wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Gott und die Welt

Gott und die Welt

16.03.2014, 18:40 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich war mit dem Fahrrad nach Ulm gefahren. Ansich alltäglich, aber ich kam von Kiel und hatte schon über 1200 Kilometer auf dem Tacho und zwölf Tage emsigen radelns hinter mir. Morgen sollte es weitergehen Richtung Bodensee.
Eine solche Radreise war für mich stets eine Art Ausstieg aus dem Alltag, vergleichbar vielleicht mit einer Pilgerreise. Die Fernradwege verlaufen alle “am Rand der Zivilistion“, wie ich es gern ironisch beschreibe. Aber tatsächlich gibt es Tage - quer durch Deutschland - an denen ich weniger als fünf Autos am Tag begegne, obwohl ich 100 Kilometer täglich fahre. Man ist allein. Nur mit seinem Fahrrad und seinem Zelt. Es entstehen ganz andere und neue Eindrücke auf einer solchen Tour. Man findet “zu sich” und hat Zeit, an Dinge zu denken, die man alltags sonst nicht bedenkt.
In Ulm füllte ich zunächst meine Barschaft auf und begann dann einen Stadtbummel, der mich auch zum Münster führte. Nicht, dass ich irgendein besonderes Interesse an Kirchen hätte, aber irgendwas muss man ja gesehen haben auf so einer Reise. Außerdem war das Münster ganz schön groß. Wenigstens rumgehen wollte ich einmal. Doch ein Plakat, das ein in zehn Minuten beginnendes Orgelkonzert ankündigte, verführte mich dann, das Gebäude zu betreten. Ich hatte ja Zeit und die Idee, es könne mich etwas Besonderes erwarten.
Und das war’s denn auch. Sogar grandios. Es war enorm, wie vielfältig man die Orgel hörte - mit zuweilen ganz feinen, zarten Klängen, und dann mit einer Wucht, die die Wände zu erschüttern schien. Die Harmonie der Klänge war so vollständig, dass ich manchmal glaubte, auf der Musik durch das Kirchenschiff getragen zu werden.
Ziemlich ergriffen blieb ich sitzen Lange noch, weil ich staunte und die Gedanken und Gefühle, die sich in mir bewegten, ausklingen lassen wollte wie die Töne der Orgel.
Ich weiß gar nicht, wie lange ich dort saß, aber plötzlich hörte ich eine altbekannte Stimme. “Du hier? In einer Kirche?”
Ich musste mich nicht umdrehen, weil ich wusste, er konnte gar nicht hier sein. Mein Vater. Er starb vor zwei Jahren. Trotzdem war ich weder erschrocken, noch erstaunt. Es war wie in einem Traum und in diesem Moment doch so selbstverständlich, als gehörte er hierher - fast schien es mir, als hätte ich ihn wie einen alten Bekannten hier erwartet. Seine Stimme wirkte anders. Sie kam aus keiner Richtung, sondern schien irgendwie um mich herum zu sein. Und ich musste schmunzeln: “Naja, dass ich dich mal in einer Kirche treffe hätte ich auch nicht gedacht. Du hast sie doch sonst gemieden, Papa. Wohnst du hier?” - fast hätte ich “lebst” gesagt.
“Nicht direkt,” sagte er.
“Und wo wohnst du dann?”
“Nirgends. Ich bin einfach. Mal bin ich bei Mutter. Mal bei dir. Mal bei euch beiden gleichzeit. Und mal auch nicht. Ich bin.”
“Aber bin kann doch nicht richtig sein. Als du gelebt hast, bist du gewesen, Papa, aber jetzt…” Ich verstand das nicht.
“Ich war auch vorher schon. Als ich noch lebte. Und auch davor war ich schon. Und ich werde weiter sein.”
“Hier, auf der Erde? Nicht im Himmel?”, musste ich schmunzeln.
“Orte bedeuten hier nichts Es ist eine andere Ebene, auf der ich bin. Die erschließt sich euch lebenden Menschen nicht sehr oft. In der Philosophie wird sie manchmal angedacht. Die Religion behauptet, sie zu kennen. Ihr nennt es spirituell, wenn ihr sie sucht. Und manchmal handelt ihr spiritistisch,” schien er zu schmunzeln.
“Und wie ist es mit Gott? Spielst du Skat mit Ihm? Oder mit Petrus? Oder mit Opa?”
Er lachte. “Unser Sein ist anders. Skat gehört nicht dazu. Aber ich vermisse es auch nicht, weil ich nicht vermisse. Und über Gott weiß ich genauso viel wie du.”
“Bist du also nicht religiöser geworden?”, versuchte ich ihn herauszufordern, denn Gott, Glauben und Kirche waren zu Lebzeiten so überhaupt nicht sein Ding.
“Nicht mehr und nicht weniger,” sagte er, “Religion gibt’s hier nicht.”
“Glaubt ihr nicht?”
“Oh doch, nur anders halt. Hier ist alles ein bisschen weiter, als du es kennst. Hier glaube ich, ohne mich beschränken zu müssen. Das, was ihr glaubt, ist kein Glauben. Es ist Folgen. Bestenfalls ist Religion eine Art Wahrheit, die jeder auf seine Weise sieht. Der Moslem anders als der Christ anders als der Jude. Und ihr benutzt sie, ohne nachzudenken. Religion hat einen anderen Sinn als Regel zu sein. Und sie ist mehr als Wahrheit, obwohl sie Wahrheit ist.”
“Das ist ein wenig verwirrend, was du sagt,” grinste ich unter dem Eindruck des Widerspruchs.
“Warum?”, fragte er, “Es ist doch ganz einfach: Religion ist. Sie ist nicht christlich, sondern sie ist. Warum, denkst du, sollte der christliche Glaube der einzig wahre sein? Glaubtest du an die christliche Kirche, dann wäre das richtig. Doch glaubtest du an einen Propheten, dann hättest du ihn nicht verstanden. Und glaubst du an Gott, dann gibt es keine Religion mehr. Er ist. Punkt. Religiös zu leben bedeutet, einer Idee zu folgen, einer Philosophie. Aber das zu verstehen haben die Menschen verlernt. Eine Idee ist dynamisch und lebendig, eine Philosophie soll offen sein - sag’ mal ehrlich, sieht so euer Glaube aus?”
Jetzt musste ich lachen, weil mir einfiel, das, wenn er wäre, wie er sagt, er ein Alien sein müsste, da er ja nicht irdisch ist. Aber das sah ich nur philosophisch und grinsend. Aber wie war er nun? Überirdisch? Außerirdisch? Ein Engel? Oder war er nur hier?
“Die Wahrheit ist: Ich bin”, schmunzelte er in meine Gedanken. Und das hörte sich sehr schlicht an.
Ein Knall schallte durch die Kirche. Jemand hatte ein Gesangbuch fallen lassen, und Papa war weg.
Ich schaute auf den Altar, der nun irgendwie anders auf mich wirkte - freundlicher, strahlender (und auch darüber musste ich dann schmunzeln), dann erhob ich mich und trat aus dem kühlen Gebäude auf den sommerlich warmen und hellen Platz davor.
Ich blieb stehen, atmete tief ein und inhalierte alles das, was ich sah. Alles war gut.
Den krönenden Abschluss dieses Radeltages bildete dann allerdings - ganz profan - ein Kinofilm. Um der hochsommerlichen Tageshitze zu entgehen kam mir die Idee eines klimatisierten Kinobesuch. Mehrere Filme wurden angeboten, doch eine Wahl hatte ich nicht wirklich. Denn einer von Ihnen hieß “Stadt der Engel” …

Mehr zum Thema

47 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
MIr gefällt besonders gut deine Beschreibung der Orgelmusik! Das habe ich auch schon so erlebt, zuletzt bei einem Konzert eines 80-köpfigen Chors in einer Kirche. Die h-Moll-Messe von Bach…
  • 23.07.2014, 13:58 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Synchronizität
  • 23.05.2014, 21:50 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Don Camillo und sein Christus am Kreuz.....
Selbstgespräche sollen für das Selbstwertgefühl enorm förderlich sein hab ich mal gelesen!
  • 17.05.2014, 15:49 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Was ist "Hier und Jetzt"?

Vielleicht finden ja Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig statt? Vielleicht ist das "Hellsehen" ja nur eine Begabung, in eine andere "Ebene" gucken zu können; eine Begabung, die die meisten von uns durch Erziehung verloren haben -, weil wir durch unseren Verstand sie nicht mehr anwenden wollen/können?
  • 24.03.2014, 09:40 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Eine wunderbare Geschichte und eine für mich nachvollziehbare Interpretation des Glaubens. Danke
  • 22.03.2014, 18:33 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ein wunderbarer Beitrag, Robert!
Diesen "Zustand", den du schilderst, hab' ich einmal erlebt, als ich in der Kirche in Loreto saß und ein Ordenspriester gerade predigte.
Anfangs hörte ich noch zu und verfolgte seine Worte, aber er hatte einen eigenartigen "Singsang" drauf (bewusst?), dass ich nach und nach immer mehr abdriftete und mich in einem Zustand völliger Öffnung, wie ein Gefäß, befand.
Ich habe noch nie meditiert, aber so stelle ich mir das vor. Es ist eine Erweiterung unseres Bewusstseins, und öffnet die Sinne für Dinge, die einem sonst nicht zugänglich sind.
Das Erlebnis mit deinem Vater finde ich grandios, vor allem, dass du so viel wortwörtlich mitbekommen hast. Es spricht ja nicht wirklich jemand, man "empfängt" die Worte nur und weiß aber intuitiv ganz genau, wer diese Worte "sendet".
Ich habe solche Begegnungen und Botschaften nur im Traum erlebt, nur zwei mal, ich wünschte, es würde öfter geschehen.
  • 18.03.2014, 10:51 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
hach, schööööön!!!!!!!
  • 17.03.2014, 11:34 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Eine tolle Begegnung, die ich mir auch oftmals gewünscht hätte. Vielleicht könnte man in diesem Moment vieles Ungesagte sagen und mit sich ins reine kommen.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen lieber Robert. Prima geschrieben.
  • 17.03.2014, 09:47 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Bei den vielen Milliarden Toten, welche unsere menschliche Zivilisation schon hervorgebracht hat, wäre das ein ganz schöner Lärm, wenn die alle plötzlich zu reden anfangen würden.

Ganz abgesehen von den ganzen Wölfen die heulen würden, von den vielen Hühnern die gackern würden.

Und wie wäre das, wenn wir tatsächlich nach unserem Tod unser eigenes Bewusstsein behalten würden? Was wäre dann mit den Säuglingen, die sofort nach der Geburt sterben, dürften die im Jenseits nur Babygeschrei äußern?

Gut, dass Radfahren mich auch immer in Trance versetzt und meine Fantasie beflügelt! Dabei kommen mir auch die tollsten Ideen und Gedanken!
  • 17.03.2014, 00:17 Uhr
Und die Milliarden Lebenden - sprechen die alle gleichzeitig mit dir?

Ich glaube nicht, dass wir nach dem Tod unser Bewusstsein erhalten haben. Aber ich glaube daran, dass die Seele "bleibt".
  • 17.03.2014, 08:18 Uhr
Robert, so denke ich auch.
Allerdings würde ich nicht so denken, hätte ich diesbezüglich nicht Erfahrungen gemacht.
Wären mir solche Erfahrungen nicht zuteil geworden, würde ich wahrscheinlich ganz anders denken. Was ich damit sagen will ist, dass ich es durchaus nachvollziehen kann, wenn jemand das alles als Humbug und "Hoffnungsglauben" sieht.
  • 18.03.2014, 10:39 Uhr
Der menschliche Verstand kann viel mehr leisten als gemeinhin bekannt ist. Dazu gehört es auch, sich eine Vorstellungswelt zu schaffen, die nichts mit der Realität gemeinsam hat.

An Schizophrenie erkrankte Menschen führen den Beweis, Stimmen zu hören und Trugbilder zu sehen sind möglich. Auch für "gesunde Menschen" ist es nicht unmöglich, solche Wahrnehmungen zu haben. Ob die allerdings das Leben nach dem Tod beweisen, oder ob die nur zeigen, was man gerne sehen oder hören würde, bleibt offen, das muss jeder für sich entscheiden.

Ich selbst habe auch Phänomene erleben dürfen, die ich nicht abschließend beurteilen kann. Aber einen Beweis für die eine oder die andere Sichtweise kann nicht erbracht werden, niemals!
  • 18.03.2014, 11:05 Uhr
Alfred, ich denke nicht, dass Robert diese "Vorstellungswelt" vorher hatte, bzw. sich eine solche gewünscht hat.
Auch ich war, bevor ich diese Dinge erlebt habe, weit davon entfernt, so etwas zu glauben oder mir zu wünschen. Das Leben ist mit dem Tod vorbei, punktum, das war früher meine Theorie und die fand ich auch damals so in Ordnung.
Man erschafft sich diese "Vorstellung" nicht, sie wird einem behutsam näher gebracht, wenn man es zulässt, sich darauf einlässt, und zwar nicht durch den eigenen Verstand. Das kommt woanders her.
  • 18.03.2014, 16:52 Uhr
Wieviel weißt du über schizophrene Menschen und deren Welt?
Wer weiß, wo sie sich befinden, wenn sie Trugbilder sehen und Stimmen hören?
Möglicherweise befinden sie sich gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen, in verschiedenen Welten, in Vergangenheit oder Zukunft (von unserer Zeitvorstellung her gesehen), wo man sich als "normaler" Mensch nie befinden kann.
Und wer sagt dir, dass diese Welten oder Ebenen nicht existieren, sondern Trugbilder sind?
Das kannst du auch nur behaupten, aber nicht beweisen.
  • 18.03.2014, 17:05 Uhr
Die chemischen Prozesse in Euren Gehirnen können alles bewirken, Ihr könnt an alles glauben!

Oder Ihr akzeptiert, dass Ihr aus Fleisch und Blut seid und auf dem Planeten Erde lebt, ganz wie es Euch beliebt!
  • 18.03.2014, 17:07 Uhr
Wir leben auf dem Planeten Erde, das ist schon richtig.
Aber die Erde ist nicht alles.
  • 18.03.2014, 17:17 Uhr
Jetzt hast Du mich überzeugt, Renate!

Mich hast Du nicht überzeugt!
  • 18.03.2014, 17:19 Uhr
Die chemischen Prozesse im Gehirn sind für mich keine Erklärung, Alfred. Spiritualität lässt sich nicht chemisch begründen - höchstens verleugnen dadurch.
Auch wenn ich in meiner alltäglichen Erzählung versucht habe, das Große und Ganze für mich selbst zu (er-)klären, verstehe ich die Bindungen nicht, die "Seele" auch im Alltäglichen haben kann. Wie ist es möglich, einen Menschen zu "sehen", dem man auf dieser Plattform begegnet? Wie ist es möglich, dass man andere Menschen berühren kann und ihnen nah sein, ohne in ihrer Nähe sein zu müssen?
  • 18.03.2014, 17:28 Uhr
Wie ist es möglich, im Traum Bilder zu sehen? Wie ist es möglich, sich in der Fantasie eine Geschichte auszumalen? Alles ist nur Chemie, wenn die gestört ist, könnt Ihr eventuell gar nichts mehr denken.
  • 18.03.2014, 17:31 Uhr
Ein Milligramm irgend eines Medikamentes genügt um Euer Denken völlig zu verändern und umzukehren. Unser Gehirncomputer braucht nur das richtige "Futter", dann kann er alles wahrnehmen, Geister sehen, mit Gott reden, mit Toten kommuzieren, alles kein Problem.

Ja, ich weiß dass es das gibt, aber was ist Realität?

Die Welt ist natürlich voll von Phänomenen, die wir nicht erklären können, wir wissen gar nichts.

Aber für das Hören von Stimmen gibt es Erklärungen, die sollte man zumindest mal irgendwo in Betracht ziehen, ehe man sofort auf die Stimmen hört, glaubt mir!
  • 18.03.2014, 17:37 Uhr
Er glaubt, das unterscheiden zu können!
  • 18.03.2014, 17:46 Uhr
Es gibt eben Menschen, die nur das gelten lassen, was sie mit ihren 5 Sinnen erfassen oder mit dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Forschung erklären können. Alles andere wird abgelehnt.
Ich respektiere das und es liegt mir fern, jemanden überzeugen zu wollen.
Manche besitzen aber, wenn auch vielleicht nur zeitweilig, einen sechsten oder gar siebten Sinn.
Telepathie habe ich für mich schon öfters als einmal bewiesen bekommen, weiß aber nur, dass es möglich ist und nicht, wie es funktioniert.
  • 18.03.2014, 17:46 Uhr
Nahezu alle Fälle dieser übersinnlichen Phänomene ließen sich erklären, sobald sie wissenschaftlich untersucht wurden.

Ich sage nicht, dass es nichts als unsere 5 Sinne im Universum gibt , nur besitzen wir Menschen eben nur diese, alles andere kann in den Bereich der Einbildung verbannt werden ohne ein großes Risiko einzugehen, wiederlegt zu werden.

Ich selbst war Zeuge, wie ein junger Mensch, kenergesund sich urplötzlich ans Herz greift, käseweis und ganz verwirrt, kurze Zeit danach ist alles wieder in Ordnung. Später erfahren wir, dass genau in diesem Moment seine geliebte Großmutter gestorben war, die beiden hatten sehr aneinander gehangen.

Wie das zustande kam, ob es Zufall war, eine Sendung auf einem bestimmten Weg oder sonst etwas, weiß man nicht. Seine Großmutter hatte sich aber danach nicht mehr bei ihm gemeldet, wie er mir versichterte. Der junge Mann ist mein Sohn, ich war zugegen und habe das miterlebt. Dennoch ist mein Blick auf die Realität nicht erschüttert worden.
  • 18.03.2014, 17:59 Uhr
Frauke, Renate...
Sowas kann nur verstehen der es erlebt hat!
Den Menschen.... denen die Fantasie fehlt
ausser zweifelhaft belegbaren
Wissenschaften nichts zulassen zu können,
wird es erst verständlich
wenn sie es selbst erleben ...

Dann ist das Erwachen gewaltig
  • 18.03.2014, 18:32 Uhr
Dem Menschen Wille ist sein Himmelreich. Wer glauben möchte, der glaubt auch, ich habe ja nichts dagegen!

Dabei gibt es in der Wirklichkeit genug Schönheit des Lebens, man müsste gar nicht in die Fantasie flüchten, wenn man bereit wäre, die auch zu sehen!
  • 18.03.2014, 18:36 Uhr
Alfred, ich mit Sicherheit kein
Mensch der in die Fantasie flieht ...
allerdings hab ich in meinem Leben
gelernt das es Vieles gibt
was nicht erklärbar ist.
Unsere Wissenschaftler gerade in der
Hirnforschung geben das auch ganz offen zu!
Sie selbst führen den Anspruch nichts zu wissen!
  • 18.03.2014, 18:42 Uhr
Kommt nicht immer mit den angeblichen Wissenschaftlern, die angeblich irgend etwas zugeben. Wenn Ihr Wert darauf legt, Eure Ansichten zu untermauern, dann nennt die genauen Quellen, dann kann man nachschauen, ob diese Wissenschaftler nicht am Ende genau das Gegenteil behauptet haben!
  • 18.03.2014, 18:46 Uhr
Alfred ...
Ich komme mit gar nichts,
jeder wie er gerne möchte!
Du so und ich anders!
Wenn Du der Meinung ist
das für mich kein Problem!
Die Gewissheit das es auch
andere Meinungen gibt reicht mir völlig.
  • 18.03.2014, 18:53 Uhr
Frauke...
Ich weiß was ich weiß
wenn Andere es nicht wissen, nachvollziehen können
ist mir das ehrlich gesagt egal...
Auch müssen wir niemandem etwas beweisen.
Eher im Gegenteil ich rede kaum darüber.
Nur eure Gedanken gefallen mir und so
habe ich mich reingehängt
  • 18.03.2014, 19:10 Uhr
Das nicht Existente muss man nicht beweisen, könnte man auch nicht.

Das ist wie beim Ungeheuer von Loch Ness. Diejenigen, die behaupten, es wäre real, müssen das beweisen, wenn ihnen dran liegt. Diejenigen, die sagen es gäbe es nicht, können dies ja gar nicht nachweisen, brauchen sie auch nicht.

Von daher gebe ich mich damit zufrieden, nicht eines Besseren belehrt worden zu sein, mehr will ich gar nicht!
  • 18.03.2014, 19:16 Uhr
Dann passt es doch
  • 18.03.2014, 19:17 Uhr
Jetzt erzähle ich euch einmal eine kleine, selbst erlebte Geschichte.
Ich träumte, mit Freundinnen über Ehescheidung diskutiert zu haben. Dabei befand sich auch eine Freundin, zu der ich kaum Kontakt habe.
Genau diese meinte gegen Ende unserer Diskussion (wohlgemerkt im Traum), dass sich viele zu früh scheiden lassen würden, nach dem Motto "Ene mene muh und drauß bist du!"
Dann wachte ich auf und hatte noch den letzten Satz im Kopf, den ich in diesem Zusammenhang recht seltsam fand.
So rief ich diese Freundin an, die ich lange nicht mehr gesprochen hatte, und erzählte ihr das.
Über die Maßen erstaunt antwortete sie mir, sie habe gestern das Buch von Ulla Hahn gelesen und der letzte Satz, bevor sie einschlief, war genau der, nämlich Ene mene muh und drauß bist du.
Sie nannte mir sogar die Seite.
Dieser Satz in meinem Kopf ist also bewiesenerweise weder durch chemische Vorgänge in meinem Gehirn entstanden, noch durch eigene Fantasie oder gar Wunschdenken.
Was sagt Alfred dazu?
  • 18.03.2014, 19:59 Uhr
Ich muss aber jetzt nicht zu jedem Gedanken eine Erklärung finden, oder?

Wie wäre es aber mal mit dieser Begründung: Zufälle gibts!
  • 18.03.2014, 20:30 Uhr
Ein ganzer Satz, Wort für Wort, in der selben Nacht, zur gleichen Zeit, mit einem Menschen, den ich schon Monate nicht mehr gesprochen hatte?
Das kann doch wohl kein Zufall sein?
Unter dem Aspekt der mathematischen Wahrscheinlichkeit gesehen sicher nicht
  • 18.03.2014, 20:40 Uhr
Es musste doch einfach mal passieren, dass irgendwo, bei Milliarden von Menschen auf der Welt, zwei Menschen gleichzeitig Eene meene Muh denken und danach miteinander Kontakt haben. Das beweißt doch noch nicht, dass wir ferngesteuert werden!
  • 18.03.2014, 20:42 Uhr
Ich finde deine Betrachtung dieser Sachlage fast schon witzig.
  • 18.03.2014, 20:48 Uhr
Alles klar, habs mal gegoogelt!
http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Cayce

Toll, damit ist ja eigentlich alles gesagt!
  • 19.03.2014, 00:32 Uhr
Ich möchte nochmal auf diese "Erscheinung" des verstorbenen Vaters zurückkommen.
Zweifellos war es eine Halluzination.
Das muss nun nicht bedeuten, dass der Halluzinierende geisteskrank wäre. Etwa 10% alle Menschen sollen irgendwann im Leben so etwas erleben.
Begünstigend für das Auftreten von Halluzinationen ist Stress. Radfahren ist anstrengend, dazu kommt der Stress der Einsamkeit. Dann plötzlich die Umgebung in der Kirche, die sicher nicht ohne Wirkung war.
Es ist auch möglich, dass der Autor eingeschlafen ist und ein bisschen geträumt hat...
Jedenfalls gibt es keinerlei Grund anzunehmen, dass da irgendwas "übernatürliches" passiert sei.
Was mich mehr verwundert ist, dass einige Menschen hier absolut etwas Übernatürliches hineingeheimnissen möchten. Es gibt wohl einen angeborene Neigung, an so etwas glauben zu wollen. Warum nicht auf dem Boden der Tatsachen bleiben? Warum immer in Phantastereien abgleiten?
  • 21.05.2014, 22:54 Uhr
Volker, hast Du gelesen, was ich weiter oben erzählt habe?
Es gibt Dinge, die sind einfach nicht wissenschaftlich zu erklären. Und es gibt "übersinnliche", was ja nichts anderes heißt, als über unsere uns bekannten 5 Sinne hinausgehnd, Phänomene. Da braucht man nichts hineingeheimnissen und es ist auch keine seltsame Neigung, an so etwas zu glauben.
Ich verstehe eher nicht, warum man sich dagegen wehrt, so etwas zu glauben und es nicht einfach als, zwar nicht erklärbar, aber als gegeben akzeptieren kann.
  • 21.05.2014, 23:04 Uhr
Halluzination *lach* Nein, Volker, das war eine ganz normale gedankliche Auseinandersetzung mit mir selbst. Die Einstellung meines Vaters zu Gott und Kirche war für mich immer ein wenig widersprüchlich - wobei ich seine Abneigung gegen Kirche heute teile. Aber deswegen muss ich noch lange nicht "gegen" Gott denken.
Dieses "Gespräch" hat einfach die Irritationen, die ich durch meinen Vater erfahren habe, klären können.
Ich fühle mich damit nicht erleuchteter, aber doch ein bisschen weiser. Und stärker als vorher.
  • 21.05.2014, 23:04 Uhr
"Sicherer" wollte ich schreiben, nicht "stärker"
  • 21.05.2014, 23:16 Uhr
Liebe Renate,
Ich wehre mich durchaus nicht, an "so etwas" zu glauben. Aber ein bisschen kritisch darf man doch sein? Sonst wär man ja allzu naiv.
Und schon bei oberflächlich kritischer Betrachtung find ich keine starken Hinweise, dass da was Übernatürliches passiert wäre.
So ähnlich geht es mir bei fast allen Berichten über "übernatürlicher" Phänomene.
Es sind ja schon viele, viele dieser Phänomene untersucht worden. Und nie kam was dabei heraus. Immer nur Irrtümer, Zufälle, Lügen.
Was du oben geschrieben hast, ist, wie Alfred schon richtig bemerkt hat, ein einfacher Zufall. Wenn dus nicht glaubst, versuch doch mal, mit dieser Freundin einen übersinnlichen Kontakt aufzubauen! Wenns dir reproduzierbar gelingt dann ist das eine Jahrtausendsensation und ihr werden berühmt sein wie Neil Armstrong.
  • 22.05.2014, 13:36 Uhr
OK, Robert,
wenn du es selber schreibst, dann wird es schlagartig klar: die Begegnung mit deinem Vater spielte sich in deiner Phantasie ab.
Dein Beitrag hörte sich allerdings so an, als ob du an eine reale Begegnung geglaubt hättest. Dann wär es eine Halluzination gewesen, es gibt da einige Beispiele, die das nahelegen.
  • 22.05.2014, 13:40 Uhr
Hallo Frauke,
du hast es gelesen: Robert hat ein bisschen seine Gedanken schweifen lassen, das ist alles. Da gibt es nix zu verstehen oder stehen zu lassen, weil man es noch nicht versteht.
Aber lies doch Renates Beitrag: das ist jemand, der gerne Übernatürliches "hineingeheimnist" Solche Meinungen reizen mich zu Widerspruch.
  • 22.05.2014, 13:44 Uhr
Naja, ich hab' mir ja gewünscht, dass der Text ein wenig berührt und bewegt, deshalb hab' ich mir mit seiner Wirkung Mühe gegeben. Und es hat ja geklappt.
Wobei ich sagen muss, dass nach dem Schreiben die vielfältigen Gedanken, die geäußert werden, für mich weit interessanter sind als der eigentliche Text
  • 22.05.2014, 13:56 Uhr
Warum verlinkst du nicht zu deinem Beitrag, Edith? Dann müssen sich nicht alle, die hier gerade drinstecken, jeder einzeln auf die Suche danach machen
  • 22.05.2014, 14:53 Uhr
Das ist Deine Sichtweise Frauke. Eine anderes Sache ist die, ob etwas die Wahrheit ist oder nicht. Egal wie jemand seine Aussage verpackt, entweder er hat recht oder er hat nicht recht.

Wenn mir jemand unsympathisch ist und er den falschen Ton wählt, kann er in der Sache aber trotzdem richtig liegen. Deshalb ist es immer besser, man hört trotzdem zuerst mal zu. Irgendwann denkt man drüber nach und kann dann immer noch seine Schlüsse ziehen.
  • 22.05.2014, 15:10 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren