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Nur ein Stück Seife 2

11.02.2014, 15:57 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Und wie sieht das aus?

2 Seid freundlich und geduldig, gebt andere nicht so schnell auf und dient einander in selbstloser Liebe!

Seid freundlich! Leichter gesagt, als getan, wenn der andere einem dumm kommt, oder? Da wirst du angepampt und sollst auch noch freundlich sein? Wie soll das gehen? Jesus war uns hier das beste Vorbild. Ihm sollen wir nacheifern. Genau darin liegt ja das Geheimnis. In Verbindung mit dem, was die Seife auflöst, also sie in ihrer Existenz bedroht, dem Wasser, entfaltet sie ihre Wirkung.
So auch das Christ sein. Trifft Freundlichkeit, eine Facette der Frucht des Geistes Gottes, auf das aggressive Verhalten, beseitigt sie die negative Wirkung. Es dauert meist nicht lange, und eine angenehme Atmosphäre macht sich breit. Das gute daran ist das Gute darin. Wir sind nicht aus uns heraus freundlich, sondern lassen Gottes Freundlichkeit durch uns wirksam werden.

Wie bei der Seife ist es nicht ausreichend, nur freundlich zu sein. Ist es mit Wasser und Seife erforderlich, den Stoff ständig zu bewegen oder auch zu kneten und zu rubbeln, damit der Schmutz weicht, ist es erforderlich, dass wir geduldig sind. Zur Geduld gehört ja nicht einfach nur das Warten, sondern auch das aktiv daran arbeiten, eine bessere Atmosphäre zu schaffen.

Bei Eltern können wir häufig noch etwas von dieser Geduld beobachten. Wenn die Kinder sich nicht richtig verhalten, warten die Eltern nicht einfach, bis das Kind es irgendwann mal richtig macht, so ganz aus sich heraus. Da würden sie wahrscheinlich ewig und drei Tage warten können. Sie erklären, leben vor und erklären wieder und wieder, bis das Kind es verstanden hat. Geduld ist also eine ganz schön anstrengende Tätigkeit. Sie fordert den ganzen Einsatz und viele Wiederholungen, bis das gewünschte Ziel erreicht ist.

Wenn der Apostel also sagt:

„dient einander in selbstloser Liebe“

spricht er von dieser vorbildlichen Verhaltensweise, die dem anderen die Möglichkeit der Nachahmung gibt, aus der heraus er die neue Verhaltensweise erlernen kann.

Es geht hier um eine Liebe, von der auch Jesus sprach, als er sagte:

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“

Er stellt dieser Liebe die Liebe zu Gott voran in dem Wissen, dass ohne die lebendige, innige Beziehung zu Gott keine wirkliche Beziehung zum Nächsten gedeihen kann. Dienen in selbstloser Liebe heißt nicht, sich selbst aufzugeben. Sondern dem anderen das zu geben, was er braucht, um zu leben. Ich stelle mich nicht mehr über den anderen, sondern begegne ihm auf gleicher Augenhöhe.

Dann erweisen sich Christen als mutige und aktive Leute. Entscheidend ist, dass wir nie vergessen, dass wir nicht aus uns selbst heraus in der Lage sind, freundlich und geduldig zu sein und noch viel weniger, in selbstloser Liebe dem anderen zu dienen. Wir dürfen nie vergessen, dass es sich um Gaben Gottes handelt. Darum sollten wir nie die Verbindung zu Gott abreißen lassen. Unser Christ sein würde Stück für Stück nachlassen und eines Tages vergangen sein. Wir könnten sogar schädlich und gefährlich werden wie Seife, die falsch angewandt wird – indem wir sie essen.

Lassen wir uns von Gott immer neu beschenken mit seiner Geduld und Freundlichkeit und selbstlosen Liebe, damit uns nicht eines Tages gesagt wird:

»Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald zweitausend Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Es gibt immer noch böse Menschen.«

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