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Wieviel Trauer und Zeremonie sind angemessen, wenn Haustiere sterben?

Wieviel Trauer und Zeremonie sind angemessen, wenn Haustiere sterben?

Thomas Bily
18.04.2014, 10:07 Uhr
Beitrag von Thomas Bily

Gestern erzählte mir ein Freund, wie vor Jahren ein Meerschweinchen der Familie "verunglückte" und er das schwer verletzte Tier mit einer Haarbürste zu Ende brachte. Ein anderer Spezl schob den toten Kanarienvogel einfach in den Ofen und informierte die Familie mit den Worten: Ist schon eingeäschert. Wieviel Trauer ist angebracht bei Tieren?

Ich hatt' einen Kameraden

Die Kinder spielten damals mit den Meerschweinchen und dabei erwischte man eins versehentlich mit den Schuhen am Kopf. Das Meerschweinchen war schwer angeschlagen, also lebte noch, war aber nicht mehr zu retten (nach Einschätzung meines Spezls). Was tun? Siechen lassen wollte er das Tier nicht, also suchte er nach einem von der Größe her adäquaten Instrument, fand die hölzerne Haarbürste und schickte das Tierchen in den Meerschweinchenhimmel. Weil die Trauer groß war, sang er damals (kein Witz) für die Kinder "Ich hatt´ einen Kameraden" bei der Beerdigung im Garten.

Nutztier oder Liebling oder beides?

Das wäre mir persönlich alles zu viel; angefangen von der Haarbürstenexekution bis zum Grabgesang. Ich habe seit jeher eine nüchterne Nutztierbeziehung aufgebaut und halte es da eher mit dem anderen Spezl, der den von der Stange gefallen Familienkanarie kurzer Hand in den Ofen entsorgte und danach den von der Schule heimkehrenden Kinder lapidar übermittelte: "Der Hansi is tot und is schon eingeäschert". Also kein großes Gschiss gmacht.

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42 Kommentare

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Es gibt kein Mass wie etwas sein sollte-es liegt ganz alleine an denen,die ihr "Tier"verloren haben-wie sie mit ihrer Trauer umgehen und wie sie auch für ein Tier,für ihr!!Tier-es für angemessen halten...
  • 07.05.2015, 23:08 Uhr
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Wer kein Tier hat und nie erlebt hat, was die Freundschaft zwischen Mensch und Tier bedeuten kann, wird wohl auch nicht in der Lage sein, die Trauer nachzuempfinden, die einen überfällt, wenn solch ein Kerlchen stirbt.

Als vielfache, jahrzehntelange Katzenmutter musste ich viele der kleinen Geschöpfe wieder gehen lassen. Jede von ihnen war uns mit ihrem eigenen Charakter und ihren Eigenarten ans Herz gewachsen. Jede hatte ihre Geschichte und jede brachte uns Freude, auch mal Ärger, aber immer Trennungsschmerz, wenn wir uns verabschieden mussten.

Auch Tiere sind Geschöpfe Gottes, also wert, geachtet und respektiert zu werden.

Ich halte es mit dem Kleinen Prinzen:
"Das, was du dir vertraut machst, dafür bist du ein Leben lang verantwortlich".
  • 20.07.2014, 16:51 Uhr
stimme ich dir voll zu.Ich hatte eine Katze 18 Jahre,dann musste ich sie wegen Nierenversagen einschläfern lassen.Ihr Grab ist im Garten unterm Rosenbeet.Leider durfte ich die Urne von meinen Mann nach seinem Krebstot nicht in seinen geliebten Garten beisetzten.Das Gesetz erlaubt es nicht.Du kannst dir bestimmt denken WARUM
  • 22.07.2014, 20:53 Uhr
Hallo Doris,
ja, da gibt es Gesetze und die meisten Bestatter richten sich danach.

Weißt du, das Wesentliche, das von einem Menschen bleibt, ist ja nicht seine Asche, die wir beisetzen, sondern seine Seele, seine unsterbliche Energie, die sich irgendwo innerhalb oder außerhalb unsere Universums befindet.

Wo genau, das können wir mit unserem Verstand nicht nachverfolgen. Aber wenn du das liebende Gedenken an deinen Mann in deinem Herzen mit dir herumträgst, dann ist er immer bei dir, auch in seinem geliebten Garten .

In der modernen Trauerpsychologie spricht man nicht mehr vom "loslassen", sondern davon, dass wir in unseren Gedanken den Verstorbenen immer bei uns haben und auf einer anderen Ebene mit ihm verbunden sein können.

Lieben Gruß!
Gisela
  • 24.07.2014, 12:19 Uhr
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Wann und wo man trauert um seinen besten Freund soll jedem selber überlassen bleiben. Dumme und schußlige Worte sollte man sein lassen. Jeder muss selber damit vertig werden. Ein Tier das man liebt ist ein schwerer Verlußt. Dabei zu sein wie es stirbt noch viel schlimmer. Trauere jeder nach seiner Art und wie Sie oder er es möchte. Trauer ist eine Bkundung dafür, dass man liebt
  • 25.06.2014, 00:09 Uhr
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Man sollte meiner meiner Meinung nach, einen gewissen Respekt vor dem Tier bewahren. Was bei großen Tieren leider nicht mehr Möglich ist.
Ich selber mache auch keine große Sache mit verstorbenen Tieren, neutral vergraben und dann einen Schlussstrich ziehen, wenn es möglich ist.
Aber bei den Pferden geht das eben nicht und der Abdecker ist für mich kaum auszuhalten, das geht für mich gar nicht.
  • 13.06.2014, 11:43 Uhr
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Wie viel ist angemessen ?!
Wer will das denn beurteilen ?
Wie viel Trauer ist denn bei Menschen angemessen ?
Jeder geht doch unterschiedlich mit Verlusten um. Klar denkt man der eine übertreibt völlig, der andere ist herzlos und kalt, trauert scheinbar gar nicht.
Aber das hat keiner zu von uns zu beurteilen/verurteilen. Jeder wie er das braucht. Jeder muss doch selber sehen wie er mit seinen Gefühlen klarkommt und ob er die Gefühle in dem Moment überhaupt zulassen kann.
  • 13.06.2014, 11:34 Uhr
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Es kommt immer darauf an wie sehr man das Tier generell mochte. Natürlich, wenn das Tier nur für die Kinder da war und die Erwachsenen vielleicht eher genervt waren, macht man eben "kein großes Geschisse drum". Aber man sollte auch Respekt vor den Gefühlen der anderen in der Familie haben. Kindern hilft es oft, wenn man ein Trauerritual abhält.
  • 13.06.2014, 11:27 Uhr
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Ich meine wenn ich ich mit meinen Tieren Jahr zusammen lebe
werde ich auch trauern wen es von mir geht und so trauern wie
mir mein Herz dies sagt . Ich meine auch ich werde sie wieder sehen
Da kann sagen wer was will
  • 15.05.2014, 12:58 Uhr
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Die Fragestellung ist schon seltsam.
"Wieviel Trauer und Zeromonie ist angemessen"?

Kann man angemessen trauern?
Das ist doch etwas sehr persönliches und läßt sich
meiner Meinung nach nicht in "angemessen" und
"unangemessen" einteilen.
  • 09.05.2014, 19:01 Uhr
Das stimmt was du schreibst ich und meine Frau haben Pudel Tiffany sehr geliebt. und keiner kann seinem Gefühl eine Sperre anlegen.
  • 25.06.2014, 00:11 Uhr
Wenn ein Haustier stirbt ist es jedem selbst überlassen ob und wie er trauert finde ich.
  • 26.06.2014, 04:51 Uhr
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ich musste mich am 29.04:2014 von meiner Perserkatze trennen sie hatte Nierenversagen und musste eingeschläfert werden tut immer noch sehr weh
  • 07.05.2014, 07:43 Uhr
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Leider habe ich schon zweimal los lassen müssen,dies tut sehr sehr weh
  • 06.05.2014, 19:48 Uhr
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