Grenzenloses Wachstum auch bei den Göttern möglich!

Beitrag von wize.life-Nutzer

So lange es Menschen gibt, stellen die sich Götter vor. Natürlich glauben diese Menschen daran, dass die gerade aktuellen Götter die wahren Herrscher und Schöpfer der Welt sind, zumindest so lange, bis neue Götter den Platz der alten einnehmen.

Aktuell sind gerade der Christengott (manchmal sind das auch 3 Stück, Vater, Sohn und Heiliger Geist) sowie der Gott des Islam die weltweit am meisten geglaubten Götter. Die Halbwertszeit dieser Glauben schlüssig vorauszusagen wäre zwar eine interessante Aufgabe für die Wissenschaft, so viel ich weiß, gibt es aber noch keine derartigen Untersuchungen.

Bei allen aktuellen Religionen gibt es Anleihen aus früheren Entwicklungen, so ist z.B. das Motiv des jungfräulich geborenen Menschensohnes, der zum Gott wurde und irgendwann hingerichtet worden ist schon vor der christlichen Geschichte verwendet worden.

Die Religionen entwickelten sich naturgemäß in Zeiten, in denen es noch keine ausreichenden Erkenntnisse dahingehend gab, wie die Welt und das Leben ohne den Plan eines Gotteswesens entstehen konnten. Aber auch heute gibt es anscheinend noch ein Urbedürfnis zu glauben, dass das Leben als Folge von biochemischen Zusammenhängen und Reaktionen nicht alles sein kann.

Wohin kann der menschliche Glaube an mächtige Geistwesen die allesbestimmend existieren also noch führen?

Ich denke, es geht dahin, dass analog zum sich ausdehnenden Universum auch der Glaube expandieren muss. Wir müssen lernen zu glauben, dass auch ein bekannter Gott noch übertroffen werden kann, oder besser übertroffen werden muss. Wenn es z.B. den christlichen Gott wirklich gibt, dann kann der rein technisch nie und nimmer für ALLES zuständig sein. Sonst hätte er sicher nicht seinen einzigen Sohn in das winzige Israel gesandt und die Menschheit auf diese Weise veräppelt. Nein, dadurch hat er seine Begrenztheit und Beschränkungen doch offenbart. Auch der christliche Gott und der islamische Gott sind also, immer natürlich vorausgesetzt, es gibt sie wirklich, auch nur Untergebene und Schöpfungen von größeren Göttern, die ihrerseits auch wieder irgendwo ihre Grenzen haben und über denen die nächst höhere Schicht thront.

Es gibt ja die Aussage, ein Gott wäre schon immer da gewesen. Das mag für einzelne Götter zutreffen, aber ob das für alle gilt, ist nicht zu beweisen und meiner Meinung nach auch nicht zwingend notwendig. Warum sollte ein Gott nicht auch mal entstehen? Vielleicht gibt es ja im Kosmos Kettenreaktionen, die Göttergeburten auslöst. Vielleicht gibt es ja Planeten oder gar ganze Galaxien, die voller Götter sind.

Vielleicht sind ja manche Götter auch sterblich, wer kann das mit Sicherheit ausschließen?

Der Mensch musste gerade in der Neuzeit so viele neue Erkenntnisse verdauen, dass er mittlerweile gelernt hat, neuem Wissen offen gegenüber zu stehen. Daher ist es nur natürlich, auch in der Frage nach der Existenz von Göttern neue Wege zu gehen und auch das Unmöglich scheinende zu akzeptieren. Schon ein einziger Gott ist im Prinzip ja so unwahrscheinlich, dass auch viele Götter die Sache nicht wirklich schlimmer machen.

Und dass die Menschen alle Götter kennen die es gibt, immer noch vorausgesetzt, es gibt tatsächlich welche, davon muss man nicht ausgehen.

Der Mensch kennt nicht mal die genauen Ausmaße des Universum, geschweige denn, ob es mehrere davon gibt. Aber wer alles Gott ist, und ob es davon nur einen oder mehrere gibt usw., das wollen manche Schlaumeier genau wissen, das ist doch höchst unwissenschaftlich.

Und selbst wenn ein Gott tatsächlich die Bibel diktiert hat, wer sagt denn, dass der die Wahrheit gesagt hat und nicht noch einen höheren Gott verschwiegen hat. Oder vielleicht denkt dieser Gott, sollte er existent sein, zwar selbst, er wäre der Größte, weil er gar nicht weiß, dass es noch größere Götter über ihm gibt. Die haben ihm das vielleicht noch garnicht offenbart.

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