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Meine Gedanken sind bei dem Gott, den es sicher nicht gibt!

Meine Gedanken sind bei dem Gott, den es sicher nicht gibt!

29.03.2014, 18:15 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich respektiere den Glauben der Menschen. Nur wenige Menschen glauben deshalb an Gott, weil die Menschen selbst ihnen nicht genug wert sind (allerdings bin ich sicher, auch die gibt es). Die meisten Menschen glauben deshalb an Gott, weil sie überzeugt sind, das würde von ihnen verlangt, von diesem Gott selbst.

Ein Mensch der auf der Suche nach dem Guten ist und deshalb Gott gefunden hat, ist natürlich ein wertvoller Mensch.

Mir allerdings fällt es leichter, offen zu sein für das Leben und die anderen Menschen, wenn ich nicht diesen unsichtbaren, geheimnisvollen, aber zum Glück ja ständig abwesenden Big Boss im Hinterkopf behalten muss, sondern selbst Verantwortung für mein Leben trage.

Mir persönlich widerstrebt es, wenn ich höre, dass sich jemand "in die Hände von Gott begibt" oder "auf Gott vertraut". Nehmt Euer Leben lieber selbst in die Hand, Ihr seid auf der Erde und müsst sie gestalten. Das tut kein Gott für Euch. Es hat auch noch nie ein Gott wirklich etwas von einem Menschen verlangt, das waren alles nur Hirngespinste von Menschen.

Sollte es tatsächlich den großen Gott geben, was mir sehr unwahrscheinlich erscheint, dann interessiert den garantiert nicht was ich denke oder tue. Den hätte vor über 2000 Jahren auch garantiert nicht interessiert, was so ein kleines, angeblich auserwähltes Volk so getrieben hat. Den würde nicht interessieren, ob jemand Schweinefleisch isst oder ob jemand sich bekreuzigt, ehe er ein „Gotteshaus“ betritt. So ein Gott, der für das gesamte Universum, ja für alle Universen aller Zeiten verantwortlich wäre, der würde über all dem stehen, das ist doch wohl klar.

So ein großer Gott, der auch barmherzig genannt wird und der Sünden vergibt, wirft doch auch nicht seine beiden ersten Kinder aus dem Paradies, nur weil sie in den verbotenen Apfel gebissen haben.

Die „menschliche“ Komponente in der Konstruktion „Gott“ ist unverkennbar. So kann das nie und nimmer stimmen.

Wenn es etwas gibt, was den Namen Gott verdient hätte, dann muss da mehr dahinter sein als so ein eifersüchtiger alter Griesgram im Himmel, der beleidigt ist, wenn jemand den falschen Gott anbetet.

Als ob je ein Mensch wissen könnte, wer der richtige Gott ist. Bei den Versteckspielchen, die er treibt? Treibt er die wirklich? Garantiert nicht, gäbe es ihn, würde er so etwas niemals tun!

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16 Kommentare

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Es sollte niemand sagen "Gott gibt es nicht", wenn er dafür keinen Beweis hat (und den kann es nicht geben, weil sich Gott nicht UNTER einen menschlichen Beweis stellen lässt!).
Richtigerweise sollten Menschen ohne religiöse Bindung sagen: "Ich finde keinen Zugang zum Mysterium Gott". Das ist die ehrliche und gegenüber Gläubigen respektvolle Formulierung.
  • 06.04.2014, 09:47 Uhr
Es sollte niemand sagen "es gibt einen Gott", wenn er dafür keinen Beweis hat (und den kann es nicht geben, weil sich Gott nicht zeigt und weil es keinen Hinweis gibt, dass eine intelligente irgend einen Einfluss auf die Welt nimmt.
Richtigerweise sollten Menschen mit religiöser Bindung sagen: "Ich habe das Gefühl, das Mysterium Gott glauben zu müssen, vielleicht weil mir das eingeredet wurde". Das ist die ehrliche und gegenüber Nichtgläubigen respektvolle Formulierung.
  • 06.04.2014, 10:50 Uhr
intelligente Macht wollte ich schreiben.
  • 06.04.2014, 10:51 Uhr
Zwei Fragen tun sich auf:
1. Woher kommt "Intelligenz"? Aus dem Nichts?
2. Das Wort vom "einreden" klingt nach Manipulation und "dummen Aufschwatzen" und sollte in einer fairen Diskussion vermieden werden. Oder haben Sie von einem gläubigen Menschen schon einmal die Unterstellung gehört, Ihr gottloses Welt- und Menschenbild wurde Ihnen nur eingeredet?

Überzeugungen jeglicher Art werden nun mal in erster Linie verbal vermittelt und sollte nicht mit dem Wort "einreden" diskreditiert werden.
  • 06.04.2014, 13:20 Uhr
Manipulation, ganz genau, nichts anders ist es, wenn kleine Kinder über Gott "aufgeklärt" werden und das, was nicht bewiesen ist als Tatsache hingestellt wird.

Nur so funktioniert das, würde man darauf verzichten, Kinder zu indoktrinieren, ihnen etwas einzureden, dann wäre jede Religion innerhalb kürzester Zeit verschwunden.

Wo lauert das Böse? Für mich im Glauben an ein Gespenst im Himmel das Ungläubige bestraft, nicht bei denen, die Zweifel haben, dass da auch nur ein Funke Wahrheit dran ist.
  • 06.04.2014, 14:24 Uhr
Sie schreiben so ganz erregt, über etwas, was es in Ihren Augen gar nicht gibt. Das verwundert mich sehr ...

Dass Menschen eine Religion haben, ist der statistische Normalfall. In allen Kontinenten glauben die Menschen - unabhängig voneinander und unabhängig von einer Kirche die nach Ihrer Meinung die Menschen manipuliert.
Nicht zu glauben ist der statistische Sonderfall, also die Ausnahme. Das müsste eigentlich zu denken geben...
  • 06.04.2014, 15:55 Uhr
Wollen Sie mir damit sagen, es gäbe in Wirklichkeit gar keinen Glauben an Gott, wenn Sie behaupten, ich würde über etwas schreiben, was es gar nicht gibt?

Worüber ich mir meine Gedanken mache ist, wieso Menschen überhaupt an etwas glauben, was objektiv gesehen nicht existent ist. Über Gott mache ich mir keine Gedanken, es gibt kein personalisiertes Wesen, welches alles erschaffen hat, das ist für mich, ich betone FÜR MICH ein kindischer Gedanke.

Dass die Menschen, die irgend einer Religion angehören in der Mehrheit sind, ist für mich absolut kein Hinweis für die Existenz eines oder mehrerer Götter. Gottglaube wurde ja überliefert. Überliefert wurden aber z.B. auch Rassismus und Nationalismus, die waren auch mal statistisch mehrheitsfähig. Da diese Überzeugungen gegen Gesetze und Menschenrechte verstoßen, sind sie heute WEITGEHEND verpönt (nicht überall). Gottglauben jedoch ist nicht unmenschlich, daher darf er natürlich bestehen bleiben, auch wenn er unrealistisch ist.
  • 06.04.2014, 16:20 Uhr
Wir haben ja schon viel diskutiert miteinander in diesem Forum.
Es scheint auch kein Weiterkommen in den Argumenten zu geben, weil sie (zumindest verbal) nicht akzeptieren können/wollen, dass es für viele Menschen gut und sinnvoll ist an Gott zu glauben.

Bleiben Sie doch einfach tolerant gegenüber religiösen Menschen und diffamieren Sie sie nicht gleich als "manipuliert" oder sonstwie "nicht aufgeklärt".
Es gab immer und es wird immer religiöse Menschen geben. Es gab immer und es wird immer Menschen geben mit anderen Überzeugungen und Weltanschauungen. Da braucht keiner den anderen für "bekloppt" halten.
Wenn wir es schaffen gemeinsam für den Frieden in der Welt zu leben, der sowohl von den Gläubigen als auch den Nichtgläubigen bedroht ist, dann haben wir das Maximum getan, was wir tun können.
  • 06.04.2014, 16:35 Uhr
Persönlich kenne ich sehr viel Menschen, die religiös sind, die ich absolut bewundere, obwohl ich in dieser einen Sache anderer Meinung bin.

Ich halte nicht religiöse Menschen für "bekloppt", allerdings manche Auswüchse der Religionen. Ich betone aber, dass ich den Begriff "bekloppt" auch nicht als erstes gebraucht habe.

Manipulation ist für mich aber ein Grundpfeiler der Religionen, ohne diese würde sich keine einzige auf der Welt behaupten können!
  • 06.04.2014, 19:28 Uhr
Das Wort "Manipulation" bedeutet so etwas wie Verfälschung.
Und was soll durch die Religionen verfälscht werden?
  • 06.04.2014, 22:43 Uhr
In der Psychologie, Soziologie und Politik bedeutet Manipulation die gezielte und verdeckte Einflussnahme. Daraus ergibt sich ja die Antwort, oder?

Religionen nehmen doch unbestritten Einfluss auf einzelne Menschen sowie auf ganze Völker. Verdeckt ist dieser Einfluss, weil suggeriert wird, es wäre zum Wohle des Einzelnen die Religion auszuüben (z.B. er kommt ins Paradies), in Wahrheit aber nutzt er der Religion selbst, die dadurch verbreitet und in ihrer Existenz gesichert wird.

Gerade die restriktive Haltung der Weltreligionen gegenüber Andersdenkenden und Zweiflern zeigt ganz deutlich, dass es bei diesen Manipulationsstrategien in erster Linie um den Machterhalt und nicht um das Wohl der Menschen geht.
  • 06.04.2014, 23:11 Uhr
Aus der von Ihnen angegebenen Definition von Manipulation muss ich feststellen, dass kein ernst zu nehmender Psychologe, Soziologe und Politiker den Religionen "Manipulation" der Menschen unterstellt. Im Gegenteil, die Religionsfreiheit gehört zu den Menschenrechten in der UN-Carta. Die vereinten Nationen würden bestimmt nicht das Recht auf "Manipulation" als geltendes Recht erklären.
Also Sie sehen, mit Ihrem Manipulationsvorwurf isolieren Sie sich von der weltweit geltenden Rechtslage.
Schade!
  • 07.04.2014, 08:28 Uhr
Die UN hätte natürlich keine Chance, würde sie sich gegen die mächtigen Religionen stellen.

Ihre Behauptung kein ernst zu nehmender Psychologe oder Soziologe würde Religionen Manipulation unterstellung entbehrt natürlich jeder Grundlage und ist einfach ins Blaue hinein behauptet. Denken Sie nur an den Islam, wird dieser etwa nicht zur Manipulation von Menschen im politischen Sinn missbraucht? Die USA würde ich auch als Beispiel nennen, dort aber von christlicher Seite her.

Aktuelle Politiker werden natürlich den Teufel tun und sich mit Religionen anlegen, die Macht dieser ist zwar am Bröckeln, aber immer noch vorhanden.

Aber das Thema Manipulation durch Religion hat für mich ja eigentlich nichts mit Gott zu tun. Dass es Gott meiner Meinung nach nicht im Sinne eines mächtigen Wesens gibt, kann ich nicht an der Art und Weise festmachen, wie Menschen Religionen missbrauchen.
  • 07.04.2014, 09:46 Uhr
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"Herr Doktor, wir glauben unsere Tochter ist verrückt! Sie denkt, ein unsichtbarer, dreibeiniger Goldhamster auf Schlittschuhen würde ihr helfen und sie in schwierigen Situationen beschützen. Wir beten jeden Abend zu Gott dem Herrn, Jesus Christus und dem heiligen Geist, aber es hilft nichts. Was sollen wir bloß tun?"
  • 03.04.2014, 11:27 Uhr
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Eben ist Gott mir erschienen. Er ist mit mir einer Meinung, dass es völliger Quatsch ist, die ganze Geschichte mit den vielen Universen und den ganzen Aliens auf den Billiarden von Planeten einem einzigen Typen aufzubürden.

Ach ja, außerdem mag er es nicht, wenn man Gott zu ihm sagt, er möchte gerne Karel genannt werden, oder wenigstens Herrgott.

Neustadt an der Weinstraße, 01.04.2014
  • 01.04.2014, 16:12 Uhr
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Klasse, Alfred, Du hast die menschlichen Konstrukte von Gott sehr genau beschrieben und ich bin mir sicher, dass der wahre Gott Dich schon echt "am Wickel" hat. Denn der wahre Gott ist über allem und in allem und so vieldimensioniert, dass er von Menschen nicht gedacht werden kann.Religionen sind Hilfsmittel um die Verunsicherung der Menschen bei der Komplexität "Gott" zu reduzieren und Jesus hatte die Aufgabe, das Wesen Gottes so zu repräsentieren, dass es für uns irgendwie fassbar ist. Ich finde, er hat das recht gut gemacht! Wenn man in der Bibel nach den Aussagen von Jesus sucht, die authentisch von ihm sind, zeichnet sich schon ein Bild ab, das nicht unbedingt kirchlicher Lehre entspricht. Kirche als "Gemeinschaft der Gläubigen" hat die ganz wichtige Funktion, in menschlicher Gemeinschaft das urmenschliche Wissen von Gott lebendig zu erhalten. Übrigens sind auch die Qumran-Schriften und Meister Eckhard in diesem Zusammenhang spannend.
  • 31.03.2014, 21:53 Uhr
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