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Glauben und Wissen

17.04.2014, 11:28 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Betrachtung zu „Glauben heißt Nichts wissen“

Dieser Satz wird von vielen in der unterschiedlichen Art gebraucht. Man hört ihn wenn man über den Glauben redet, aber auch wenn man über andere Sachverhalte eine Aussage trifft und behauptet man würde das glauben. In einem solchen Fall bekommt man diesen Spruch oft abwertend zu hören.
Aber betrachtet man die beiden Worte einmal in ihrer vollkommenen Bedeutung dann ergeben ganz andere Perspektiven.

Zu erst einmal was bedeutet Wissen. Wissen ist eine Gewissheit die einem befähigt eine Aussage zu treffen. Mann kann sagen das ist so und so, das verhält sich so und so, es war so und so, es wird sich so und so ergeben. Wissen ist für den Wissenden im Moment sicher. Wissen ist also gegenwärtig und kommt aus der Vergangenheit. Wissen hat nichts mit Erkenntnis und erstmals nichts mit Verstehen zu tun.

Geschweige ist Wissen in die Zukunft gerichtet. Wissen bedient den Moment und nicht die Zukunft, denn das Wissen in die Zukunft projiziert kann sich ändern es ist nur bedingt unumstößlich. Auch grundlegende Naturgesetze können durch Einbeziehung von zukünftigen Erkenntnissen ihre Bedeutung ändern und den Betrachter in seinem Wissen verändern und neue Erkenntnisse und Sichtweisen zulassen.

Wie ist es aber mit dem Glauben. Der Glaube ist in die Zukunft gerichtet ohne Sicherheit, einer ständigen Veränderung unterworfen. Man glaubt es wird so sein, wird so kommen. Der Glaube ist mit der Hoffnung verbunden. Er sprengt Grenzen und hält sich nicht an der Gegenwart fest. Er ist nicht endgültig. Er lässt Entwicklungen zu. Dies trifft so wohl für ein transzentrales Ziel oder den Glauben an einen Gott, aber auch für ein zukünftiges Ereignis zu. Der Glaube kann in der Vergangenheit beginnen und in die Zukunft führen. Es gibt auch den Glauben der sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt, aber auch aus diesem Glauben ergeben sich Schlüsse für die Zukunft.

Wenn man beide Worte gegenüber stellt. Dann ist das Wissen für viele ein Kind der Moderne. Die Geschichte der Menschheit kennt aber einen großen Zeitraum, dort wurde mehr geglaubt weil man noch nichts wusste. Wissen breitet sich aus. Die neuen Medien tragen dazu bei, dass Wissen jedem zu jeder Zeit zur Verfügung steht. Aber schon da setzt Glauben ein. Der moderne Mensch glaubt dies. Wenn er aber zu Denken anfängt, wird er erkennen, dass er Vieles glauben muss, weil sein Wissen und vor allem sein Erkennen nicht ausreicht.

Hier beginnt der Glauben und so löst sich der Gegensatz auf und man wird erkennen, das Wissen ohne Glauben und Glauben ohne Wissen nicht möglich ist. Glauben und Wissen brauchen sich, wie das Ei die Henne.

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5 Kommentare

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Sie denken richtig. Auch die Wissenschaft hat über Jahrhunderte an manch Falsches geglaubt. Doch sie versucht Nachweise zu erbringen und ist auf einem guten Weg. Trotzdem wird es auch künftig Erkenntnisse geben, die so manches wissenschaftliche Dogma aufheben könnten.
Die Religionen können kaum in dieser Form Nachweise erbringen. Aber sie sind ein großes Bedürfnis der Menschheit - weidlich ausgenutzt von Menschen, die immer schon dadurch Macht gewonnen haben über Menschen. Religionen sind mir deshalb weitaus mehr suspekt als die Wissenschaft.
Da werden Menschen interviewt deren Herz kurz ausgesetzt hat und sie berichten von guten Gefühlen und Licht am Ende des Tunnels - leider, diese Menschen waren gar nicht tot, also können sie nicht über den Tod berichten. Jeder würde ihnen gerne glauben, alle würden gerne wissen, was danach kommt.
Wir wissen nichts, nichts, aber sind tolle Geschöpfe, die sich immer wieder aufrappeln und suchen, suchen.....
  • 22.04.2014, 15:03 Uhr
Man kann zu Ihrem Schluss kommen. Aber ich rate, einfach jeden Satz Wort für Wort zu lesen und über jedes Wort nachzudenken. Ohne dass die eigene Meinung, die immer subjektiv ist und nur aus dem eigenen Blickwinkel vollzogen wird gleich ins Spiel gebracht wird. Sie werden dann den Dualismus sehr schnell verstehen und so hoffe ich für Sie die richtigen und wenn möglich neue Erkenntnisse gewinnen.
  • 22.04.2014, 17:24 Uhr
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Es besteht halt immer die Gefahr, an das Falsche zu glauben. Im Prinzip ist das ja menschlich, aber was ist, wenn es tatsächlich einen Gott gibt, der eifersüchtig darüber wacht, wer was glaubt?

Es ist auch gefährlich, einfach an den Gott zu glauben, der sich möglicherweise mal den Menschen offenbart hat. Was ist, wenn der nur ein billiger Zauberer war, der zwar übermenschliche Kräfte hat, aber in der Götterliga nur die zweite oder gar dritte Geige spielt? Dann haben die Gläubigen aber Grund zu hoffen, dass die noch höheren Wesen nachsichtig sind und nicht so fies wie der biblische Gott mit seinen Vernichtungen von ganzen Völkern und seiner Rache an den Kindern der Sünder.

Meine Taktik ist, offen zu bleiben und fast nichts zu glauben, aber auch nicht in den Irrtum zu verfallen zu denken, etwas zu wissen. Wir wissen gar nichts, nicht mal der Papst weiß etwas, er denkt, vielleicht glaubt er ja auch. Aber sicher wäre ich mir nicht mal dabei!
  • 17.04.2014, 14:21 Uhr
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"Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge"
Alternativübersetzung zum letzten Teil dieser Aussage:
"....ein Mittel, um die Wirklichkeit unsichtbarer Dinge kennen zu lernen"

Eine der Aussagen über das, was christlicher Glaube ist nach dem Neuen Testament, Hebräerbrief Kapitel 11, Vers 1, Übersetzung: Neue Genfer Übersetzung.
  • 17.04.2014, 12:09 Uhr
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Gute Gedanken!
  • 17.04.2014, 11:52 Uhr
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