wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Die letzte Geschichte

05.03.2014, 23:53 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Einst hatten viele Milliarden Menschen die Erde bewohnt. Jetzt lebten nur noch zwei von ihnen; ein Mann und eine Frau.
Beide kannten die Geschichte der Menschheit:
Nachdem der "Tanz um das goldene Kalb" immer ekstatischer geworden war und die Gier nach Macht und Geld ein gigantisches Ausmaß erreicht hatte, war die Wirtschaft weltweit zusammen gebrochen. Das brachte der geschundenen Erde die notwendige Zeit, sich wieder von den Umweltsünden der Menschen zu erholen. Bei dem folgenden Wiederaufbau setzten sich nach und nach diejenigen durch, die die Fehler der Vergangenheit nicht noch einmal machen wollten. Und diese hatten begriffen, dass der Mensch nicht nur Gutes tun, sondern auch Böses vermeiden muss.
Atomkraftwerke wurden abgeschafft, der Verkehr auf das Notwendige reduziert, Tiere wurden artgerecht gehalten und vieles mehr.
Doch viel wichtiger war: immer mehr Menschen beschäftigten sich mit religiösen und philosophischen Fragen, die Spiritualität nahm zu, das "Kirchenvolk" entledigte sich seiner "Fürsten" und es entwickelten sich Gemeinschaften wahrhaft Gläubiger. Bibliotheken und Universitäten gelangten zu neuer Blüte, Astrologie, Mystik und Parapsychologie bekamen ein höheres Ansehen und die Menschen nahmen sich viel Zeit für ihre Suche nach GOTT.
Immer mehr Menschen hatten Momente der "Erleuchtung", viele konnten sich an vorhergehende Erdenleben erinnern, und immer mehr mussten nach ihrem Tod nicht wieder zurück zur Erde: sie waren bei GOTT und blieben dort.
Genauso rasant, wie die Erdbevölkerung gewachsen war, schrumpfte sie auch wieder. Irgendwann lebten nur noch rund eine Milliarde, dann nur noch ein paar Millionen. Industrie war nicht mehr nötig; die Natur lieferte alles, was der Mensch benötigte. Und so schloss der Mensch nach und nach Frieden mit seiner Umwelt.
Die Zahl der Menschen nahm immer weiter ab: nur noch ein paar Hundertausende, dann nur Tausende, dann Hunderte.
Und jetzt nur noch die beiden. Sie hatten noch etwas "offen" gehabt; doch das war jetzt geklärt.
Voller Liebe zueinander und zur gesamten Schöpfung erreichten sie einen wunderschönen Garten. Beide kannten die Bibel. "So muss es im Paradies gewesen sein", sagte sie - ihr Name war Ave. "Ja", stimmte er zu - sein Name war Mada. Hand in Hand gingen sie weiter, und sie waren erfüllt von dem Wissen: gleich werden sie bei GOTT und allen anderen Menschen sein und für immer zusammenbleiben.
Und der Kreis hatte sich geschlossen.

(c) Georg Lackmann

3 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Meinst du, dass es einmal dazu kommen könnte.? Fast wäre es zu wünschen.
Sehr schön und eindrucksvoll geschrieben. Da kommt doch der Wunsch auf, Ave zu heißen .
  • 22.04.2014, 12:12 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Das ist eine wirklich beeindruckende Geschichte. Deine Worte treffen auf .meine Empfindungen und lassen die dazugehörenden Bilder vor meinen Augen entstehen. Anschaulich und sinnlich verinnerlicht in meiner Seele. Vielen lieben Dank. Cornelia Bettina
  • 14.03.2014, 20:26 Uhr
Ich danke dir recht herzlich, Cornelia Bettina, und freue mich, dass sie deine Seele erreicht hat. Und für die Herzchen danke ich dir auch mit
Liebe Grüße, Georg
  • 15.03.2014, 23:41 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren