Märchen für die Wahrheit hält? Muss es da nicht automatisch zum Zweifel am Zweifel kommen?

In diesem Spannungsfeld wuchsen wohl viele Menschen der vergangenen Jahrzehnte auf. Mich bewogen diese Zweifel am Zweifel, das ganze katholische Bimborium fro forma mitzumachen, mich auch zu bemühen, einen sogenannten "Glauben" in mir zu erwecken - allein, es war glücklicherweise zwecklos. Aus Rücksicht auf meine Umgebung (und aus Angst,es könnte doch etwas dran sein!) habe ich erst im Alter von etwa fünfzig den letzten Schritt getan und habe die Kirche verlassen. Die Beschäftigung mit diesem jahrzehntelangen Betrug lässt mich seitdem nicht mehr los.
Es hat aber wohl letztendlich nicht geschadet: meine Kinder (die ich hatte taufen lassen) sind aus der Kirche wieder ausgetreten, meine Enkel sind sämtlich ungetauft.
Der ganze Quatsch scheint also für die kommenden Generationen überwunden zu sein.

Mögen die schwarzbekittelten Lügner zur selbsterfunden Hölle fahren...

Glücklicherweise sind sie grad am Aussterben.
Naja - das sindse leider nicht.
Noch ein bisschen Geduld. Es werden immer schneller immer weniger. So plötzlich wie die Dinosaurier können sie halt nicht aussterben. Aber es gibt ja kaum noch Nachwuchs. Was hatte wir bei uns schon alles... Umgelernte Bäcker, ehemalige Finanzbeamte, radebrechende Polen... Das ist schon das letzte Aufgebot.
Die Kirchensteuereinnahmen werden in den kommenden Jahren immer weiter sinken.
Schon jetzt sind nur noch 60% der Bevölkerung Kirchenmitglieder. Mit fallender Tendenz. Wenn es mal weniger als 50% sind wird es noch schneller gehen.
Naja - Kirche mag an Einfluss verlieren, dafür haben wir ja nun die Seuche Islam am Hals zunehmend ...
Ich bin davon überzeugt, dass es immer religiös fanatische Grüppchen geben wird.
Die Zeugen Jehovas, die verschiedenen "Freikirchen" und unzählige Splittergruppen, die alle davon überzeugt sind, dass nur sie das Richtige glauben.
Aber sie werden keinen großen Einfluss haben, keine Macht, keinen Druck auf die Allgemeinheit mehr ausüben können.
Auch der Islam ist nur in der Lage ein paar Prozentchen der Bevölkerung zu mobilisieren - und das wird sich auch nicht ändern.
Zur Zeit ist der Islam noch ein Halt für diejenigen, die ihre Heimat (mehr oder weniger freiwillig) verlassen haben und sich hierzulande mit einer fremden Kultur und Sprache herumschlagen müssen. In den kommenden Generationen wird sich auch der Hang der Muslime zum obskur-Religiösen abschwächen - ausser wir hindern sie an der Aufnahme in unsere Gesellschaft und drängen sie in eine Parallelgesellschaft hinein. Welche Folgen das haben kann sieht man an der Geschichte der Juden und Zigeuner.
Islam halte ich für hochradig gefährlich und es war ein riesen Fehler, 2015 hier Tür und Tor zu öffnen ...
Abgesehen von kriminellen, gewaltbereiten Fanatikern (die es vereinzelt auch unter den Christen gibt):
Was soll den an einer kleinen Minderheit, die an einen hier nicht heimischen Gott glaubt, gefährlich sein?
Sie beißen nicht...
Ach - sie stechen nur mit Messern herum, fahren mit Lastwagen in Menschenmengen, sprengen sich selbst in die Luft und töten dabei viele andere Menschen...
Ich schrieb doch: abgesehen von einigen gewaltbereiten kriminellen Fanatikern (die es vereinzelt auch unter Christen gibt).

Du darfst das Kind nicht mit dem Bade ausschütten und den Islam - damit ALLE Muslime - für gefährlich halten. Du diskriminierst damit den allergrößten Teil dieser Menschen. Sie haben es nicht verdient.
Bedenke ausserdem, dass es sich bei den Zuwanderern zum bedeutenden Teil um Ungebildete, sogar um Analphabeten handelt. In diesen Bevölkerungsschichten sind auch unter Deutschen Kriminalität und Gewaltbereitschaft weit verbreitet.
Ich halte nunmal den Islam grundsätzlich für übel. Wie dort die Kinder schon indoktriniert werden finde ich schrecklich, auch Mehrfach-Ehen, die inzwischen nun sogar in Deutschland toleriert und alimentiert werden und auch, was in islamisch geprägten Ländern und Gegenden abgeht.
Knight,
Da ist kein Unterschied zu christlichen Gewohnheiten in früheren Jahrhunderten.
Kinder wurden noch in den Fünfzigerjahren bei uns christlich indoktriniert. Auch Mehrfachehen gibt es doch bei irgendeiner christlichen Sekte (sind nicht die Mormonen?)

Was in islamisch geprägten Ländern abgeht, geht uns erst einmal nichts an. Ein jeder kehre vor SEINER Tür...

Mach dir noch einmal klar, was du mit einem verallgemeinernden Muslimenhass anrichtest. Es ist kein Unterschied zum Judenhass... Das sollte doch zu denken geben. Aus der Geschichte lernen...
Beim Christentum hat sich einiges getan im Gegensatz zum Islam.
Juden hasse ich nun gar nicht. Die fallen nicht so unangenehm auf wie die Moslems. - werden eher noch von denen bedroht.
Ok Israel wäre ein Thema für sich.
Ich hab den Eindruck, du willst die Realität nicht sehen. wize.life-Nutzer
Knight,

"Ich hab den Eindruck, du willst die Realität nicht sehen."

Gerade diesen Eindruck habe ich von dir, Knight.

Du denkst zu kurz.

Ich habe ja nicht behauptet, dass du Juden hassen würdest.
Aber es gibt Menschen, die das tun, und dieser Judenhass ist durch Menschen entstanden, die so dachten wie du - nur dass es bei dir die Muslime sind.

Wenn sich deine Meinung in nennenswertem Maße durchsetzt, werden wir in einigen Jahrzehnten wieder getrennte Gesellschaften in Deutschland haben, Menschen, die den Angehörigen der jeweils anderen Gruppe grundsätzlich misstrauen, und es wird auf beiden Seiten Fanatiker geben, die auch zu Gewalttaten bereit sind, die "Mischehen" vehement ablehnen und die um keinen Preis auf die "Anderen" zugehen wollen.
Solche Gesellschaften findest du doch z.B. auf dem Balkan, in Nordirland, in Sri Lanka, im Nahen Osten und an vielen anderen Orten in der Welt. Willst du solche Verhältnisse in Deutschland wirklich haben?

Akzeptiere doch einfach, dass Muslime in der großen Mehrheit friedliche Menschen sind die dieselben Bedürfnisse haben wie du. Viele befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation - fremdes Land, fremde Kultur, fremde Sprache - viele sind auch ungebildet und neigen dazu, simple Wahrheiten zu akzeptieren. Sie sind anders, ja, natürlich. Aber sie sind nicht schlechter und nicht besser als du. Bisschen mehr Toleranz würde ich mir wünschen.

Misstrauen erzeugt Misstrauen. Wir sollten so gescheit sein, auf Misstrauen mit Offenheit und Entgegenkommen zu reagieren. Sogar in der Bibel stehen schon solche Dinge... Es wär gut für unser Land.
"Ich habe ja nicht behauptet, dass du Juden hassen würdest.
Aber es gibt Menschen, die das tun, und dieser Judenhass ist durch Menschen entstanden, die so dachten wie du - nur dass es bei dir die Muslime sind."
Das ist völliger Unsinn. Ich denke ganz anders als du offenbar wahrnimmst.
Knight,

Ich kann natürlich nicht genau wissen, wie du denkst.

Aber ich bin leider sicher, dass die pauschale Ablehnung ganzer Menschengruppen immer zu Konflikten führt, meist zu Gewalt, oft zu Mord und Totschlag.

Wenn du Muslime nicht pauschal ablehnst, also nicht sagen willst, dass Muslime deswegen gefährlich sind weil sie eben Muslime sind, dann hab ich dich falsch verstanden.

Wenn du meinst, dass aus den Reihen der fundamentalistsch verblendeter Muslime zur Zeit barbarische Morde verübt werden, bin ich ganz bei dir. Und natürlich ist daran auch deren religiöse Überzeugung und Indoktrination schuld.

Es ist aber kein Grund, den Islam und damit ALLE Muslime über einen Kamm zu scheren.

Mörder und Terroristen sind zu verurteilen, egal mit welcher falsch verstandenen Weltanschauung sie ihre Verbrechen begründen.
Ich lehne keine Menschengruppen pauschal ab, sondern nur eine aus meiner Sicht grundlegend sehr gefährliche Religion bzw. Ideologie - und das konsequent ohne wenn und aber.
Beim Thema Islam werden wir beide uns wohl nie einigen, also lassen wir doch die unterschiedlichen Meinungen einfach mal so stehen.
Knight,

Es ist doch nicht möglich, eine Religion abzulehnen ohne auch deren überzeugte Mitglieder abzulehnen.
Wenn der Islam gefährlich ist, dann sind automatisch auch die Muslime gefährlich.
Es ist auch erfahrungsgemäss nicht möglich, einen Keil zwischen eine Religion und deren Anhänger zu treiben - im Gegenteil, je mehr du den Islam kritisierst (den du doch auch längst nicht so gut kennst wie die Muslime), desto fester werden sie sich an ihn gebunden fühlen. Zumal Muslime oft entwurzelte Menschen sind, die in ihrer Religion noch einen Halt finden.

Ich bin der Überzeugung, dass man Anhänger einer Religion nur dadurch zum Nachdenken über dieselbe bringen kann indem man ALLE Religionen kritisiert.

Eine sog. "Islamisierung" Europas wird man am ehesten entgegentretenn können, wenn man ALLE Religionen gleich behandelt. Vor allem das Christentum geniesst noch erhebliche staatliche Unterstützung. Wenn diese endlich mal weggefallen ist, wenn es keine christlichen, islamischen oder jüdischen Kindergärten und Schulen gibt, hat die Religion ihre zerstörerische Macht verloren und ist auf die Stufe von Fußball-Fanclubs zurückgestuft, wo sie auch hingehört. Leider geht auch von letzteren immer wieder Gewalt aus.
Da irrst du klar kann es einzelne geben, die sich zwar nicht trauen, dieser üblen Religion zu entsagen, aber die trotzdem friedliche Menschen sind.
Nicht Einzelne, Knight.

Es ist die ganz überwiegende Mehrheit der Muslime, die friedliche Menschen sind. Es sind im Gegenteil Einzelne, die gewaltbereit und fanatisch sind.

Es ist wie bei den Fußballfans.

Obwohl - wenn man nach einem verlorenen Spiel diese "Fußballfans" beobachtet - etwa weil man gezwungen ist, denselben Zug zu benutzen - ist man geneigt anzunehmen, dass Fußballfans sehr viel gefährlicher sind als Muslime. Einem betrunkenen St. Pauli-Fan auf der Heimreise nach einem verlorenen Auswärtsspiel würde ich nicht über den Weg trauen.
Trotzdem ist doch Fußball keine "üble Sache" die verboten gehört.

Allerdings führen diese Ausschreitungen dazu, dass ich um Menschen mit St.Pauli-T-Shirt gerne einen Bogen mache.

Trotzdem sind Fußballer im Allgemeinen friedliche Menschen...
Naja - behalte deine sonnige und aus meiner Sicht naive Meinung zum Thema Islam.
Lies mal Koran, wenn du mehr darüber wissen willst.
Stimmt. Wenn alle Religionen kritisiert werden, kann kein Feindbild zu einer bestimmten entstehen.
Und nur in konsequent säkular geführten Staaten wird der politische Islam nicht wirksam werden können.
Wenn es hier weiter nach Merkel-Migrationspoltik geht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch in Deutschland und Europa mal Islam regiert.
Hoffentlcih wachen die Menschen mehrheitlich mal auf und erkennen die Realität.
Knight,

Was wär so schlimm daran, wenn in Europa der Islam "regieren" würde? Es hat doch auch jahrhundertelang das Christentum regiert...

Solange die Menschen sich von religiösen Führern an der Nase rumführen lassen, wird sich immer eine Religion (oder eine andere Ideologie) finden, die die Mächtigen gebrauchen können um die Menschen bei der Stange zu halten..

Es müssen ALLE Religionen, ALLE Ideologien gleichermassen kritisiert werden dürfen. Auch die Ideologie, dass der Islam "Deutschland regieren" würde.. Was für ein Quatsch!

Und, sei mir nicht böse Knight, aber du leidest an einer Islamophobie. Anti-Merkel, Anti-Islam, Anti-Integration, das ist so eine Krankheit. Man fühlt sich bedroht. Ein neues Feindbild, hinter dem man sich versammeln kann! Hat man die Folgen des Anti-Semitismus noch immer nicht kapiert? Kommt nun ein Anti-Islamismus?
Wehe, wenn die Ideologie zum Tragen kommt, die dahinter steht! Dann fast noch lieber ein islamischer Gottesstaat... Naja, fast.

Lasst uns die Fortschritte, die wir gemacht haben, nicht wieder zunichte machen durch Engstirnigkeit und religiösen oder ideologischen Fundamentalismus. Unsere Gesellschaft sollte eigentlich so gefestigt sein, dass sie weder von ein paar fundamentalistischen Islmamisten noch von ein paar panischen islamophoben Fremdenfeinden aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann.

Mindestens hoffe ich das.

Inständig!!
Ich wollte noch eine Bemerkung loswerden:

Es fiel mir auf, dass Islamophobe ähnlich wie etwa die Zeugen Jehovas keinerlei Argumente gelten lassen, die ihrer Ideologie widersprechen.

Islamophobie scheint fast eine neue Religion zu sein...
Ach herrje - ich habe sehr gute Argumente im Bezug auf Islam und dessen Wirkung in der Welt. - islamische Staaten wie u.a. Iran und den Koran selbst, den ich ja gründlich gelesen habe... wize.life-Nutzer
Was hast du für Argumente für Islam?
Knight,

"Was hast du für Argumente für Islam?"
Dieselben, die auch fürs Christentum, Judentum und andere absurde Gedankengebäude gelten: Sie geben manchen Menschen Halt, vor allem wenn diese vor schier unüberwindbaren Problemen stehen wie Armut, Krankheit, Einsamkeit etc.
Dass Menschen unter bestimmten Umständen Religion brauchen, zeigt uns die Geschichte: Juden liessen sich lieber massakrieren als zum Christentum zu konvertieren. Hugenotten liessen sich lieber aus der Heimat vertreiben als katholisch zu werden. Viele weitere Beispiele im Geschichtsbuch.
Dass Menschen wie wir beide keine Religion brauchen liegt wohl daran, dass es uns gut geht. Wenn man in unserer Umgebung lebt, eine vernünftige Bildung genossen hat dann wird einem die Kehrseite der Medallie "Religion" bewusst: absurde Glaubensinhalte, offensichtlicher Betrug der religiösen Führer etc.
Die muslimischen Zuwanderer sind aber nicht in unserer Situation: sie sind von ihrer Heimat entwurzelt, haben Probleme die Sprache zu erlernen, die Kultur zu verstehen, finden nur schwer einen Arbeitsplatz und sozialen Aufstieg. Viele von ihnen sind religiös indoktriniert worden mit einer Intensität, die wir uns kaum vorstellen können. Sie KÖNNEN sich nicht einfach so mir nichts dir nichts von ihrer religiösen Erziehung befreien.

"und den Koran selbst, den ich ja gründlich gelesen habe."
Ich hab den Koran zwar nicht gelesen, aber ich gestehe gerne zu, dass er genauso grausam und blutdrünstig interpretiert werden kann wie etwa das Alte Testament. Denk etwa an die Story, wo dem Abraham befohlen wird, seinen Sohn umzubringen. Oder die Geschichte, wo "Gott" die Bewohner des "gelobten Landes" zu massakrieren befiehlt, damit die Israeliten dort wohnen können. Oder die Stelle im NT, wo Jesus im Tempel randaliert.
Vergiß nicht: ALLE religiösen Bücher kann man auf viele Arten interpretieren.

"..Islam und dessen Wirkung in der Welt."
Sarrazzin hat ja ein schönes Buch geschrieben über die Wirkung des Islam in der Welt und er kommt zu dem Schluß, dass der Islam bildungsfeindlich sei, die Frauen unterdrücke und vieles mehr. Dass Ähnliches auch für das Christentum der Vergangenheit gilt, wirst du nicht bestreiten. Auch ich sehe eine gewisse Gefahr darin, dass sich Muslime isolieren, unter sich bleiben und diese Traditionen fortführen, die wir (weitgehend) überwunden haben. Aber es geht ja nicht darum, Millionen Muslime in Deutschland aufzunehmen. Sie werden immer eine kleine Minderheit sein. Und wenn sie sich nicht isolieren !! - Integration ist gefordert - werden sich diese Traditionen im Lauf der Generationen verlieren. Gerade deswegen müsen wir auf diese Menschen zugehen!

" ich habe sehr gute Argumente im Bezug auf Islam "

Ich bin nicht voreingenommen und begierig, deine Argumente zu hören. Argumentier doch mal bitte.
Jeder Vergleich hinkt, heißt es landläufig.

Der Versailler Vertrag war unterschrieben worden und Deutschland wurde 1926 in den 1920 gegründeten Völkerbund aufgenommen.
Wer in den zwanziger Jahren vor den Nazis als innen wie außenpolitische Gefahr warnte, wurde nicht ernst genommen, wohl auch, weil Deutschland mit der Weimarer Verfassung die erste parlamentarisch-demokratische Verfassung galt.

Es könnte sein, dass heutzutage ähnliches geschieht.
Es wird vor einer Islamisierung Deutschlands und der EU gewarnt.

Wer 10 Jahre lang ARD-Korrespondent in Algerien war, auch Autor und Filmemacher ist, kennt sich wohl besser als wir aus. Für ihn ist es unbegreiflich, dass die westliche Welt dem Islam so unkritisch gegenübersteht.
 
Er sagt, 'welche Absichten in den höchsten Kreisen des Islam geäußert werden – auf Arabisch. Diese Botschaften sind ziemlich anders als die im westlichen Fernsehen. Was sie untereinander sagen, ist, dass es die Mission des Islam sei, die ganze Welt zu führen und alle anderen Religionen auszurotten, da sie durch den Koran irrelevant geworden seien.'

Kurzum, es wird ein politisches Ziel gesetzt.
Ich argumentiere die ganze Zeit wize.life-Nutzer
Dann lies doch erstmal Koran und Bibel gründlich - dann kannst viell. auch du sinnvoll argumentieren.
Knight,
Ich sehe - wie bereits erwähnt - keinen großen Unterschied zwischen Bibel und Koran. Beides sind wirre Bücher, die aus dem gewalttätigen Kontext ihrer Zeit zu verstehen sind.

Wenn du genauere Argumente hast, etwa Koranstellen, zu denen es in der Bibel keine Entsprechnung gibt, dann nenn sie doch bitte. Ich vermute aber, dass man auch zu den schlimmsten Bibel- und Koranstellen andere Bibel- und Koranstellen finden kann, die ersteren widersprechen.

Das Entscheidende ist die Interpretation dieser Bücher.
Ich sehe da schon Unterschiede und vor allem auch in der Entwicklung dieser Religionen Christentum und Islam..
Hast du Bibel und Koran echt gründlich gelesen wize.life-Nutzer?
Joachim,
"..dass es die Mission des Islam sei, die ganze Welt zu führen und alle anderen Religionen auszurotten,"

Das sagen ALLE monotheistischen Religionen, die sich einen Missionsauftrag gegeben haben (also alle ausser dem Judentum, wo nicht missioniert wird).

"Geht hinaus in alle Welt und lehret alle Völker.." steht irgendwo in der Bibel.

Weiter: es geht ja nicht darum, dass massenhaft muslimische Missionare nach Deutschland kämen, um hier ihre Religion zu verbreiten (Was allerdings im umgekehrten Falle die Christen gerne versuchen). Es geht ausschliesslich darum zu verhindern, dass die Muslime, die nun einmal eingereist sind, nicht diskrimineirt werden und Zeit erhalten, die ihnen eingebleuten religiösen Überzeugungen im Lichte unserer Gesellschaft zu relativieren.

Ich glaube ja gerne, dass islamische Religionsführer in Arabien davon träumen, den Islam über die ganze Welt zu verbreiten. Davon träumt man im Vatikan auch... Und man hat sich auch in Schwarzafrika und Südamerika dahingehend durchgesetzt - durchaus vorwiegend gewaltsam.
Knight,

"..Hast du Bibel und Koran echt gründlich gelesen"

Ich schrieb doch schon: ich habe den Koran nicht durchgelesen. Ich hab auch die Bibel nicht durchgelesen. Ich verspreche mir auch keine Informationen davon, und das hab ich ja auch schon begründet.

Ich bitte dich nochmals, mir nicht ganze Bücher zur Lektüre zu empfehlen, dazu hab ich weder Zeit noch Lust. Wenn dich bestimmte Koranstellen interessieren bzw. stören, dann schreib doch mal, welche das sind.
Ich wiederhole: ich vermute stark, dass man auch im Koran gegenteilige Stellen finden kann und in der Bibel ebenso verstörende. Es ist m.E. kein prinzipieller Unterschied.

Um das unnötigerweise zu wiederholen: ich bin kein Freund des Islam und kein Freund des Christentums, ich bin überhaupt kein Freund religiöser Vorstellungen. Mir geht es ausschlieslich darum, dass wir nicht das Recht haben, auf eingewanderte Muslime eingebildet herabzuschauen. Wir haben zwar das Christentum weitgehend überwunden, in vielen muslimischen Ländern hat man den Islam noch nicht überwunden, da ist ein Unterschied. Das darf aber keinesfalls dazu führen, dass wir Muslime als Menschen zweiter Klasse empfinden, oder gar als gefährlich, als Volksfeinde. Mir erscheint die heutige Situation doch sehr ähnlich den Zuständen vor Judenprogromen zu sein. Auch hierzulande wurden Frauen, die einen Moslem heiraten wollen, schon die Fensterscheiben eingeworfen... Hass folgt auf Angst, Angst folgt auf Unsicherheit, auf ein Gefühl der Bedrohung... Vor was habt ihr denn überhaupt Angst? Dass Ehebrecherinnen gesteinigt werden? Dass Dieben die Hand abgehackt wird? Merkt ihr denn gar nicht, wie absurd das ist?
Wenn du mitreden willst, vergleichen und beurteilen wäre gründliches lesen dieser Werke schon hilfreich.
Knight,
Na dann klär mich mal auf bitte. Du hast ja anscheinend beide Bücher gelesen.
Wo ist der Unterschied?
Lies selbst und dann können wir gern darüber reden.
Knight,
Du flunkerst.
Du kennst den Koran gar nicht. Du kannst keine eizige Stelle nennen, die uns Angst machen müsste.
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Diese religiöse Kasteiung hast Du sehr offen beschrieben, Joachim. Als Protestantin habe ich das vielleicht nicht so extrem wahrnehmen müssen, aber ich erinnere mich an das Entsetzen, das mich überfiel, als ich in den Kirchen in Polen erwachsene Männer im Beichtstuhl sitzen und dem verborgenen Priester ihre "Sünden" beichten sah.
Welche Anmaßung dieser selbsternannten Gottesmänner!

"Die Wahrheit wird nicht gegeben. Man findet sie in sich selbst oder man findet sie nicht." (Eduard Schuré)
Wie wahr! Aber die 'Wahrheit für sich selbst' zu finden, kostet Mühe. Man scheut sie nicht in Zeiten der Not und in persönlicher Lebenskrise, um mit sich ins Reine zu kommen, um sicher zu werden, um 'in sich selbst' ruhen zu können.
Man entkommt der Lebenslage, Objekt anderer zu sein, reift zum Subjekt, wird damit unmanipulierbar und sich sicher, richtig zu leben.
Wohl behütet und ohne Not aufgewachsen, hat die Frage nach dem Sinn des Lebens viele Menschen nicht mehr so bewegt, wie noch vor wenigen Jahrzehnten.
Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier befragte Jugendliche im Alter von 11 bis 29 Jahren. Das Ergebnis der Studie „Jugend unter Druck“: Konsum und Lifestyle sind wichtiger, als sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens zu beschäftigen.
Doch das wandelt sich. Die Jugend ist besorgt, sie begehrt auf, geht auf die Straße, setzt Politiker unter Druck und bemüht sich teils selbst, sinnvoller, d. h. umweltbewusster zu leben.
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