Hl. Geist - Hl. Geistin

Beitrag von wize.life-Nutzer

Einige Gedanken zum Thema Pfingsten Hl. Geist- Hl. Geistin
Wir wissen, dass Gott weder männlich noch weiblich ist. Doch malen Kinder einen alten Mann mit Bart und keine liebende Mutter oder eine Frau.
Der älteste Gottesname im AT ist El shaddajj. Shaddajj heißt im hebräischen Mutterbrust. Auch in der Sprache Jesu war der Geist weiblich (ruah). Das hebräische Wort für Ruah ist Atem. Ruah ist voller Kraft und Dynamik.
Wenn in einer Sprache eine Gestalt weiblich ist, dann schwingt auch etwas weibliches im Wort mit:
Erbarmen, Mütterlichkeit, Nähe, Geborgenheit, Wärme, Gefühl, Schönheit, Eros.
Atmen und Geist sind eng miteinander verbunden. Es wurde aber aus dem Geist eine männliche kühle Angelegenheit gemacht. Er wurde, wie alle Bilder von Gott, vermännlicht. Letztlich geht es aber darum das weibliche Element nicht in Gott zu erkennen sondern in uns selber.
Wir sollen im Pfingsthymnus den Geist als weibliche Kraft des Göttlichen ansprechen und uns diesem Geist öffnen.
Wir sind geneigt das Weibliche in uns zu unterdrücken. Wir wissen oft nicht, mit was wir da schwanger gehen. Und doch ist alles wirklich Große nicht etwas, was wir gemacht haben, sondern was in uns gereift ist.
(gelesen und zusammengefasst aus Wohin unsere Sehnsucht führt von Willigis Jäger)

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