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Irrt Gott sich ganz gewaltig?

Irrt Gott sich ganz gewaltig?

17.04.2014, 02:12 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich setze, nur für meinen Beitrag, mal voraus, den Gott, den die Theisten als existent beschreiben, gäbe es tatsächlich.

Dieser Gott hält sich also für den Allergrößten. Er behauptet, er habe aus seinem eigenen Willen und in Allmächtigkeit die Welt und ihre Bewohner erschaffen. Ab und zu inspiriert er durch Gedankenübertragung ein paar Menschen, etwas religiöses aufzuschreiben oder zu predigen. Damit auch ja an ihn gedacht wird und ihm Ehre wiederfährt.

Was wäre aber, wenn dieser Gott auf dem Holzweg ist? Was wäre, wenn es hinter ihm, der so von sich überzeugt ist, noch ein viel größeres, mächtigeres Wesen gibt, das sich lediglich absolut verdeckt hält und sich nie offenbaren würde?

Der Gott der Menschen glaubt selbst an seine eigene überlegene Göttlichkeit, aber er irrt sich ganz offensichtlich dabei. Das einzige Wesen, das sich tatsächlich Gott nennen dürfte hingegen ist vielleicht klüger und kann sich aufgrund seines riesigen Wissens lässig vorstellen, dass sogar über ihm noch eine weitere Instanz existiert! Und das stört dieses Wesen überhaupt nicht, so großartig ist es. Der Gott, den so viele Menschen anbeten hingegen scheint da sehr naiv zu sein, wenn er behauptet das zu sein, was er gerne wäre.

Warum sollten wir Menschen die Fähigkeit besitzen, uns vorzustellen, dass auch das, was wir Gott nennen, noch nicht absolut Top ist, sondern dass der in der Gesamthierarchie eventuell nur ein kleines Licht ist? Ganz einfach, wir können das denken, weil es uns von einem höchst kompetenten Übergott eingehaucht wurde. Erst wenn wir erkennen, dass es keine Grenzen gibt, weil es immer, ja IMMER noch etwas größeres gibt, immer noch eine weitere Stufe erklommen werden muss, dann erst sind wir auf der richtigen Spur!

Zu glauben, dieser Gott, der sich in früherer Zeit mit seiner eigenen Existenz so schwer getan hat und aus Eifersucht und Doofheit ganze Städte, Länder und Völker vernichtet hat und sich solche Schwachheiten wie z.B. eine Arche zur Rettung ein paar seiner Lieblingslebewesen ausgedacht hat, soll der oberste unter der Schöpfertruppe sein? Nie und nimmer!

Vielleicht müssen sich die Götter ja bewähren, ehe sie in eine höhere Götterstufe übergehen dürfen.

Ich jedenfalls bin froh, kein Gott zu sein. Ich könnte die Ungewissheit nicht ertragen, als Gott vielleicht auch nur eine Marionette zu sein und mich in der Überzeugung, ein ganz großer Knaller zu sein lediglich zu irren. Dann schon lieber ein bewusst ganz kleiner Mensch, dem muss man einfach verzeihen und vergeben, so klein und unbedeutend wie er ist.

Ein Tier jedoch möchte ich dann doch lieber nicht sein, ohne Kühlschrank, Auto und Sateliten-TV.

Ich überlege mir ernsthaft, ob ich meine atheistische Haltung nicht aufgeben soll, und einfach losziehen und vom riesigen Übergott zu predigen, der Buddha, Zeus,Allah, Poseidon, den heiligen Geist, Gott und seinen Sohn locker in die Tasche steckt. Aber ich lasse es sein, denn dieser Hypergott verlangt das ja schließlich nicht von mir, der lässt mich mein Leben in Ruhe leben, im Gegensatz zu den winzigen, unbedeutenden Göttern der ganzen Bibelkorantalmudspinner!

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8 Kommentare

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All unser "Wissen" kann sich methodisch bedingt nur auf das geschlossene 'Weltsystem' beziehen, in dem wir leben (unser Universum). Darüber wissen wir aufgrund entwicklungsgeschichtlicher Beschränkunken unserer Art noch relativ wenig, aber immerhin doch schon genug für Existenzberwertungen.

Der Ursprung dieser Welt kann ebenso methodisch bedingt nur ausserhalb ihrer selbst liegen. Wir können uns naturwissenschaftlich schon sehr, sehr nahe an diesen Anfang heranrechnen, aber niemals darüber hinaus.
Deshalb endet beim "Urknall" auch unsere kausale 'Beweisführung' --mit-- dieser Methodik. Das bedeutet aber nun nicht, dass dort alles endet und 'gedanklich Nichts mehr geht'. Die Gedanken sind frei, und transzendente Weltbilder können sich unwiderlegbar entwickeln. Davon gibt es auf der Erde(!) --vermutlich-- ebenso viele, wie es Menschen gibt ...

--> http://www.seniorbook.de/profil/pete...763488b456d
  • 17.04.2014, 22:21 Uhr
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Gott, Allah, usw. ist ein imaginäres Wesen - sehr nützlich für das Machtstreben von einigen Personen unserer Welt. Erstens geht die Herrschaft mit dem Tod des irdischen Oberhauptes nicht unter und zweitens kann man sich hinsichtlich unpopulärer Entscheidungen auf den da oben ausreden, dessen Befehle man angeblich ja nur ausführt.
  • 17.04.2014, 11:59 Uhr
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Warum haut uns Gott nicht bei jeder "Gotteslästerung" sofort eine aufs Maul? Vielleicht ahnt er ja, dass auch er beobachtet wird und sich doch nicht alles erlauben kann!
  • 17.04.2014, 11:19 Uhr
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Dazu sollte man erst mal sehen, was Gott ist.
Gott hat nicht den Menschen geschaffen, Stichwort Evolution.
Der Mensch hat sich einen Gott (oder mehrere Götter) geschaffen, in seinem Kopf.
Das heißt, Gott sagt genau das, was ihm der Mensch in den Mund legt.
  • 17.04.2014, 08:55 Uhr
Ich glaube genau das Gleiche wie Du, aber wirklich wissen können wir gar nichts, das ist ja das Faszinierende an der Sache und nur darum geht es. Alles ist möglich, wir können uns als Mensch die großartigsten Götter schaffen und daran glauben.

Dass z.B. so ein Gottglaube es sogar fertig bringt, noch heutzutage alte, dicke Männer außerhalb jeder Faschingszeit stolz bunte Frauenkleider tragen zu lassen, ist doch eine erstaunliche Sache wie ich finde!
  • 17.04.2014, 09:55 Uhr
Heißt das, ich müsste etwas anbieten, was anderen Menschen in der Lebenspraxis von Nutzen wäre? Da habe ich keine Ambitionen!

Ich habe meine Kinder frei erzogen, dafür sind mir diese dankbar. Alle drei sind äußerst beliebt, hilfsbereit und erfolgreich. Sie wurden von mir nie in eine Kirche gezwungen, aber ich habe auch nie schlecht über die Religion geredet in ihrem Beisein. Trotzdem sind alle drei unaufgeregte Atheisten geworden ohne jede Sehnsucht nach irgendwelchen Mythen.

Jeder sollte selbst nach dem für sich richtigen Weg suchen, ich habe durch meine strenge katholische Indoktrination als Kind den Ekel am institutionalisierten Gottesglauben erlangt. Ich bin aber froh darüber, denn so wurden mir die Augen geöffnet für die Allgegenwart der Lüge.

Dein letzter Satz ist weder fundiert noch für mich irgendwie wichtig. Wenn ich mir mein Leben unbedingt mittels einer Scheinwelt positiv gestalten wollte, gäbe es doch noch weitaus bessere Möglichkeiten als so eine autoritäre Religion!
  • 21.04.2014, 20:06 Uhr
Zum letzten Satz von Holger, Glauben kann durchaus helfen.
Das kann Glauben an irgendeinen Gott, an einen Heiler oder an Medikamente sein. Begründet ist dies in allen Fällen auf den nachweisbaren Placebo-Effekt.
  • 21.04.2014, 20:15 Uhr
Religionen können keinen eigenen Willen haben, es könnte höchstens überlegt werden, was wollten die Menschen, von denen sie gegründet wurden und was wollen die, welche sie im Laufe der Zeit (um-)gestaltet haben. Da können durchaus unterschiedliche Ambitionen drinstecken.

Ob z.B. die "Glaubenshüter" im Vatikan immer nur das Beste für die Gläubigen oder aber das Beste für ihre Religion (sprich Machterhalt) wollten und wollen, scheint fraglich. Klar gibt es da immer unterschiedliche Strömungen.

Letztlich steht hinter allem der imaginäre Gott. Auch wenn die Geistlichkeit so tut, als wäre das eine festgeschriebene Wahrheit, so besteht daran immer ein gewisser Zweifel, beim einen mehr, beim anderen weniger. Oder, wie bei mir und Milliarden anderer Menschen ist da auch mehr als nur Zweifel. Es ist entweder die Gewissheit, dass da gar nichts ist, oder dass da wahrscheinlich nichts ist, und wenn doch, dann am ehesten etwas völlig anderes, als man sich vor über 2000 Jahren vorgestellt hatte.
  • 22.04.2014, 17:25 Uhr
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