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Wen hat Gott am liebsten?

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 15.05.2014 - 15:42 Uhr

Natürlich werden die Christen jetzt gleich wieder sagen: Gott liebt jedes seiner Geschöpfe gleich.

Das stimmt aber definitiv nicht. Gott, so wie die Menschen ihn kennen, macht da große Unterschiede. Tiere kommen bei ihm nicht so gut weg, wie Menschen. Gott erlaubt es, Tiere zu töten, Menschen hingegen nicht. Sein mutmaßlicher Sohn, Jesus Christus hat ja geangelt und Fische getötet. Er hat auch Fische vermehrt, damit Menschen was zu essen haben. Hat der die Fische tot vermehrt oder lebendig und dann getötet?

Liebt Gott einen klugen Menschen, der seine Lehre versteht und ihn lobpreist mehr, als einen doofen Hilfsarbeiter, der zwar an ihn glaubt, aber nicht mal ein Gebet auswendig lernen kann? Es müsste ja so sein, denn wenn nicht, müsste Gott ja auch jeden Orang Utan genauso lieben wie den Papst oder Mutter Theresa.

Wie ist das mit einem geistig behinderten Menschen, der gar nicht versteht, was Gott ist? Liebt Gott den auch? Wo ist dann der Unterschied zwischen dem Menschen mit niedrigem IQ, der deshalb nicht glaubt und dem Atheisten, der durch seine Sozialisation nicht glauben kann? Macht Gott da einen Unterschied in seiner Liebe? Wenn ja, wäre das ungerecht, oder?

Wenn es aber so ist, das Gott alle gleich lieben würde, da ja niemand etwas für seine Existenz kann, dann wäre es ja auch gleich egal, wie man lebt, es kann ja keiner aus seiner Haut schlüpfen!

Der Kosmos ist unvorstellbar groß und die Wahrscheinlichkeit, dass es Aliens gibt ist nicht zu leugnen. Was ist aber, wenn diese Aliens gegenüber dem Menschen so viel klüger sind, wie wir gegenüber dem Orang Utan? Dann würde sich Gott doch eher mit denen beschäftigen, weil es sich doch mehr lohnt. Oder hat Gott etwa auch einen seiner Söhne zum Affen gemacht um denen seine Lehre nahezubringen?

50 Kommentare

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Es geht nicht um das Verstehen einer Lehre, sondern um eine Liebesbeziehung. Darum ist die Bildung vollkommen egal. Und natürlich liebt er auch die Menschen, die ihn (noch) nicht gegenlieben. Das ist ja der Clou!
Das es egal ist, wie man lebt, stimmt eben nur fast. Es ist ja alles erlaubt, es bringt einen nur nicht alles weiter (1. Kor 10, 23). Außerdem würde ich einer Person gegenüber, die ich liebe, vermeiden wollen, dass ich ihr weh tue. Wenn mir meine Partnerin sagt, dass für sie Treue wichtig ist, werde ich aus Liebe zu ihr treu sein. Und das Gleiche gilt auch gegenüber Gott.

Uwe
Wie kann man einen Gott, der eigentlich ja nur sein außerwähltes Volk geliebt und dem im Kampf gegen dessen Feinde geholfen hat einfach so in einen liebenden Gott umwandeln?

Müsste man dann nicht einen anderen Gott hernehmen? Der Gott des Jesus Christus kann es ja nicht sein, das war doch der mit dem außerwählten Volk, der Feuerbälle auf Sodom geschickt hat, da wahrscheinlich Frauen und Kinder ermordet hatte usw.

Es bleibt alles Vorstellung und Wunschdenken. Zu behaupten, es gibt einen Gott entbehrt jeder realistischen Grundlage. Nur wer sagt er wisse es nicht, steht mit beiden Beinen auf der Erde und hat den Durchblick.
@ Werner: Genau, sehen ich auch so! Warum sollte ihc mich vor Gott fürchten? Gibt doch gar keinen Grund!
@ Alfred: Wieso umwandeln? Der Gott des ersten und des zweiten Teiles der Bibel sind doch identisch!
Ja Uwe, aber es war ursprünglich gar kein liebender Gott. Erst als die Katholiken ihren Jesus zum Gott gemacht hatten, kam die Liebe ins Spiel.
@ Werner: Das habe ich zwanzig Jahre meines Lebens gemacht...... Brauche ich nicht mehr:!
@ Alfred: Das stimmt nicht! Frage einen Juden nach dem Wesen Gottes. Er wird Dir sagen, er ist ein liebender Gott, wie ein Vater. Und das holt er ausschließlich aus dem ersten Teil der Bibel, was ja auch die Wurzel des christlichen Glaubens ist,
Abraham gegenüber stellt sich Gott als "El Shaddai" vor, ich bin dein Versorger. Abgeleitet wird das Wort von der Mutterbrust, und enthält neben Versorgung auch noch Geborgenheit, Frieden, Liebe, und was man halt mit de Mutterbrust alles so verbindet. Das habe ich zwar noch gewusst, lustigerweise war Deine Frage (Der Gott des Alten und Neuen Testaments sind vom Wesen verschieden) Inhalt der heutigen Celebration. Wenn Du Dich wirklich dafür interessierst, so ab 3:30 min: #t=294
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Religionen wurden von Menschen für Menschen gemacht. Mehr nicht!
Kennt ihr das Spiel "Stille Post"?

So in etwa wurde das alte Testament zusammen getragen um es dann in gesammelten Schriftrollen aufzubewahren. Allerdings wurden diese Aufzeichnungen rund 100 Jahre später gemacht.
Soviel zur präzisen Historie des Christentums.

Im Laufe der Zeit wurden diese alten Geschichten ein ideales Werkzeug aufstrebender Kirchenfürsten, die die sogenannten "heiligen" Schriften nach ihrem Dünkel angepasst hatten. Über Jahrhunderte praktiziert und stets dem Zeitgeist angepasst.

Hallelujah!
Dass man die heilige Schrift je nach Lust und Laune auslegen kann und das auch tut, von einem unbegreiflichen Zeitdokument, dem Wort Gottes bis hin zu totalem Schwachsinn liegt in der Natur des Menschen.

Letztlich ist es aber völlig egal, was die Bibel sagt, was die Geistlichen, die Gläubigen oder die Ungläubigen sagen. Ob es einen oder mehrere Götter gibt oder nicht, wissen wir Menschen nicht und das können wir natürlich auch nicht wissen.

Ob es einen Sinn macht zu glauben, nur weil irgendwann mal Menschen auf die Idee gekommen sind und sich Religionen wie Krankheiten ausbreiten, ist die Streitfrage.

Dass Religionen austauschbar sind, hat die Geschichte bewiesen. Insofern kann man getrost darauf verzichten, mitzumachen. Keine Religion ist ewig, in ein paar hundert Jahren ist sowieso wieder alles ganz anders. Wer das nicht glaubt, soll sich halt mal informieren, woran z.B. die Christen im Mittelalter geglaubt hatten.

Menschen machen viele Fehler, sie machen auch Religionen!
Mit dem BGB verhält es sich ebenso
Das mit den hundert Jahren ist historisch falsch. Die Aufzeichnungen wurden gemacht, als die Menschen, die es erlebt hatten, noch lebten, und meist auch von den Menschen, die es erlebt hatten!

Uwe
Uwe, das stimmt. Doch es wurde erst sehr viel später zusammengetragen und gebündelt. da lebten die Zeitzeugen schon lange nicht mehr.
Das stimmt! Sind wir uns ja doch einig

Uwe
@ Alfred: Es gibt eine spannende Stelle in der Bibel: "Das Wort (und damit ist der Text der Bibel gemeint!) tötet, der Geist Gottes macht lebendig." Wenn Du einfach den Text nimmst, kannst Du die schrägsten Theologien ausarbeiten, woraus dann entsprechende Folgen kommen: Jahrhundertelange Unterdrückung der Frau, Hexenverbrennung, Kreuzzüge - gute Beispiele dafür, dass das Wort tötet! Und das ist aus einem religiösen Geist entstanden. Religion ist wirklich ein Fehler, da sind wir absolut einer Meinung!
In der Kommunikation gibt es ja Sender und Empfänger (und die Bibel ist ja ein Kommunikationstool), und wenn Du den Sender nicht fragst, was er denn nun meint mit seinen Aussagen, kannst Du sie komplett falsch deuten. Und das gilt für Beziehungen unter Menschen, und das gilt natürlich auch für die Aussagen Gottes in der Bibel.
@Uwe: Die Frage ist doch, ob man das, was in der Bibel steht glauben will und ob man das glauben muss. Gläubige denken, die Worte kamen von Gott und der verlangt, daran zu glauben. Ich glaube das nicht!

Wenn Du damals gelebt hättest und hättest schreiben können, hättest Du dir vielleicht auch ähnliche Gedanken gemacht, wärst auf die Idee mit Gott gekommen und hättest ähnliche Worte verfasst.

Mit dem heutigen Hintergrund würde wahrscheinlich keiner mehr auf die gleichen Ideen kommen, gäbe es die Bibel noch nicht und würde sie heute geschrieben, sie hätte andere Inhalte.

Für mich ist die Suche danach, ob es außer unserem irdischen Leben noch etwas anderes gibt, oder ob unser Leben einen anderen Sinn hat, als auf der Erde für bis zu 100 Jahre zu existieren durchaus lohnenswert. Man erfährt dabei viel, auch über sich selbst.

Ich bin da nicht der gleichen Meinung wie die strengen Atheisten, die alles übersinnliche ablehnen.
Fortsetzung:
Wir können nicht wissen, was die Wahrheit ist, auch nicht, wo wir uns eventuell gewaltig täuschen.

Vielleicht gibt es ja eine höhere Macht, vielleicht verhindert die sogar, dass wir über mehr Bescheid wissen, als es der Fall ist.

Was ich allerdings, für mich selbst, als sicher empfinde, ist die Sache mit dem einen Gotteswesen, welches alle Fäden in der Hand hat. Das halte ich tatsächlich für ausgeschlossen, ohne das begründen zu können. Aber ich habe bisher auch noch keinen einzigen Grund erfahren, wieso dieses eine, allmächtige Wesen glaubhaft sein sollte.
Ist doch ok für Dich, wenn Du daran nicht glauben willst. Ich habe damit keinen Stress. Könnte aber sein, dass Du was verpasst, von meiner Warte aus gesehen.
Das mit der Wahrheit ist so eine Sache. Kann ja nur eine geben. Trotz massiver Veränderung meines eigenen Lebens und sehr faszinierenden Erlebnissen (hatte einen sehr coolen Heilungsdienst) kamen mir vom Verstand irgendwann mal Zweifel, die durch Erlebnisse nicht auszuräumen waren: Ist das wirklich die Wahrheit, die ich da glaube? Im Endeffekt wurde mir der für mich damals sehr verwirrende Rat gegeben, die Auferstehung Jesu zu widerlegen. Ohne das ist der gesamte christliche Glaube ein Farce. Ist ja ein historisches Ereignis in Zeit und Raum, was mit historischer Forschung belegt oder wiederlegt werden kann. Habe an dem Thema 1 1/2 Jahre drangehängt, und mir viel auf, dass viele Historiker genau das bereits versucht hatten. Die beste Zusammenfassung ist in diesem Buch: http://www.soulsaver.de/glaube/die-t...ferstehung/
Ich habe nicht das Gefühl, etwas verpassen zu können. Im Gegenteil, ich bin ja nach Überwindung meiner frühkindlichen Dogmatisierung erst in der Lage, offen zu suchen. Das macht Spaß. Wenn ich mir jetzt wieder einen Boss dort oben aufdrücken lassen würde, wäre ich schon doof.

Das ist trivial ausgedrückt, entspricht aber den Tatsachen.

Gäbe es einen Gott, so hätte der natürlich die Möglichkeiten und erst recht die Befugnis, mich von seiner Existenz zu überzeugen, aber das will der offenbar nicht. Stattdessen schickt er uns Menschen lieber neue beängstigende Krankheiten (z.B. Mers etc. ). Ich weigere mich aber nicht einfach nur zu sagen, dass Gott uns nicht liebt, ich gehe den Schritt weiter und sage, wir dürfen nicht Gott für alles die Verantwortung geben, er ist unschuldig, da gar nicht existent! Jedenfalls nicht so, wie ihn sich Menschen vorstellen könnten.
Wenn man als Kind "dogmatisiert" wurde, ist das Gottesbild meist kein positives. Allein dass Du von "Boss aufdrücken lassen" sprichst, zeigt das schon deutlich.
Hatte vor ein paar Wochen ein Gespräch mit einer Frau, die in ihrer Jugend in einer christlichen Sekte war und von daher viel Druck und Einschränkung kannte, darum auch mit dem christlichen Glauben abgeschlossen hatte. Als wir uns dann länger unterhalten hatten, meinte sie "Di kennst einen anderen Gott als ich. Deiner ist nett!" Kam dann einen Tag später in meine Gemeinde mit und war sofort fasziniert von der Atmosphäre von Freiheit und Liebe, wie sie es ausdrückte. Und das ist genau das, worum es geht. Sie ist mir jetzt total dankbar, weil das alles jetzt schon ihr Leben total bereichert.
Wärest Du denn offen, dich von Gott überzeugen zu lassen? Da ist er nämlich Gentleman, er drückt sich keinem auf....
Mers ist Bestandteil der Evolution, gehört einfach zum Leben, und da kann man auch niemandem die Schuld geben.
Natürlich wäre ich offen, wenn Gott zu mir sprechen würde und ich überzeugt wäre, dass er es tatsächlich ist, was bliebe mir dann auch sonst übrig?

Ebenso natürlich kann sich jeder Mensch seinen eigenen Gott so zurechtstricken, wie er ihn haben möchte und dann an ihn glauben. Dass kann auch Spaß machen, das streite ich garnicht ab. Wenn der Mensch sein Leben so besser ertragen kann, warum auch nicht!

Aber im Moment passt mir meine Überzeugung perfekt, Ich sehe keine Anhaltspunkte und keinen Grund, an einen Gott zu glauben, weder darin, dass ein Gott, der nicht auf der Erde lebt für mich relevant wäre, noch dass ich von so einem Glauben profitieren könnte. Ich sehe in allen christlichen Lehren das, was der Mensch "geschaffen" hat und darin nicht die Spur von irgend etwas Göttlichem.
Gott lebte in der Person von Jesus hier auf der Erde und kennt das menschliche Leben aus eigener Erfahrung auch aus dieser Perspektive. Und zwar mit allen Höhen und Tiefen. Daher für mich sehr relevant.
Wo Du absolut recht hast: Es gibt einige "christliche" Lehren, die wirklich von Menschen geschaffen sind. Die haben wirklich nichts Göttliches an sich! Allerdings sollte man da auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten!
Wenn Gott zu Dir spricht, könntest Du es auch ignorieren. Tue ich ja selbst hin und wieder! Kein Mensch kommuniziert perfekt.....
Wenn Gott zu Dir spricht, woher weißt Du dann, dass es nicht etwas ist, das sich für Gott ausgibt, benutzt er ein Passwort, das nur Ihr beide kennt? Und wenn ja, wenn das gehackt wurde?

Wenn ich es ignorieren könnte, dass Gott zu mir spricht und ich tue das, wird mich dann ein Blitz treffen? Oder ist Gott dann nur traurig und weint (Regen)?

Was, wenn ich es aus mir angeborener Unvollkommenheit ignoriere? Warum spräche er dann überhaupt, er sollte das doch vorher wissen, dass ich so gestrickt bin und es nicht höre.

Ich muss mich einfach nur mit dem Thema Gott beschäftigen um ständig zur Einsicht zu kommen, dass die Menschen sich da etwas ausgedacht haben, das keiner ernsthaften Beurteilung standhält.

Wenn es tatsächlich so etwas gäbe, das über allem steht, dann hätte das keine Ähnlichkeit mit irgend etwas, was in den Weltreligionen beschrieben ist, davon bin ich überzeugt!
Du hast noch nie mit einem Menschen von Herz zu Herz gesprochen, sonst würdest Du dies nicht fragen. Im Dialog mit Gott ist das ähnlich.
Klar kann er traurig sein. Das mit den Tränen und dem Regen ist allerdings ein wenig infantil!
Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass Gott immer einen Weg findet, wenn es um mein Leben geht. Und wenn ich mich in Bezug auf andere Menschen drücke, z.B. wenn ich den Impuls habe, dass ich anderen etwas weitergeben soll, die ich aber nur einmal sehe (habe schon vor Kneipen gestanden und wußte, dass dort jemand drin ist, den Gott heilen will. Reingegangen, sofort gewusst, um wen es ging, diesen angesprochen, erfolgreich gebetet, mit den Leuten gesprochen - war echt spooky teilweise!), dann wird Gott jemanden anderen finden. Da bin ich sehr relaxt!
Wie müsste Gott denn Deiner Meinung nach sein?
Meiner Meinung nach sollte Gott ganz genau so sein, wie er tatsächlich ist: Nicht existent! Ich brauche keinen!

Alles Zwischenmenschliche ist existent, da stimme ich Dir zu, da gibt es mehr als das was wir in der Schule beigebracht kriegen.

Aber es gibt nicht dieses Wesen welches seine schützenden Hände über uns hält.

Wenn wir nach draußen gehen, dann können wir totgefahren werden. Wenn mir etwas auf den Kopf fällt, dann kann mein Hirn Schaden nehmen und dann wäre es ganz vorbei mit allen Überlegungen. Vielleicht könnte mich ja eine Pflegerin in die Kirche schieben und der Pfarrer mit Weihwasser besprenkeln. Aber ob das wirklich was brächte?

Wenn ich mir erst den Kopf zerbrechen muss über Gott, dann kann ich's auch sein lassen. Ich frage mich immer noch nach dem Sinn. Keiner kann mir beantworten, welchen Sinn dieser Gott darin sehen würde, eine Welt zu erschaffen und dann solche Spielchen zu treiben.

Ich warte ab, ob ich noch Außerirdischen begegne und was die zu Gott sagen.
Wenn es Deiner Meinung nach keinen Gott gibt und Du auch keinen brauchst, warum machst Du Dir dann so viele Gedanken? Die Zeit würde ich mir dann für sinnvollere Dinge nehmen!
Es gibt die Religionen und die vielen Menschen, die sind existent!

Warum ich mir darüber so viele Gedanken mache? Weil es Spaß macht und weil ich fasziniert davon bin, was die Menschen zu glauben bereit sind, wenn sie systematisch dazu genötigt werden.

Die Griechen glaubten an Zeus und haben garantiert auch Dinge erlebt, die sie als Beweis für ihn werteten.

Die Germanen dachten der Donner wäre das Grollen ihres Gottes, klar, der Donner war real, das hatte Beweisqualität.

Die Indianer hatten/haben ihren Manitu, dessen Lehre für mich übrigens weitaus stimmiger und moderner ist als die des israelischen Kriegsgottes mit seinem Sohnemann aus dem Alten und Neuen Testament.

Ich dagegen bin frei, gehöre zu den Menschen, die diese antiken Zwänge überwunden haben. Das heißt aber doch nicht, dass ich nicht darüber reden darf, oder?
Mir gefällt euer gepflegte Meinungsaustausch.
Sehr lesenswert!
@ Meer Mann: Ja, mir auch! Ich mag Menschen, die eine klare Meinung haben, die muss sich ja mit meiner nicht zwingend decken Hoffe, Du hast Deinen Spaß und nimmst auch ein bisschen für Dich mit!

@ Alfred: Nun, ich wurde nicht genötigt. Mir wurde nur vorgeschlagen, ich könnte doch mal beten, dass Jesus sich mir so zeigt, dass ich es verstehe. Habe ich gemacht, und nachdem zwei Minuten später noch nichts passiert war, habe ich meinen Gesprächspartner ganz schön rund gemacht! Der erinnert sich noch nach über 30 Jahren an diese Szene! Das sah eine halbe Stunde später dann schon ganz anders aus, und nach einer sehr emotionalen Bekehrung (ohne dies wäre ich heute entweder tot und hätte einige Zeit im Gefängnis verbracht, das war durch meinen bisherigen Lebenslauf abzusehen) brauchte ich irgendwann mal Futter für meinen Verstand, wie oben erwähnt. Und das hat mich wiederum von vielen Zwängen befreit....
Die Begriffe Altes und Neues Testament verwende ich nicht. Klingt so wertend!
Jeder Mensch, der mir von seiner Begegnung mit Gott erzählt, beweist mir, sofern er für mich glaubwürdig ist, wieviel Kraft in unserem Geist steckt.

Ein Gottesbeweis ist das für mich nicht, nicht mal ansatzweise. Im Gegenteil, gerade dass die Menschen sich ihre Götter erschaffen und dann tatsächlich dran glauben, ist doch wenn überhaupt, eher Beweis dafür, dass es gar keinen gibt. Denn gäbe es ihn und er wäre sichtbar, fühlbar für die Menschen oder er würde sich ab und zu offenbaren, dann würde es ihn ja nicht in so vielen, teilweise sich wiedersprechenden Versionen geben.
Ein "Beweis" in diesem Sinne ist das nicht, nur ein Erlebnisbericht. Allerdings hast Du einen Kurzschluss in Deinem Denken: Gott kann es nicht geben, und wenn jemand etwas mit Gott erlebt, muss das anders interpretiert werden, weil es Gott ja nicht gibt.
Hatte mal ähnlich wie Josh McDowell (den Link zu seinem Buch hatte ich Dir ja oben gegeben) ein spannendes Gespräch mit jemandem über die Auferstehung Jesu, und er meinte dann, das wären so ziemlich die schlüssigsten Argumente für den christlichen Glauben gewesen, die er je gehört hat. Er komme aber zu einem anderen Ergebnis, weil seine philosophische Meinung eine andere ist. So hält man sich natürlich alles vom Hals, was einem nicht in seine Welt passt.
Ich hatte das nie gänzlich ausgeschlossen, hatte aber Angst früher, weil ich instinktiv wusste, dass ich den Maßstäben Gottes nicht gerecht werden kann, schon gar nicht mit meinem damaligen Lebensstil. Kannte eben sein Wesen noch nicht.
Ich glaube Dir, dass Du mit Gott sprichst, ich glaube auch meiner Mutter, wenn sie sagt, dass sie in ihren Träumen mit verstorbenen Verwandten spricht.

Ich glaube nur nicht, dass es ein persönlicher Gott ist, der zu Dir spricht und dass es diese Verwandten tatsächlich sind.

Ich habe keinen Kurzschluss im Denken, da ich bereits oft einräumte, dass alles möglich ist. Wenn Gott am Ende tatsächlich einen Bart hat und auf einer Wolke sitzt, dann ist es so, das Gegenteil hat noch niemand bewiesen!

Das ist wie bei den Eltern, die zum Arzt kamen, weil ihre Tochter an ein dreibeiniges, grünes Kanichen glaubte, das nur sie sehen konnte, welches mit ihr sprach und ihr Ratschläge gab. Dabei hatten alle Gebete der Eltern zu Jesus, der ja übers Wasser laufen konnte, Fische und Wein vermehrt hatte, Lahme gehen, Blinde sehen ließ und nach der Kreuzigung wieder von den Toten auferstanden war, ihre Tochter nicht heilen können.
Dein Einräumen, daß alles möglich ist, ist aber nur ein theoretisches, weil du alles, was in diese Richtung geht, so uminterpretierst oder auch leugnest, dass du dir selbst die Möglichkeit nimmst, woanders anzukommen als da, wo du philosophisch eh schon bist. Praktisch ist es ein Kurzschluss.
Für mich ist es, um bei Deinem Begriff zu bleiben eher ein Kurzschluss, den Glauben an Gott, den sich Menschen ausgedacht haben anzunehmen.

Diesen Glauben gibt es, in abgewandelten Formen, schon seit vielen tausenden von Jahren. Er hat sich immer verändert, die Götter wurden ausgetauscht oder angepasst.

So ist es auch beim Gott der Christen. Vom israelischen Kriegsgott, an den auch der überlieferte Jesus noch geglaubt hatte, entwickelte es sich zum liebenden Gott, der urplötzlich auch noch in der Person Jesus gesehen wurde, einer Beförderung, wovon dieser zumindest Zeit seines Lebens noch gar nichts ahnte.

Warum also sollte ich mich da einklinken? Weil man das im Moment halt so glaubt? Weil es sich irgendwie immer noch gehört?

Für mich gibt es sehr viele philosophische Möglichkeiten. Das Leben und die Philosophie sind so reichhaltig. Das Christentum spielt für mich keine Rolle, das ist zwar institutionell mächtig, aber inhaltlich und mystisch doch sehr eingeschränkt finde ich.
Schade, wenn man sich nur oberflächlich mit Themen befasst, und das dann als Weisheit letztem Schluss ansieht. Habe mich früher selber ausführlich mit Philosophie und verschiedenen anderen Religionen beschäftigt, aber nichts hatte so eine lebensverändernde Kraft wie eine persönliche Beziehung zu Jesus.
Schade, dass Du jetzt zu Allgemeinplätzen tendierst, die, wenn man sie mal ein wenig differenzierter anschauen würde, sowohl historisch als auch theologisch unhaltbar sind. Schau doch mal in "Die Tatsache der Auferstehung" rein, da werden ein paar deiner Allgemeinplätze aufgegriffen.
Leider sind Deine Argumente (oberflächlich, Allgemeinplätze .....) ganz genau das, was Du mir jetzt vorwirfst.

Wir müssen da überhaupt nicht weiter ins Detail gehen, die Positionen sind zu klar verteilt.

Die Kirchen/Religionen hatten tausende Jahre Zeit, alles abzuklopfen was möglich ist, um die Menschen bei der Stange zu halten und ihnen "den Floh ins Ohr" zu setzen. Der Atheismus ist dagegen noch relativ jung, aber dennoch schon jetzt auf der sicheren Seite.

Was den Religionen fehlt, sind halt ihre Götter, die lassen sich nicht blicken. Wie einfach wäre es, wenn es anders wäre, ist es aber nicht.

Du bist sicher, Gott hat zu Dir gesprochen, ich bin sicher, das kann sich jeder einbilden, wenn er dazu bereit ist.
Ist Glaube an sich nicht eher eine Art seelische Endorphine Ausschüttung, die schmerz- und leidunterdrückend zum Einsatz kommt? Seelischer Balsam?
Ein dauerhaftes, geistiges Wohlbefinden, eine selbstgegebene "Erklärung" des Lebens? Der religiöse Glaube als eine Form des eigenen Weltbilds?
Für mich ist Glaube kein Ist-Zustand, eher ein Kann-Zustand.
Weise Worte, Meer Mann. Es gibt wenige Menschen, die bei diesem Thema neutral bleiben können, ohne dass Desinteresse dahinter steckt!

Ich bin selbst nicht neutral, ich kann es nicht lassen, mich über die, aus meiner Sicht, unfassbare Realitätsferne der Gläubigen zu äußern.

Aber ich habe kein schlechtes Gewissen dabei. Wenn deren Glauben fest ist, müssen die das einfach aushalten. Unser Grundgesetzt sichert die Meinungsfreiheit und um die ist es noch gar nicht so gut bestellt in unserem Land. Alle, die hier nicht hinter dem Christentum stehen, haben es schwer, zumindest in der Öffentlichkeit.

Wenn man hinter die Kulissen schaut, glaubt kaum noch jemand wirklich an Gott, so jedenfalls beobachte ich das!
Verständlich Alfred.
Glaube und Kirche sind ja auch zwei verschiedene Dinge!
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Alfred, wen fragst du eigentlich? Dich oder die anderen.
Keiner wird dir deine Fragen beantworten können, denn keiner weiß es. Wir werden es frühestens in der Todesstunde erfahren - oder auch nicht. Bestimmt wird dir "drüben" aber kein gütiger alter Mann begegnen - aber so genau kann man das auch nicht wissen.
Es ist wie es ist - und das ist gut so. Das ist meine Devise. Und wenn es dann ab und an mal eine Erleuchtungserfahrung gibt, dann ist das ein beglückendes Erlebnis - aber ob es ein Blick ins "Drüben" ist? Bloß ich teile ja diese Erfahrung mit vielen Millionen Menschen: Christen, Buddhisten, Juden, Moslems, Hindus.... alle, die sich in Meditation, Kontemplation, Yoga, usw. üben - also kann's ja nicht so falsch sein.
Jedenfalls ist es so für mich in Ordnung - die Suche hat für mich ein Ende.
Es ist wie es ist, und das ist gut so.
Aber auch der Glaube hat seine Berechtigung.
Wenn einer glaubt und der Glaube hat ihm geholfen, ist das doch wunderbar!!
In naher Zukunft wird man von dem Buch "Lyras Klage" von der Autorin Pi hören. Sie soll im Traum in einer Art Zwischenebene gewesen sein.
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So viele Menschen wie es gibt, so viele Ansichten gibt es über Gott, und ein Jeder dieser Menschen wird ein Wenig im Recht sein. Wir Menschen sind überheblich wenn wir glauben, Gott kümmere sich um den einzelnen Menschen, ganz besonders um mich. Würde das Universum zugrunde gehen wenn wir Menschen, warum auch immer, ausstürben?
Ich finde, wir sind ein Teil des Universums, nicht mehr und nicht weniger.
Ein Sandkorn in der Wüste...
Guten Morgen...
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Nachdenken über die Liebe könnte dich weiterbringen als die Spekulation darüber, wie Gott was gemeint haben könnte.
Ich will ja gar nicht weiterkommen. Mir gefällt es zu beschreiben, dass ich völlig im Dunkeln tappe, dabei aber ganz genau so viel weiß, wie jeder andere Mensch auch.
So gesehen ist es richtig, was du sagst. Ich selber tappe mehr so im Hellen, ohne dass ich sagen kann, dass ich mehr weiß als du
Aber im Licht isses schöner.
Das ist ja Geschmackssache, ich bin schon immer ein Nachtmensch gewesen!
Ist es nicht seine Sache, wie er seine Zeit verbringt, Dieter? Im Prinzip hat er ja recht. Niemand weiß mehr als er.
Ja natürlich, ich kenne diese Leute doch auch, aber irren ıst halt menschlich. Leider geben die auch noch gerne Ratschläge!
Was soll ich sagen, Dieter Haufe beleidigt mich. Aber trifft mich das von jemandem, der ein Goethe Zitat falsch auf seiner Profilseite wiedergibt? Natürlich trifft mich das nicht!

Dieter Haufe, für Dich ist Gott gut genug, so wie Du ihn glaubst. Damit sind die Menschen schon vor über 2000 Jahren zurecht gekommen, also reicht das auch für Dich!
Wäre das Leben einer Mutter, die ihr Kind liebevoll aufzieht sinnlos, weil sie nicht an den imaginären Gott glaubt?

Ist das Leben eines Menschen, der sich im Tierschutz engagiert sinnlos, wenn der nicht an einer der von Menschen ausgedachten Götter glaubt?

Ist das Leben eines Wissenschaftlers, der ein Medikament entwickelt, welches Leben rettet sinnlos, wenn der nichts an ein Leben nach dem Tod glaubt?

Wie ist es für Gottglauber, mit der Gewissheit umher zu wandeln, dass Milliarden von Menschen auf der Welt ein sinnloses Leben führen?

Fühlt man sich dabei einer Elite zugehörig?

Ich halte das schon für sehr arrogant, seine eigene, historisch auf den antiken Erzählungen von nicht aufgeklärten Menschen basierende Überzeugung, als universal geltend zu bezeichnen.
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