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Hilft Dir Gott?

Hilft Dir Gott?

07.05.2014, 04:47 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Könnte ja sein. Ich meine, dass der Glaube an Gott einem Menschen helfen kann. So wie Placebos manchmal helfen meine ich. Ich selbst glaube ja nicht, betrüge ich mich dadurch nicht um gute Möglichkeiten?

Ich musste lachen, als der letzte Box-Gegner vom Klitschko im TV erzählte, mit Gottes Hilfe würde er den Kampf gewinnen. Kann das wirklich sein, dass der Glaube an so ein imaginäres Wesen so weit gehen kann? Dass es natürlich hanebüchener Unsinn ist, dass ein Gott (so es ihn gäbe) sich da einmischen würde.

Oder würde er das doch, ich sage natürlich bewusst, wenn es ihn gäbe, nicht dass noch jemand denkt, ich glaube daran. Würde dieser Gott der Bibel also einen Boxer, der an ihn glaubt und betet bevorzugen und dessen Gegner irgendwie ein paar göttliche Fausthiebe versetzen? Für sein Image, als das des Gottes, wäre das ja perfekt. Das würde überzeugen, wenn der Gläubige den Ungläubigen besiegt.

Aber was wäre, wenn beide beten würden, hebt sich das in dem Fall gegenseitig auf? Oder gewinnt der, der inbrünstiger fleht und betet, oder derjenige, der überhaupt der gläubigere und gottgefälligere ist?

Klitschko hat seinen Gegner umgehauen. Im Internet habe ich gefunden, dass beide Klitschko Brüder an Gott glauben.

Ist es denkbar, dass so ein allmächtiger, allwissender Gott sich einmischt? Ich glaube, das kann man getrost verneinen. Denn wäre es so, dann wäre es ja unverständlich, wieso er Kinder auf der Welt verhungern und leiden lässt, die ganz sicher noch völlig unschuldig sind.

Als Fazit bereits nach diesen knappen Überlegungen würde ich sagen, Glaube kann helfen, Gott jedoch hält sich raus (sollte es ihn geben). Macht diese Abwesenheit vom Weltgeschehen die Existenz Gottes unwahrscheinlicher? Das denke ich nicht, im Gegenteil. Würde er sich spürbar einmischen, dann müsste man eher annehmen, dass da andere Kräfte am Werk sind als das, was vorgegeben wird. Denn wenn dieser Gott allmächtig und allwissend wäre und hätte die Welt erschaffen, dann wäre sie ja genauso, wie er sie sich vorgestellt hat, mit allen Freiheiten für den Menschen. Warum sollte er sich dann noch weiter einmischen?

Muss man, wenn sich Gott aber nicht einmischt, an ihn glauben und nach seinem (angeblichen) Willen und Sinn leben, oder kann man sich auf seine menschlische Unvollkommenheit berufen und tun, was man will ohne himmlische Konsequenzen befürchten zu müssen? Nun, wenn man glaubt, muss man sich dran halten, wenn man nicht glaubt, stellt sich ja die Frage gar nicht.

Also besser nicht glauben, weil man dann ein einfacheres Leben hat? Ich denke, das hat man gar nicht, man hinterfragt sich je nach eigener Persönlichkeit auch ohne Gottesglaube, unabhängig von der Intelligenz. Atheist ist man nicht aus Bequemlichkeit, im Gegenteil. Ich denke, auch der Dümmste stellt sich in bestimmten Situationen selbst in Frage. Vielleicht nicht immer realitätsbezogen und so bewusst wie der Kluge, aber er machts!

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2 Kommentare

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Kompliment, Alfred! Endlich hast du eine Frage mal so gestellt, dass sich keiner auf die Füße getreten fühlt.
Zum Thema: ich habe eine ähnliche Meinung wie Richard.
  • 07.05.2014, 15:00 Uhr
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Glaube kann helfen.Gott hält sich raus.Ist treffend formuliert.Man mus so denke ich mal darüber kein großer Kirchgänger sein und doch kann man ein gläubiger Mensch sein..Wen mich so ab und zu der Frust packt suche ich mir einen ruhigen Ort und versuche meine Gedanken wieder in die richtige Bahnen zu lenken.Das ist so meine allgemeine Auffassung Glaube/Gott
  • 07.05.2014, 07:27 Uhr
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